Detailbeschreibung
Champagner · Champagne AOC · Extra Brut
Chartogne-Taillet Cuvée Sainte-Anne Extra Brut ist die Basis-Cuvée von Alexandre Chartogne aus Merfy, einem Dorf nordwestlich von Reims am Massif de Saint-Thierry. Chardonnay und Pinot Noir aus mehreren Parzellen des Ortes, niedrig dosiert: ein vollmundiger, cremiger Champagner mit feiner Perlage – und der direkteste Zugang zu einem Winzer, der seine Lagen sonst einzeln abfüllt.
Merfy – Weinbau abseits der großen Crus
Merfy liegt im Massif de Saint-Thierry, einem Hügelzug nordwestlich von Reims, der zu den ältesten Weinbaugebieten der Champagne gehört – die Mönche der Abtei Saint-Thierry bauten hier schon im Mittelalter Wein an. Heute liegt das Gebiet abseits der bekannten Achsen der Montagne de Reims und der Côte des Blancs und ist nicht als Cru klassifiziert.
Die Böden unterscheiden sich deutlich vom Bild der Champagne als reiner Kreidelandschaft. In Merfy liegen über der Kreide Schichten aus Sand, Ton und Tuffeau – einem weichen, feinkörnigen Kalkstein. Die Sande erwärmen sich schnell und geben den Weinen Fülle, Ton und Tuffeau halten Wasser und Frische. Je nach Parzelle überwiegt das eine oder das andere; genau deshalb füllt Chartogne seine Lagen sonst getrennt ab.
Alexandre Chartogne führt das Familiengut seit 2006, nach einer Lehrzeit bei Anselme Selosse in Avize. Die Familie ist seit Jahrhunderten in Merfy ansässig und hat Aufzeichnungen über ihre Parzellen hinterlassen, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Für die Cuvée Sainte-Anne führt er mehrere Parzellen des Ortes zusammen – sie zeigt Merfy als Ganzes, bevor die Einzellagen es im Detail tun.
Assemblage und Ausbau
Die Cuvée vereint Chardonnay und Pinot Noir. Der Pinot Noir gibt Körper und rote Frucht, der Chardonnay Frische und Spannung; zusammen ergibt das die vollmundige, zugleich klare Art dieser Cuvée.
Nach der Flaschengärung reift der Champagner auf der Hefe, die ihm eine cremige, geschmeidige Textur gibt. Dosiert wird niedrig, als Extra Brut – die Fülle aus den sandigen Böden macht Zucker weitgehend überflüssig.
Im Glas
Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase frische Blüten, reifer Apfel und gelbe Frucht, dazu ein Hauch Brioche. Am Gaumen vollmundig, seidig und cremig, mit klarer Säure, die die Fülle trägt. Der Abgang ist lang.
Sand, Ton und Tuffeau statt reiner Kreide: Merfy in einer Cuvée, bevor die Einzellagen ins Detail gehen.
Bei 8–10 °C servieren, in großen Gläsern statt in der Flöte. Trinkreif.
Am Tisch
Als Apéritif oder zum Essen. Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen – ebenso Gougères, Jakobsmuscheln und junger Comté.