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Produktinformationen "Domaine de Triptyque Chablis 2024 BIO"

Weißwein · Chablis AOC · Chardonnay

100 % Chardonnay Kimmeridge-Mergel Handlese Spontangärung Betontank, 10 % Barrique Bio-zertifiziert seit 2022

Chablis 2024 ist der erste Jahrgang, den Tommy Chevallier vollständig im eigenen Keller in Venoy erzeugt hat – und er fällt in eines der härtesten Weinjahre, die das Chablisien in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Frost Ende April, Hagel ab dem 1. Mai, Regen bis in den September. Geblieben sind kleine Mengen und ein Wein, der genau das zeigt, worauf Chevallier hinarbeitet: Spannung, Säure, Klarheit.


Kimmeridge-Mergel am nördlichen Rand Burgunds

Chablis liegt auf knapp 48 Grad nördlicher Breite, rund hundert Kilometer von der Côte d'Or entfernt und näher an der Champagne als an Beaune. Der Untergrund stammt aus dem Oberjura: Kimmeridge-Mergel, ein Wechsel aus tonigen Mergelbänken und härteren Kalklagen, durchsetzt mit den Schalen der kleinen Auster Exogyra virgula. Der Ton hält Wasser und puffert Trockenphasen ab, der Kalk entwässert und hält die Böden kühl. Auf den Plateaus darüber liegt der jüngere, härtere Portland-Kalk – dort wächst Petit Chablis. Diese geologische Grenze trennt die Appellationen bis heute.

Tommy Chevallier bewirtschaftet rund acht Hektar in Venoy und im Chablisien. Der Betrieb liegt westlich der Appellation, im Auxerrois; die Chablis-Parzellen selbst stehen auf den ton- und kalkhaltigen Böden der Herkunft. Zehn Hektar hat er sich als Obergrenze gesetzt – mehr will er nicht selbst bearbeiten.

Die Arbeit im Weinberg ist auf lange Lebensdauer der Stöcke ausgelegt: Schnitt nach Guyot Poussard zum Schutz der Saftbahnen, mechanische Bodenbearbeitung ohne Herbizide, Pflanzenschutz ausschließlich mit Schwefel und Kupfer, eigene Komposte. Ausgebrochen wird spät – eine Reaktion auf die Spätfröste, die in dieser Breite regelmäßig die Ernte kosten. Entlaubt wird zurückhaltend, damit die Laubwand in Trockenphasen Schatten wirft. Gelesen wird von Hand, was im Chablisien die Ausnahme ist: Der weit überwiegende Teil der Fläche wird maschinell geerntet.

Jahrgang 2024 – Chablis

Ein milder, nasser Winter führte zu frühem Austrieb. In den Nächten zum 22. und 23. April fiel die Temperatur unter null; in den Weinbergen des Chablisien brannten die Frostkerzen. Am 1. Mai folgte ein schwerer Hagelschlag, dem bis Ende Juli weitere kleinere folgten – örtlich sehr unterschiedlich verteilt. Die Juniregen zogen die Blüte über drei Wochen auseinander, entsprechend ungleichmäßig reiften die Trauben später.

Zwischen April und September fielen im Chablisien rund 634 Millimeter Niederschlag – annähernd das Doppelte dessen, was in der Côte Chalonnaise gemessen wurde. Der Druck durch Falschen Mehltau war massiv und traf Betriebe ohne systemische Mittel besonders hart; einzelne Güter gaben ihre Bio-Zertifizierung auf, andere hielten daran fest und ernteten einstellige Hektolitererträge je Hektar. Die Lese verlangte scharfe Selektion.

Was diese Saison hervorbrachte, sind moderate Mostgewichte, schlanke Körper und eine Säure, die man aus den warmen Jahrgängen der letzten Dekade so nicht mehr kannte. Wer Chablis aus den 1990er-Jahren im Gedächtnis hat, findet 2024 näher an dieser Fassung als an 2018 oder 2020. Die Domaine du Triptyque füllte rund 12.000 Flaschen – der erste Jahrgang aus dem eigenen Keller, nachdem 2023 mit etwa 5.000 Flaschen noch in fremder Kellerei entstanden war.

