Detailbeschreibung
Roséwein · Coteaux Champenois AOC · Pinot Noir
Carré Frères RO24 ist ein stiller Roséwein aus der Champagne – ein Coteaux Champenois Rosé aus 100 % Pinot Noir von zwei Lagen in Trépail Premier Cru und Verzy Grand Cru. Direkt gepresst, ohne Maischestandzeit, und elf Monate im Eichenfass ausgebaut: hell, trocken und mineralisch, mit feiner roter Frucht. Erzeuger sind die Brüder Édouard und Victor Carré.
Trépail und Verzy – Pinot Noir von der Montagne de Reims
Die Champagne ist für Schaumwein bekannt, doch seit 1974 gibt es mit Coteaux Champenois eine eigene Appellation für ihre stillen Weine. Sie werden aus denselben Rebsorten und denselben Lagen erzeugt wie Champagner, nur ohne zweite Gärung. Weil die Trauben in der kühlen Champagne ohne Kohlensäure und Dosage bestehen müssen, entstehen solche Weine meist nur aus den besten Parzellen und in kleinen Mengen.
Die Trauben für RO24 kommen aus zwei Lagen an der Montagne de Reims. Les Menues liegt in Trépail, einem Premier Cru an der Ostflanke des Massivs, der sonst vor allem für Chardonnay bekannt ist; die Reben wurden 1995 gepflanzt. Les Maladries liegt in Verzy, einem Grand Cru am nordöstlichen Rand der Montagne mit nach Norden geneigten Hängen, gepflanzt 2005. Beide stehen auf kreidereichen Böden, die Wasser speichern und die Säure halten.
Carré Frères ist ein Familienbetrieb mit Sitz in Trépail, geführt von Édouard und Victor Carré; bewirtschaftet werden rund 21 Hektar in der Montagne de Reims und in der Côte des Bar.
Jahrgang 2024 – Champagne
Der Jahrgang 2024 war in der Champagne eines der schwierigsten Jahre seit Langem. Auf einen milden, sehr nassen Winter folgten Frostnächte im April, danach ein anhaltend feuchtes Frühjahr und ein kühler Sommer. Der Druck durch Falschen Mehltau war außerordentlich hoch, regional kamen Hagelschläge hinzu. Die tatsächlichen Erträge fielen vielerorts weit unter die zulässige Menge.
Gelesen wurde ab Mitte September, bei moderater Reife und hoher Säure. Für einen stillen Wein aus der Champagne ist das eine anspruchsvolle Ausgangslage – ohne Dosage und Kohlensäure muss die Frucht allein tragen. Gelingt es, wie bei direkt gepresstem Pinot Noir aus guten Lagen, entstehen schlanke, frische Weine mit klarer Kontur.
Direkt gepresst, elf Monate im Fass
Reinsortig aus 100 % Pinot Noir. Die Trauben werden direkt gepresst, ohne Maischestandzeit: Der Saft kommt nur während des Pressens mit den Schalen in Berührung und nimmt dabei gerade so viel Farbe auf, dass ein zartes Rosa entsteht. Das ist die schonendste Art, einen Rosé zu machen – mit wenig Gerbstoff, dafür mit feiner Frucht.
Anschließend reift der Wein elf Monate im 300-Liter-Eichenfass. Das Format liegt zwischen Barrique und großem Fass: genug Holzkontakt für Textur und eine feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken. Es handelt sich um einen Stillwein, nicht um Schaumwein.
Im Glas
Zartes, helles Rosa. In der Nase rote Beeren wie Himbeere und Johannisbeere, umrahmt von einer feinen Holznote. Am Gaumen trocken, klar und mineralisch, mit feiner Struktur aus dem Fass und saftigem Abgang.
Pinot Noir aus Grand-Cru- und Premier-Cru-Lagen der Champagne – ohne Kohlensäure, ohne Dosage, nur Frucht, Kreide und Fass.
Bei 10 bis 12 °C servieren, in einem Weißweinglas. Jung zugänglich, mit Reserve für einige Jahre.
Am Tisch
Als Aperitif sowie zu Charcuterie, Lachs, Geflügel und hellem Fleisch. Ebenso zu Thunfisch-Tataki, Kalbfleisch und Ziegenkäse – ein Rosé, der mehr Struktur hat als die meisten und deshalb an den Tisch gehört.