Detailbeschreibung
Champagner · Grand Cru · Blanc de Blancs
Franck Bonville Grand Cru Blanc de Blancs Brut ist die Chardonnay-Cuvée der Familie Bonville aus Avize – reinsortiger Chardonnay ausschließlich aus Grand-Cru-Lagen der Côte des Blancs. Elegant und aromatisch vielfältig, mit weißen Blüten, Zitrus und reifer Frucht über einer kreidigen Achse. Unsere Hausmarke.
Avize und die Grand Crus der Côte des Blancs
Die Côte des Blancs ist ein nach Osten geneigter Hangzug südlich von Épernay, auf dem Chardonnay rund 95 Prozent der Rebfläche stellt. Unter einer dünnen Bodenauflage steht hier Belemnitenkreide aus der Oberkreide an – ein poröses Gestein, das bis zu 40 Prozent seines Volumens an Wasser speichert, es über trockene Phasen zurückgibt und die Temperatur im Wurzelraum ausgleicht. Die Ostlage bringt Morgensonne bei kühlen Nachmittagen: langsame Reife, hohe Säure, geringe Erträge je Stock.
Franck Bonville sitzt in Avize und bewirtschaftet in vierter Generation rund 15 Hektar, ausschließlich in als Grand Cru klassifizierten Gemeinden. Der Kern liegt in Avize selbst, dazu kommen Parzellen in Oger und Le Mesnil-sur-Oger. Heute führt Olivier Bonville das Gut; der Keller stammt aus den 1850er-Jahren, die Jahresproduktion liegt bei rund 130.000 Flaschen – für Champagne-Verhältnisse ein kleiner Betrieb.
Die drei Orte liefern unterschiedliche Bausteine. Avize steht für Kraft und den kreidigen Kern, Oger für rundere, blumigere Frucht, Le Mesnil-sur-Oger für die strengste, säurebetonteste Ausprägung des Chardonnay in der Champagne. Die Assemblage aus diesen Lagen erklärt, warum dieser Blanc de Blancs Frucht und Mineralität gleichzeitig zeigt statt nacheinander.
Rebsorte, Assemblage und Flaschengärung
Reinsortig aus Chardonnay – daher Blanc de Blancs. Die Grundweine werden im Edelstahltank ausgebaut, die malolaktische Gärung läuft durch; das ergibt die cremige Textur, die den Stil des Hauses prägt, ohne dass Holz ins Spiel kommt. Es handelt sich um einen jahrgangslosen Brut: Ein Basisjahrgang wird durch Reserveweine ergänzt, deren Anteil und Herkunft von Abfüllung zu Abfüllung wechseln.
Nach der zweiten Gärung in der Flasche folgt die Reife auf der Hefe, in der Regel rund zwei bis zweieinhalb Jahre und damit deutlich länger als die vorgeschriebenen fünfzehn Monate. Die Autolyse der Hefe liefert die Brioche- und Nussnoten und die feine, anhaltende Perlage. Dosiert wird in der Geschmacksrichtung brut.
Im Glas
Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase weiße Blüten wie Akazie und Orange, dazu Zitrusfrüchte, weißer Pfirsich und Grapefruit. Am Gaumen leicht und frisch, mit klaren Aromen reifer Früchte und salzigen Anklängen; eleganter Abgang.
Kreide, die bis zu 40 Prozent ihres Volumens an Wasser speichert – das ist der Grund für die Säure, die diesen Blanc de Blancs trägt.
Bei 8–10 °C servieren, in großen Gläsern statt in der Flöte. Nach zehn Minuten im Glas treten Nuss und Brioche deutlicher neben die Zitrusnoten. Trinkreif, mit Reserve für einige Jahre Kellerlagerung.
Am Tisch
Klassisch zu Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Geflügel und feinem Fingerfood. Die Kreide-Achse trägt auch Gerichte mit Butter und Sahne – Seezunge, Kalbsfrikassee, junger Comté. Ebenso als Aperitif.