Spontangärung und Ausbau im Betontank

Die Trauben kommen von Hand gelesen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy, einen Holzbau mit Miscanthus-Dämmung und Photovoltaik auf dem Dach. Die alkoholische Gärung läuft mit weinbergseigenen Hefen an, die Schwefelgaben bleiben sehr niedrig, weitere Zusätze verwendet Chevallier nicht.

Der Jahrgang 2024 reifte größtenteils im Betontank – das Material bringt thermische Trägheit und eine geringe Sauerstoffzufuhr, ohne Holzaroma beizusteuern. Ein Zehntel lag in fünfjährigen Barriques, die wenig abgeben und die Textur etwas öffnen. Nach der Assemblage folgten vier Monate im Edelstahltank, gefüllt wurde im November.

Grundsätzlich baut das Gut über zwölf bis achtzehn Monate und in sehr unterschiedlichen Gebinden aus: Edelstahl, Holzfass, Betontank, Betonei, Terrakotta-Amphore. Für 2024 blieb die Linie bewusst schmal – der Jahrgang trug keine lange Reife auf Holz.

Im Glas

Blasses Strohgelb mit grünlichem Rand. Die Nase bleibt kühl und wenig ausladend: Zitronenschale, grüner Apfel, nasser Stein, dahinter eine kreidige Note, wie sie der Kimmeridge-Mergel regelmäßig hervorbringt. Kein Holz, das sich vordrängt.

Am Gaumen schmal gebaut und geradlinig, von einer straffen, gut integrierten Säure getragen. Der Betonausbau gibt eine feine Griffigkeit ohne Fülle, die Barriquefraktion lockert die Mitte gerade so weit, dass der Wein nicht kantig wirkt. Der Abgang ist salzig-mineralisch und länger, als das schlanke Volumen vermuten lässt.

2024 ist Chablis in der Fassung, die es vor der Serie warmer Jahrgänge gab: wenig Volumen, viel Säure, klare Kontur.

Am Tisch

Der klassische Partner ist die Auster – die Säure und die salzige Ader brauchen keine Zitrone daneben. Ebenso passend: rohe Jakobsmuscheln, Ceviche, gegrillte Doraden, Forelle blau. Bei warmen Gerichten funktioniert alles, was nicht mit Sahne arbeitet, etwa Seezunge in brauner Butter oder Zander mit Fenchel.

Zu Käse eher Ziegenfrischkäse aus dem Yonne als gereifte Hartkäse. Serviert bei 10 bis 12 °C; bei zu kalter Temperatur verschließt sich die Aromatik, und die Säure tritt isoliert hervor.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy

Rebsorte 100 % Chardonnay

Lage Parzellen im Chablisien, ton- und kalkhaltige Böden auf Kimmeridge-Mergel

Klassifikation AOC Chablis

Jahrgang 2024

Vinifikation Handlese, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben

Ausbau überwiegend Betontank, 10 % fünfjährige Barriques, danach vier Monate Edelstahl, Füllung im November

Flaschengröße 0,75 l

Trinkreife 2026 bis 2032

Zertifizierung biologischer Anbau, zertifiziert seit 2022, FR-BIO-10

Alkoholgehalt: 12,0
Art: Weiß
Ausbau: trocken
Brennwert / 100 ml: 264kJ/63kcal
Eiweiß / 100 ml: 0g
Fett / 100 ml: 0g
Jahr: 2024
Kohlenhydrate / 100 ml: 0,7 g
Land: Frankreich
Rebsorten: Chardonnay
Region: Burgund
Salz / 100 ml: 0g
Zucker / 100 ml: 0,03 g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml: 0g

Domaine du Triptyque

Domaine du Triptyque – Chablis – Purismus aus Venoy

Tommy Chevallier arbeitete rund zehn Jahre als Ingenieur, bevor er 2015 den Kurs wechselte und den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm. Seit 2018 bewirtschaftet er die Reben, 2023 füllte er den ersten eigenen Jahrgang ab. Sein Chablis steht für einen schlanken, puristischen Stil: frisch, mineralisch, unheimlich sauber und klar in Struktur und Länge.


