Detailbeschreibung
Champagner · Grand Cru · Extra Brut
Egly-Ouriet Grand Cru Extra Brut ist die Grand-Cru-Assemblage der Domaine Egly-Ouriet aus Ambonnay: 70 % Pinot Noir und 30 % Chardonnay, zu rund 90 % aus Ambonnay. Alle Grundweine gären spontan im Holzfass, ohne malolaktische Gärung, die Cuvée reift 48 Monate auf der Hefe und wird minimal dosiert. Stilistisch steht sie einem Jahrgangschampagner näher als einem klassischen Non-Vintage.
Ambonnay und die Grand Crus der Montagne de Reims
Francis Egly führt die Domaine in Ambonnay, einem Grand-Cru-Dorf an der Südseite der Montagne de Reims, das gemeinsam mit dem Nachbarort Bouzy als eine der ersten Adressen für Pinot Noir in der Champagne gilt. Rund 90 % der Trauben für diese Cuvée stammen aus Ambonnay. Den Rest liefern die Grand Crus Bouzy und Verzenay, je nach Abfüllung auch Verzy.
Die Herkünfte ergänzen sich wie zwei Seiten desselben Massivs. An den Südhängen von Ambonnay und Bouzy reift der Pinot Noir voll aus und bringt Körper und Fruchttiefe; die Kreide darunter speichert Wasser und hält die Säure. Verzenay und Verzy liegen dagegen an der Nordflanke, wo die Sonne flacher einfällt und die Reife langsamer verläuft – von dort kommen die kühleren, strafferen Partien, die der Assemblage Spannung geben.
Dass eine jahrgangslose Cuvée so nah an einen Jahrgangschampagner rückt, hat mit ihrem Aufbau zu tun: Der Basisjahrgang stellt rund die Hälfte, die übrigen Anteile kommen aus nur zwei Vorjahren. Die Cuvée bleibt damit stärker vom jeweiligen Jahr geprägt als ein Brut, der auf eine breite Reservebibliothek zurückgreift.
Holzfass ohne Malo und vier Jahre auf der Hefe
Der Blend besteht aus 70 % Pinot Noir und 30 % Chardonnay. Er baut auf einem Basisjahrgang auf, der rund die Hälfte ausmacht, ergänzt um Reserveweine aus den zwei vorangegangenen Jahrgängen.
Alle Grundweine gären mit wilden Hefen im Holzfass, davon rund 10 % neu, und reifen dort weiter. Auf die malolaktische Gärung verzichtet Egly, um die frische Apfelsäure zu erhalten – bei reifem Pinot Noir vom Südhang das Gegengewicht, das die Cuvée straff hält. Nach der Flaschengärung liegt sie 48 Monate auf der Hefe, wird weder geschönt noch filtriert und mit nur 1 bis 2 Gramm je Liter als Extra Brut dosiert.
Im Glas
In der Nase Birne, Gebäck, Pfirsich, Geißblatt und Orangenzeste – dicht und ausdrucksstark, ohne aufgesetzte Schwere. Am Gaumen mittlerer bis voller Körper, getragen von reifer Fruchtsubstanz und präziser Säure. Die Textur der Fassgärung ist spürbar, ohne den Pinot Noir zu überlagern. Der Abgang ist lang, salzig und von der Kreidemineralität der Montagne de Reims geprägt.
Pinot Noir aus Ambonnay, im Holz vergoren ohne Malo, 48 Monate auf der Hefe: Fruchtsubstanz mit salziger Präzision.
Jetzt trinkreif, mit zwei bis fünf Jahren weiterer Reife gewinnt die Cuvée an Integration und Tiefe. Kurzes Schwenken öffnet das Bouquet. Bei 8–10 °C in einem Weißweinglas servieren.
Am Tisch
Hummer, Jakobsmuscheln, Kaninchen mit Pilzen, Gerichte mit weißem Trüffel und gereifter Comté. Der Pinot-Noir-Anteil trägt auch Taube, Perlhuhn und Kalbsbries.