Detailbeschreibung
Champagner · Premier Cru · Blanc de Blancs
Girard-Bonnet Au Bout du Chemin Premier Cru Extra Brut ist ein Blanc de Blancs aus 100 % Chardonnay von Paul Girard aus Le Mesnil-sur-Oger. Die Trauben stammen aus den Premier-Cru-Lagen von Vertus und Voipreux im Süden der Côte des Blancs, wo mehr Ton im Boden und stetige Sonne einen aromatischen Chardonnay hervorbringen. Mit Wildhefen in Tank und Fass vergoren und mit nur 2 g/l dosiert, zeigt er sich präzise, saftig und ausgewogen.
Vertus und Voipreux – Ton über Kreide im Süden der Côte des Blancs
Paul Girard, Jahrgang 1995, vereint in seinem Haus die Weinberge seines Vaters Philippe Girard in Le Mesnil-sur-Oger und seiner Mutter Dominique Bonnet in Oger. Nach Studien in Avize und Bordeaux kehrte er 2018 zurück und gründete Girard-Bonnet. Die Familie bewirtschaftet rund zwölf Hektar in den Grand Crus Le Mesnil-sur-Oger und Oger sowie im Premier Cru Vertus.
Für Au Bout du Chemin – „am Ende des Weges" – stammen die Trauben aus Vertus und dem benachbarten Voipreux, beide als Premier Cru klassifiziert, am südlichen Ende der Côte des Blancs. Der Name beschreibt genau diese Lage: Hier läuft der Hangzug der Côte aus. Der Boden besteht aus Ton und Kalk über der Kreide des Campanien. Die Grand-Cru-Schwester „À Mi-Chemin" – „auf halbem Weg" – kommt aus Le Mesnil und Oger, weiter in der Mitte der Côte.
Die Cuvée soll den Süden der Côte des Blancs zeigen: Der höhere Tonanteil speichert mehr Wasser, die Lagen bekommen gleichmäßiger Sonne. Das ergibt einen aromatischeren Chardonnay mit großzügigem Gaumen, während die Kreide darunter die Säure und die kreidige Linie hält.
Wildhefen, Tank und Fass
Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay. Er baut auf einem Basisjahrgang auf, der rund 70 bis 80 % ausmacht, ergänzt um Reserveweine, die dem Wein gereifte Tiefe geben und den Stil von Abfüllung zu Abfüllung stabil halten.
Die Grundweine gären mit Wildhefen, überwiegend im Edelstahltank, zu einem Teil im Eichenfass mit wenig oder keinem neuen Holz. Das Fass gibt Textur und einen Hauch Brioche, der Tank bewahrt die Frucht. Der Wein reift auf der Hefe und wird mit nur 2 g/l als Extra Brut dosiert – bei der aromatischen Frucht aus dem Süden der Côte braucht er kaum Zucker, um rund zu wirken.
Im Glas
Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase weiße Blüten, Zitruszeste, reifer Apfel, Birne und ein Hauch Brioche. Am Gaumen präzise und ausgewogen, mit reifer, saftiger Frucht und feiner, kreidiger Mineralität. Die Textur ist geschmeidig, der Abgang frisch und klar.
Chardonnay von Ton über Kreide in Vertus, teils im Fass mit Wildhefen vergoren: aromatisch und saftig, mit kreidiger Frische.
Bei 8–10 °C servieren, in großen Gläsern statt in der Flöte. Innerhalb von rund sieben Jahren trinken.
Am Tisch
Als Aperitif oder zu feinen Fischgerichten, Meeresfrüchten und hellem Geflügel. Die saftige Frucht trägt auch Jakobsmuscheln, Lachs und jungen Comté.