Vom Ingenieur zum Vigneron

Tommy Chevallier stammt aus dem Yonne, aus einer Familie von Landwirten und Winzern. Nach dem Ingenieurstudium an der Centrale Marseille arbeitete er rund zehn Jahre im Bausektor im Großraum Paris. 2015 entschied er sich für die berufliche Neuorientierung und die Übernahme des elterlichen Betriebs in Venoy – eines Mischbetriebs, in dem Vater und Onkel vor allem Getreide anbauten und der Onkel bereits Wein erzeugte.

2018 stieg er mit 5,5 Hektar Reben ein und begann sofort mit der Umstellung auf biologischen Anbau; die Bio-Zertifizierung erhielt er 2022. Da ihm anfangs jede eigene Technik fehlte, arbeitete er mit einem Partnerbetrieb zusammen, dem Domaine d’Henri in Chablis: Chevallier übernahm die Arbeit im Weinberg und verkaufte die Trauben an die Familie Laroche. Im Gegenzug begleitete ihn das Domaine d’Henri fachlich in den ersten Jahren.

2023 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit: Gründung der Domaine du Triptyque, erster eigener Jahrgang mit rund 5.000 Flaschen, vinifiziert noch in einer fremden Kellerei. Der Jahrgang 2024 war der erste, der im eigenen Keller entstand – rund 12.000 Flaschen.

Der Name verweist auf das dreiteilige Kunstwerk und auf die drei Leitlinien des Betriebs: Natur, Wein und Kunst. Die Etiketten gestalten Künstlerinnen und Künstler im Auftrag des Weinguts.

Weinberge und Arbeit im Weinberg

Heute bewirtschaftet Chevallier rund acht Hektar eigene Rebfläche in Venoy und im Chablisien, auf den ton- und kalkhaltigen Böden der Region. Neun bis zehn Hektar wären möglich, zehn Hektar hat er sich als Obergrenze gesetzt – mehr will er nicht selbst bearbeiten. Dazu kommen die Getreideflächen des Familienbetriebs.

  • Handlese
  • Mechanische Bodenbearbeitung, kein Herbizideinsatz
  • Schnitt nach Guyot Poussard zum Schutz der Saftbahnen und für eine längere Lebensdauer der Rebstöcke
  • Spätes Ausbrechen als Schutz vor Spätfrost
  • Pflanzenschutz ausschließlich mit Schwefel und Kupfer
  • Zurückhaltendes Entlauben, damit die Laubwand bei Trockenheit Schatten gibt
  • Eigene Komposte

Direkt am Weingut steht eine Anlage mit pilzwiderstandsfähigen Neuzüchtungen, mit der Chevallier Feldversuche betreibt. Gepflanzt sind Voltis und Floréal, zwei vom französischen Forschungsinstitut INRAE über vier Jahrzehnte aus Kreuzungen selektierte Sorten. Beide sind gegen Falschen und Echten Mehltau widerstandsfähig und benötigen nach Angaben des Instituts über 90 Prozent weniger Behandlungen.

Keller und Ausbau

Der 2023 fertiggestellte Keller in Venoy ist ein Holzbau, gedämmt mit Miscanthus-Stroh, das Dach trägt eine Photovoltaikanlage für den Eigenstrom.

