Detailbeschreibung
Weißwein · Rheinhessen · Riesling
Weingut Manz Riesling Mineralgestein trocken vereint in einer Flasche mehrere Böden, auf denen das Weinolsheimer Familienweingut Riesling anbaut. Tonmergel, Kalkstein und Löss liefern je einen eigenen Anteil. Der Name steht für diese Mischung: kein Einzellagenwein, sondern ein Querschnitt durch die Geologie des Hauses. Ausgebaut im Edelstahltank, ist er frisch, saftig und ausdrücklich für die Jugend gemacht.
Mineralgestein: vier Böden, ein Riesling
Das Weingut Manz bewirtschaftet Lagen in Weinolsheim, Dalheim, Dienheim, Guntersblum, Oppenheim und Nierstein. Unter diesen Weinbergen liegen sehr unterschiedliche Gesteine. Für den Mineralgestein kombiniert Eric Manz Riesling aus mehreren davon. Laut Datenblatt sind das Tonmergel, Kalkstein und Löss. Die Weinbeschreibung des Weinguts nennt zusätzlich Rotschiefer, wie er am Roten Hang in Nierstein ansteht.
Jeder Boden gibt dem Wein etwas anderes mit. Tonmergel, dichter Meeresboden aus dem Tertiär, speichert Wasser und bringt Körper. Kalkstein hält den pH-Wert niedrig und sorgt für straffe Säure. Löss, eiszeitlicher Flugstaub, liefert runde, reife Frucht. Das rote Rotliegende, ein rund 280 Millionen Jahre altes Gestein aus Ton und Sandstein, gibt Riesling Würze und eine kühle, herbe Note. Zusammen ergibt sich ein Riesling, der keine Lage in den Vordergrund stellt, sondern die Bandbreite des Hauses zeigt.
Jahrgangsübergreifend: der Einstieg in die Rieslinge von Manz
Riesling ist bei Manz in mehreren Stufen vertreten. Der Mineralgestein ist der Gutsriesling: ein Wein für jeden Tag, dessen Qualität aus der Mischung der Böden kommt. Darüber stehen Ortsweine und Lagenweine aus Weinolsheim, Guntersblum und Dienheim sowie die Lagen am Roten Hang in Nierstein.
Weil der Wein aus mehreren Parzellen zusammengesetzt wird, gleicht er Unterschiede zwischen den Jahren besser aus als ein Einzellagenwein. In warmen Jahren tritt die Frucht aus dem Löss stärker hervor, in kühleren der Zug aus Kalk und Schiefer. Der Stil bleibt: trocken, frisch, zum Trinken in den ersten ein bis drei Jahren.
Ausbau im Edelstahltank
Gärung und Ausbau erfolgen im temperaturgesteuerten Edelstahltank. Kühle, gleichmäßige Gärtemperaturen erhalten die Primäraromen der Rebsorte: Frucht, Zitrus, Kräuter. Holz kommt nicht zum Einsatz. So bleibt der Riesling klar und direkt, und die Unterschiede der Böden werden nicht überdeckt.
Trocken heißt bei diesem Riesling nicht karg. Eine kleine Restsüße federt die kräftige Säure ab und gibt dem Wein Saftigkeit, ohne dass er süß schmeckt.
Im Glas: Pfirsich, Zitrus, Kalkfrische
Tonmergel, Kalkstein, Löss und Rotschiefer in einer Flasche – der Mineralgestein ist ein Querschnitt durch die Böden des Weinguts Manz.
Helles Zitronengelb. In der Nase gelber Pfirsich, Limette und grüner Apfel, dazu frische Kräuter. Am Gaumen schlank bis mittelgewichtig und saftig. Die Säure ist kräftig, wird aber von der Frucht getragen. Der Löss gibt einen runden Kern, Kalk und Schiefer bringen Zug und eine leicht herbe, steinige Note im Abgang. Ein Riesling mit klaren Konturen, der auf Frische und Trinkfluss angelegt ist.
Am Tisch: Fisch, Spargel, asiatische Küche
Säure und Frucht machen den Riesling vielseitig: gedämpfter Fisch, Forelle blau, Spargel mit Kartoffeln, Sushi, Thai-Curry mit Hähnchen oder gebratene Garnelen mit Knoblauch. Auch zu Salaten mit Vinaigrette und als Aperitif. Serviertemperatur 8–10 °C.