Detailbeschreibung
Weißwein · Rheinhessen · Weißburgunder
Weingut Manz Weißburgunder Löss trocken zeigt den Weißburgunder aus Weinolsheim von seiner frischen, fruchtbetonten Seite. Die Trauben wachsen auf Löss, stehen einen Tag auf der Maische und reifen im Edelstahltank. Kein Holz, keine lange Hefelagerung – der Wein lebt von reifer Frucht, weichem Körper und klarer Säure.
Löss: Staub aus der Eiszeit
Löss ist ein Boden, den der Wind gebracht hat. In den Kaltzeiten lagen die Schotterflächen im Rheingraben weitgehend frei. Stürme wehten feinsten Gesteinsstaub aus und lagerten ihn an den Hängen des Rheinhessischen Hügellands ab, stellenweise mehrere Meter mächtig. Das Material ist kalkhaltig, feinkörnig und locker. Es speichert viel Wasser und lässt sich von den Wurzeln leicht durchdringen.
Für Weißburgunder ist das eine ideale Grundlage. Die Reben sind gleichmäßig versorgt, auch in trockenen Sommern, und die Trauben reifen ohne Stress. Weine vom Löss haben meist runde Frucht und einen weichen, zugänglichen Körper. Das Weingut Manz aus Weinolsheim bewirtschaftet Löss-Parzellen im Hügelland rund um den Ort. Seit 1725 ist die Familie dort ansässig, heute führen Erich und Eric Manz den Betrieb.
Jahrgangsübergreifend: ein Weißburgunder für das erste Jahr
Der Weißburgunder Löss wird jedes Jahr im Frühjahr nach der Lese abgefüllt und ist für den Genuss in seiner Jugend gemacht. Seine Stärken sind Frische und Fruchtklarheit, beides ist in den ersten ein bis zwei Jahren am deutlichsten. Der Jahrgang bestimmt die Nuance: Warme Jahre bringen mehr gelbe Frucht und Körper, kühlere mehr Zitrus und Säure.
Im Weißburgunder-Sortiment von Manz ist der Löss die frische Stufe. Darüber stehen der Weißburgunder vom Kalkstein und an der Spitze die Réserve, die im Holzfass auf der Hefe reift.
Ein Tag auf der Maische, dann in den Stahltank
Nach der Lese bleiben die Trauben 24 Stunden auf den Schalen. In dieser Zeit gehen Aromastoffe aus den Beerenhäuten in den Most über. Der Wein wird dadurch aromatischer und bekommt mehr Tiefe, ohne dass sich spürbarer Gerbstoff aufbaut. Danach wird gepresst.
Gärung und Ausbau finden im Edelstahltank statt. Der Tank ist dicht und kühlbar, es dringt kein Sauerstoff ein und kein Holzaroma. So bleiben Frucht und Säure unverfälscht erhalten. Das ist der entscheidende Unterschied zur Réserve: Hier steht die Traube im Mittelpunkt, nicht der Ausbau.
Im Glas: Birne, Zitrus, weicher Löss-Körper
Eiszeitlicher Löss, ein Tag Schalenkontakt, Stahltank statt Holz – ein Weißburgunder, der ganz auf Frucht und Frische setzt.
Helles Strohgelb mit grünen Reflexen. In der Nase reife Birne, gelber Apfel und Zitrus, dazu ein Hauch weißer Blüten und frischer Kräuter. Am Gaumen mittelgewichtig und saftig. Der Löss gibt einen runden, weichen Körper, die Säure hält ihn frisch. Die kurze Maischestandzeit bringt etwas mehr Aroma, als man bei einem Stahltank-Weißburgunder erwarten würde. Der Abgang ist klar, fruchtig und mittellang.
Am Tisch: Spargel, Flammkuchen, Forelle
Die Frische passt zu leichten Gerichten: weißer oder grüner Spargel, Flammkuchen mit Zwiebeln und Speck, gebratene Forelle mit Mandelbutter, Hähnchen mit Zitrone oder Salate mit Ziegenkäse. Auch als Aperitif. Serviertemperatur 8–10 °C.