Im Keller hält Chevallier die Eingriffe gering: alkoholische Gärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben, langer Ausbau über zwölf bis achtzehn Monate in unterschiedlichen Gebinden – Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore. Der Jahrgang 2024 reifte größtenteils im Betontank, ein Zehntel in fünfjährigen Barriques, danach vier Monate im Edelstahltank bis zur Füllung im November.

Das Ergebnis sind Weine mit sehr klarer Struktur und Länge, wie man Chablis in dieser Finesse und Geradlinigkeit selten antrifft.

Die Weine

AOC Petit Chablis

Chardonnay von den höher gelegenen Parzellen, geradlinig und zugig.

AOC Chablis

Der Kernwein des Guts: Zitrus, feuchter Stein, straffe Säure, salzig-mineraliger Abgang.

AOC Chablis, Cuvée Rosette

Parzellenselektion mit längerem Ausbau und mehr Tiefe.

AOC Bourgogne blanc

Chardonnay aus dem Chablisien, früh zugänglich.

In Vorbereitung

Chablis 1er Cru Montmains, Bourgogne rouge aus Pinot Noir sowie ein weißer Vin de France aus Voltis und Floréal.

Häufige Fragen zu Domaine du Triptyque

Wer steht hinter der Domaine du Triptyque?

Tommy Chevallier, gelernter Ingenieur und Quereinsteiger, der 2018 den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm und seit 2023 unter eigenem Namen abfüllt.

Welches ist der erste Jahrgang?

Der Jahrgang 2023 mit rund 5.000 Flaschen, noch in fremder Kellerei erzeugt. 2024 war der erste Jahrgang aus dem eigenen Keller, mit rund 12.000 Flaschen.

Ist das Weingut bio-zertifiziert?

Ja. Die Umstellung begann 2018 mit der Betriebsübernahme, die Bio-Zertifizierung liegt seit 2022 vor.

Wie groß ist das Weingut?

Rund acht Hektar eigene Rebfläche. Chevallier will höchstens zehn Hektar bewirtschaften.

Was sind Voltis und Floréal?

Zwei pilzwiderstandsfähige weiße Neuzüchtungen des INRAE. Chevallier hat sie am Weingut gepflanzt und testet sie im Feldversuch; ein Wein daraus ist in Vorbereitung.

Wie schmecken die Weine?

Schlank und puristisch: frisch, mineralisch, sauber und klar in Struktur und Länge, mit moderatem Alkohol um zwölf Volumenprozent.

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers:
Domaine du Triptyque
12 Rue de Courgis
89290 Venoy
Bourgogne, Frankreich

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Detailbeschreibung

Weißwein · Chablis AOC · Chardonnay

100 % Chardonnay Kimmeridge-Mergel Handlese Spontangärung Betontank, 10 % Barrique Bio-zertifiziert seit 2022

Chablis 2024 ist der erste Jahrgang, den Tommy Chevallier vollständig im eigenen Keller in Venoy erzeugt hat – und er fällt in eines der härtesten Weinjahre, die das Chablisien in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Frost Ende April, Hagel ab dem 1. Mai, Regen bis in den September. Geblieben sind kleine Mengen und ein Wein, der genau das zeigt, worauf Chevallier hinarbeitet: Spannung, Säure, Klarheit.


Kimmeridge-Mergel am nördlichen Rand Burgunds

Chablis liegt auf knapp 48 Grad nördlicher Breite, rund hundert Kilometer von der Côte d'Or entfernt und näher an der Champagne als an Beaune. Der Untergrund stammt aus dem Oberjura: Kimmeridge-Mergel, ein Wechsel aus tonigen Mergelbänken und härteren Kalklagen, durchsetzt mit den Schalen der kleinen Auster Exogyra virgula. Der Ton hält Wasser und puffert Trockenphasen ab, der Kalk entwässert und hält die Böden kühl. Auf den Plateaus darüber liegt der jüngere, härtere Portland-Kalk – dort wächst Petit Chablis. Diese geologische Grenze trennt die Appellationen bis heute.

