Detailbeschreibung
Champagner · Grand Cru · Rosé d'Assemblage
Der Franck Bonville Grand Cru Rosé Brut ist sehr feinperlig, elegant, klar und reintönig. Eine Assemblage aus 90 % Chardonnay aus Avize und 10 % rot vinifiziertem Pinot Noir aus Ambonnay – die kreidige Spannung der Côte des Blancs verbunden mit der Frucht eines der besten Pinot-Terroirs der Champagne. Rund und seidig, mit Aromen roter Beeren und der haustypischen Brioche-Note.
Avize und Ambonnay – zwei Grand Crus, zwei Hangzüge
Franck Bonville ist ein Familienhaus aus Avize an der Côte des Blancs, geführt in vierter Generation von Olivier Bonville; bewirtschaftet werden rund 15 Hektar, ausschließlich in als Grand Cru klassifizierten Gemeinden. Dieser Rosé ist die einzige Cuvée des Hauses, in der der Chardonnay auf eine zweite Sorte trifft.
Den Hauptteil stellt Avize: ein nach Osten geneigter Hangzug südlich von Épernay, unter dünner Bodenauflage steht Belemnitenkreide an. Dieses poröse Gestein nimmt bis zu 40 Prozent seines Volumens an Wasser auf, gibt es über trockene Phasen zurück und hält die Wurzelzone kühl – daher die Säure und die salzige Achse, die auch diesen Rosé trägt. Morgensonne, kühle Nachmittage, langsame Reife.
Der Pinot Noir kommt aus Ambonnay am Südhang der Montagne de Reims, rund zwanzig Kilometer nordöstlich. Dort liegt die Kreide unter einer mächtigeren Auflage aus Ton und Lehm, und die Südausrichtung bringt deutlich mehr Wärme in die Trauben. Ambonnay gilt als eine der besten Pinot-Noir-Herkünfte der gesamten Region; von dort kommt in dieser Cuvée genau das, was Avize nicht liefert: Frucht, Farbe und Fülle.
Assemblage und Ausbau
Cuvée aus 90 % Chardonnay aus Avize und 10 % rot vinifiziertem Pinot Noir aus Ambonnay. Es handelt sich also um einen Rosé d'Assemblage: Die Farbe entsteht durch die Zugabe von Rotwein zum Weißwein, ein Verfahren, das in der EU ausschließlich in der Champagne erlaubt ist. Zehn Prozent sind ein zurückhaltender Anteil – er färbt und bringt Frucht, ohne den Chardonnay-Charakter zu überdecken.
Die Vinifikation erfolgt vollständig im Edelstahltank, ohne Holz, um Reinheit und Finesse zu bewahren. Nach der zweiten Gärung folgen rund zwei bis zweieinhalb Jahre auf der Hefe – deutlich länger als die vorgeschriebenen fünfzehn Monate. Die Autolyse liefert die Brioche- und Vanillenoten, die das Haus auszeichnen. Dosiert wird mit moderater Menge als Brut.
Im Glas
Zartes bis kräftiges Lachsrosa mit feiner, zahlreicher Perlage. In der Nase Walderdbeere und Kirsche, gefolgt von den haustypischen Noten nach Brioche, Vanille und Trockenfrüchten. Am Gaumen rund und seidig, mit knackiger roter Frucht, schöner Mineralität und einer feinen, frischen Balance; salzig-frisches Finale.
Neun Zehntel Kreide aus Avize, ein Zehntel Frucht aus Ambonnay: ein Rosé, der ein Blanc de Blancs geblieben ist.
Bei 8–10 °C servieren, in großen Gläsern statt in der Flöte. Nach zehn Minuten im Glas tritt die rote Frucht neben die Hefenoten. Trinkreif, mit Reserve für einige Jahre.
Am Tisch
Passt zu gegrilltem Fisch, hellem Fleisch, Gemüse-Tians, salzig-süßem Fingerfood und Desserts mit roter Frucht. Der hohe Chardonnay-Anteil hält ihn dabei näher an einem Blanc de Blancs als an einem fruchtigen Rosé – zu kräftig Geräuchertem oder schwerem Rotfleisch ist er die falsche Wahl.