Detailbeschreibung
Cidre · Bouché Brut · Normandie
Jean Loret Cidre Bouché Brut Réserve ist ein echter Cidre aus der Normandie, ausgebaut nach der klassischen Flaschengärung. Fruchtig-trocken, mit Aromen von grünen Äpfeln und feinem Prickeln – ein erfrischender Aperitif für heiße Sommertage.
Normandie – Heimat des Cidre
Die Normandie im Nordwesten Frankreichs ist neben der Bretagne die klassische Heimat des Apfelweins. Das milde, atlantische Klima mit feuchten Wintern und moderaten Sommern ist für Apfelbäume ideal, während es für Reben zu kühl wäre – deshalb steht hier der Cidre, wo andernorts Wein steht. Geerntet wird von Mitte September bis in den Dezember.
Entscheidend sind die Sorten. Cidre entsteht nicht aus Tafeläpfeln, sondern aus eigenen Keltersorten: bittersüßen Äpfeln, die Gerbstoff und Körper liefern, und säuerlichen, die für Frische sorgen. Erst die Mischung ergibt die Balance aus Süße, Säure und Tannin, die einen Cidre trägt. Gepresst wird die ganze Frucht – Schale, Fruchtfleisch und Kerne –, danach vergärt der Most langsam im Tank.
Dieser Cidre wurde von „Der Feinschmecker" in der Ausgabe 07/2017 als Top-Tipp Juli empfohlen.
Zutaten und Herstellung
Aus normannischen Äpfeln gekeltert und nach der Methode der klassischen Flaschengärung ausgebaut – daher „Bouché", also verkorkt: Der Cidre kommt unter den Sektkorken mit Agraffe, nicht unter den Kronkorken.
Die zweite Gärung findet in derselben Flasche statt, die später verkauft wird. Sie erzeugt das feine, natürliche Prickeln – im Gegensatz zu imprägnierten Getränken, denen die Kohlensäure zugesetzt wird. Brut steht für den trockenen Ausbau: Die Gärung läuft weiter als beim süßeren Cidre doux, entsprechend weniger Restzucker bleibt im Getränk und entsprechend klarer treten Apfelsäure und Gerbstoff hervor.
Im Glas
Intensiv gelb, mit feiner Perlage. In der Nase und am Gaumen frische grüne Äpfel, dazu ein leicht herber Zug aus den Keltersorten. Fruchtig-trocken, leicht und erfrischend, mit feinem Prickeln und unkompliziertem Trinkfluss.
Zweite Gärung in der Flasche statt zugesetzter Kohlensäure – daran erkennt man einen Cidre bouché.
Gut gekühlt servieren, bei 6–8 °C. Im breiten Glas oder in der traditionellen Tasse statt in der schmalen Flöte – so kommt die Apfelaromatik besser zur Geltung. Jung trinken, solange die Frucht im Vordergrund steht.
Am Tisch
Als Aperitif auf der Terrasse oder als leichter Begleiter zum Essen. Passt zu Hühnerfleisch, Kräutergerichten, Galettes und Käse – in der Normandie steht dazu Camembert, Pont-l'Évêque oder Livarot; ebenso zu Schweinebraten, Muscheln und allem, was mit Buchweizen gemacht ist.