Tommy Chevallier bewirtschaftet rund acht Hektar in Venoy und im Chablisien. Der Betrieb liegt westlich der Appellation, im Auxerrois; die Chablis-Parzellen selbst stehen auf den ton- und kalkhaltigen Böden der Herkunft. Zehn Hektar hat er sich als Obergrenze gesetzt – mehr will er nicht selbst bearbeiten.

Die Arbeit im Weinberg ist auf lange Lebensdauer der Stöcke ausgelegt: Schnitt nach Guyot Poussard zum Schutz der Saftbahnen, mechanische Bodenbearbeitung ohne Herbizide, Pflanzenschutz ausschließlich mit Schwefel und Kupfer, eigene Komposte. Ausgebrochen wird spät – eine Reaktion auf die Spätfröste, die in dieser Breite regelmäßig die Ernte kosten. Entlaubt wird zurückhaltend, damit die Laubwand in Trockenphasen Schatten wirft. Gelesen wird von Hand, was im Chablisien die Ausnahme ist: Der weit überwiegende Teil der Fläche wird maschinell geerntet.

Jahrgang 2024 – Chablis

Ein milder, nasser Winter führte zu frühem Austrieb. In den Nächten zum 22. und 23. April fiel die Temperatur unter null; in den Weinbergen des Chablisien brannten die Frostkerzen. Am 1. Mai folgte ein schwerer Hagelschlag, dem bis Ende Juli weitere kleinere folgten – örtlich sehr unterschiedlich verteilt. Die Juniregen zogen die Blüte über drei Wochen auseinander, entsprechend ungleichmäßig reiften die Trauben später.

Zwischen April und September fielen im Chablisien rund 634 Millimeter Niederschlag – annähernd das Doppelte dessen, was in der Côte Chalonnaise gemessen wurde. Der Druck durch Falschen Mehltau war massiv und traf Betriebe ohne systemische Mittel besonders hart; einzelne Güter gaben ihre Bio-Zertifizierung auf, andere hielten daran fest und ernteten einstellige Hektolitererträge je Hektar. Die Lese verlangte scharfe Selektion.

Was diese Saison hervorbrachte, sind moderate Mostgewichte, schlanke Körper und eine Säure, die man aus den warmen Jahrgängen der letzten Dekade so nicht mehr kannte. Wer Chablis aus den 1990er-Jahren im Gedächtnis hat, findet 2024 näher an dieser Fassung als an 2018 oder 2020. Die Domaine du Triptyque füllte rund 12.000 Flaschen – der erste Jahrgang aus dem eigenen Keller, nachdem 2023 mit etwa 5.000 Flaschen noch in fremder Kellerei entstanden war.

Spontangärung und Ausbau im Betontank

Die Trauben kommen von Hand gelesen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy, einen Holzbau mit Miscanthus-Dämmung und Photovoltaik auf dem Dach. Die alkoholische Gärung läuft mit weinbergseigenen Hefen an, die Schwefelgaben bleiben sehr niedrig, weitere Zusätze verwendet Chevallier nicht.

Der Jahrgang 2024 reifte größtenteils im Betontank – das Material bringt thermische Trägheit und eine geringe Sauerstoffzufuhr, ohne Holzaroma beizusteuern. Ein Zehntel lag in fünfjährigen Barriques, die wenig abgeben und die Textur etwas öffnen. Nach der Assemblage folgten vier Monate im Edelstahltank, gefüllt wurde im November.

Grundsätzlich baut das Gut über zwölf bis achtzehn Monate und in sehr unterschiedlichen Gebinden aus: Edelstahl, Holzfass, Betontank, Betonei, Terrakotta-Amphore. Für 2024 blieb die Linie bewusst schmal – der Jahrgang trug keine lange Reife auf Holz.

