Detailbeschreibung
Champagner · Champagne AOC · Extra Brut
Billecart-Salmon Le Réserve Extra Brut Magnum ist die jahrgangslose Hauptcuvée des 1818 gegründeten Familienhauses Billecart-Salmon aus Mareuil-sur-Aÿ, hier in der 1,5-Liter-Flasche. Meunier, Pinot Noir und Chardonnay aus den Kernlagen der Marne verbinden sich mit über 50 % Reserveweinen aus einer Sammlung von 15 Jahrgängen. 50 Monate auf der Hefe gereift und mit 3,9 g/l als Extra Brut dosiert, zeigt er sich frisch, klar und mineralisch, mit Zitrus, Nuss und Stein.
Mareuil-sur-Aÿ – drei Rebsorten aus den großen Lagen der Marne
Billecart-Salmon entstand 1818 mit der Heirat von Nicolas François Billecart und Elisabeth Salmon in Mareuil-sur-Aÿ und ist bis heute in Familienbesitz; die siebte Generation führt den Betrieb. Le Réserve ist die Nachfolgerin des früheren Brut Réserve – mit deutlich längerem Hefelager und niedrigerer Dosage. Der Ort liegt am südexponierten Hang der Grande Vallée de la Marne und ist zu 99 Prozent als Premier Cru klassifiziert, knapp unterhalb des Grand-Cru-Status des Nachbarorts Aÿ.
Die Trauben stammen überwiegend aus einem Umkreis von rund 20 Kilometern um das Haus, wo Montagne de Reims, Vallée de la Marne und Côte des Blancs zusammentreffen. Der Meunier kommt aus dem Vallée de la Marne und den Coteaux Sud d'Épernay, der Pinot Noir aus der Montagne de Reims und der Grande Vallée de la Marne, der Chardonnay aus verschiedenen Crus der Marne. Unter der Bodenauflage steht überall Kreide an: Sie speichert Winterfeuchte, gibt sie im Sommer zurück und hält die Wurzelzone kühl – daher die hohe Säure, die ein Champagner für lange Hefelagerung und für Reserveweine braucht.
Die Trauben werden von Hand gelesen und Cru für Cru, Rebsorte für Rebsorte getrennt vinifiziert. Das gibt dem Kellermeister bei der Assemblage aus vielen Einzelpartien große Präzision.
Kühle Gärung, Reservesammlung und 50 Monate Hefelager
Die Assemblage besteht aus 43 % Meunier, 28 % Pinot Noir und 29 % Chardonnay. Über 50 % davon sind Reserveweine aus einer Sammlung von 15 Jahrgängen, die bis 2006 zurückreicht. Sie geben Tiefe und aromatische Vielschichtigkeit – und sie machen die Cuvée von der jeweiligen Ernte weitgehend unabhängig.
Die Grundweine werden kalt vorgeklärt und überwiegend bei niedriger Temperatur im Edelstahltank vergoren – eine Arbeitsweise, die das Haus seit den 1950er Jahren pflegt. Die kalte Vorklärung entfernt die Trubstoffe, die später grobe Aromen geben würden; die kühle Gärung hält die flüchtigen Fruchtaromen im Wein statt in der Luft. Ergänzend reifen rund 8 % in 15 Jahre alten Fässern und Foudres: Holz, das kein Aroma mehr abgibt, sondern nur noch einen minimalen Sauerstoffzutritt.
Der Champagner liegt 50 Monate auf der Hefe – mehr als das Dreifache der für jahrgangslosen Champagner vorgeschriebenen Mindestzeit – und wird mit 3,9 g/l als Extra Brut dosiert. In der Magnum setzt sich die langsame Entwicklung fort: Auf die doppelte Weinmenge kommt derselbe Sauerstoffeintrag über den Verschluss, der Champagner bleibt länger frisch und reift gleichmäßiger als aus der Normalflasche.
Im Glas
Zartgoldene Farbe mit feiner, langsam aufsteigender Perlage. In der Nase Zitrus, frische weiße Früchte und eine nussige, mineralische Note. Am Gaumen klar und präzise, frisch und mineralisch, mit feinem Schmelz aus dem langen Hefelager. Der Abgang bleibt lang und trocken.
Meunier, Pinot Noir und Chardonnay mit Reserveweinen aus 15 Jahrgängen, 50 Monate auf der Hefe: Frische und Tiefe im großen Format.
Die sechsstellige Nummer auf dem Rückenetikett öffnet über das Programm „MyOrigin“ des Hauses Degorgierdatum, Dosage und Zusammensetzung genau dieser Abfüllung – bei einer Cuvée, deren Basis jährlich wechselt, die einzige belastbare Auskunft. Bei 8–10 °C servieren, in großen Gläsern statt in der Flöte. Trinkreif, aus der Magnum mit Reserve für mehrere Jahre.
Am Tisch
Austern, Meeresfrüchte, Sushi, gegrillter Fisch und Steinbutt – als Aperitif ebenso wie durch ein ganzes Menü. Der Meunier-Anteil trägt auch Herzhaftes: Geflügel, Pilze, Blätterteig.
Die Magnum füllt rund zwölf Gläser und ist für größere Runden und Feste gedacht; sie bleibt über den Abend spritzig, weil der Druck im größeren Volumen langsamer nachlässt. Rechtzeitig kühlen: Die 1,5-Liter-Flasche braucht im Eiskübel deutlich länger als eine Normalflasche. Beim Einschenken am Flaschenboden halten.