Im Glas

Blasses Strohgelb mit grünlichem Rand. Die Nase bleibt kühl und wenig ausladend: Zitronenschale, grüner Apfel, nasser Stein, dahinter eine kreidige Note, wie sie der Kimmeridge-Mergel regelmäßig hervorbringt. Kein Holz, das sich vordrängt.

Am Gaumen schmal gebaut und geradlinig, von einer straffen, gut integrierten Säure getragen. Der Betonausbau gibt eine feine Griffigkeit ohne Fülle, die Barriquefraktion lockert die Mitte gerade so weit, dass der Wein nicht kantig wirkt. Der Abgang ist salzig-mineralisch und länger, als das schlanke Volumen vermuten lässt.

2024 ist Chablis in der Fassung, die es vor der Serie warmer Jahrgänge gab: wenig Volumen, viel Säure, klare Kontur.

Am Tisch

Der klassische Partner ist die Auster – die Säure und die salzige Ader brauchen keine Zitrone daneben. Ebenso passend: rohe Jakobsmuscheln, Ceviche, gegrillte Doraden, Forelle blau. Bei warmen Gerichten funktioniert alles, was nicht mit Sahne arbeitet, etwa Seezunge in brauner Butter oder Zander mit Fenchel.

Zu Käse eher Ziegenfrischkäse aus dem Yonne als gereifte Hartkäse. Serviert bei 10 bis 12 °C; bei zu kalter Temperatur verschließt sich die Aromatik, und die Säure tritt isoliert hervor.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy

Rebsorte 100 % Chardonnay

Lage Parzellen im Chablisien, ton- und kalkhaltige Böden auf Kimmeridge-Mergel

Klassifikation AOC Chablis

Jahrgang 2024

Vinifikation Handlese, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben

Ausbau überwiegend Betontank, 10 % fünfjährige Barriques, danach vier Monate Edelstahl, Füllung im November

Flaschengröße 0,75 l

Trinkreife 2026 bis 2032

Zertifizierung biologischer Anbau, zertifiziert seit 2022, FR-BIO-10

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Domaine du Triptyque

Domaine du Triptyque – Chablis – Purismus aus Venoy

Tommy Chevallier arbeitete rund zehn Jahre als Ingenieur, bevor er 2015 den Kurs wechselte und den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm. Seit 2018 bewirtschaftet er die Reben, 2023 füllte er den ersten eigenen Jahrgang ab. Sein Chablis steht für einen schlanken, puristischen Stil: frisch, mineralisch, unheimlich sauber und klar in Struktur und Länge.

Steckbrief

Artikelnr.
SW11991
Jahr
2024
Land
Frankreich
Region
Burgund
Art
Weiß
Ausbau
trocken
Rebsorten
Chardonnay
Alkoholgehalt
12,0% vol
Brennwert / 100 ml
264kJ/63kcal
Eiweiß / 100 ml
0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml
0g
Kohlenhydrate / 100 ml
0,7 g
Fett / 100 ml
0g
Zucker / 100 ml
0,03 g
Salz / 100 ml
0g
Inhaltsangaben

Zutaten: Trauben, Anreicherung/Süßung (Zucker), Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel (Sulfite)

ZurRebsorte

Chardonnay

Die Chardonnay Traube ist zweifellos eine der bedeutendsten weißen Rebsorten weltweit. Mit einer weiten Verbreitung in verschiedenen Weinbauregionen und einer bemerkenswerten Vielfalt hat der Chardonnay eine einzigartige Präsenz in der Welt des Weins.

Chardonnay ist eine der angesehensten weißen Rebsorten weltweit, stammt ursprünlich aus dem Burgund und findet sich in praktisch allen bedeutenden Weinbauländern. Große Weißweine aus dem Burgund, wie die berühmten Montrachet und Meursault, werden aus Chardonnay-Trauben gekeltert. Selbst in der anspruchsvollen Champagne spielt er eine Schlüsselrolle.

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Domaine de Triptyque Chablis 2024 BIO

29,95 €

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