Detailbeschreibung
Champagner · Vallée de la Marne · Blanc de Noirs · Extra Brut
Lointier Causica Blanc de Noirs Extra Brut 2020 ist ein Winzerchampagner aus 100 % Meunier von den ältesten Reben des kleinen Guts von Hélène und Jean-Baptiste Lointier im westlichen Vallée de la Marne. Zur Hälfte im gebrauchten Barrique aus Holz des eigenen Waldes, zur Hälfte in der Amphore ausgebaut, ohne malolaktische Gärung, Schönung und Filtration. Ein fruchtbetonter, cremiger Meunier mit präziser Säure und feiner Würze.
Westliches Vallée de la Marne – Meunier auf braunem Kalkstein und Ton
Jean-Baptiste Lointier stieg 2007 in den Familienbetrieb ein und übernahm 2016 eigene Parzellen. Gemeinsam mit Hélène Lointier bewirtschaftet er rund drei Hektar im westlichen Vallée de la Marne an der Grenze zum Département Aisne, mit Keller in Crézancy und Reben um Brasles. Nur ein kleiner Teil der Trauben geht in die eigenen Champagner: Das Paar füllt im Jahr nur rund 3.000 bis 5.000 Flaschen.
Die Böden bestehen aus braunem Kalkstein und Ton. Im Weinberg verzichten die Lointiers auf Herbizide und Insektizide. Meunier ist hier die prägende Rebsorte: Er treibt spät aus und reift früh, was ihn in den kühlen, frostgefährdeten Lagen des westlichen Marnetals zuverlässig macht. Der Ton gibt ihm Fülle und saftige Frucht, der Kalk die frische Säure.
Jean-Baptiste ist Imker aus Leidenschaft, alle Cuvées tragen den Namen einer Bienenart. „Causica“ ist eine Unterart der Honigbiene, deren Behaarung an die filzigen, fast weißlich behaarten Blätter des Meunier erinnert – die Rebsorte verdankt dem Mehlstaub-Aussehen ihrer Blätter auch ihren Namen.
Ernte 2020 – Champagne
Das Jahr begann mit dem nassesten Februar, der je in der Champagne gemessen wurde. Ab Mitte März setzten Wärme und Trockenheit ein, die Reben trieben 16 Tage früher aus als im Zehnjahresmittel und hielten diesen Vorsprung bis zur Lese.
In den frühesten Lagen begann die Lese am 17. August – so früh wie nie zuvor in der Geschichte der Champagne. Der Höchstertrag war auf 8.000 Kilogramm je Hektar begrenzt, die Trauben waren fast überall gesund. 2020 ist ein warmer, reifer Jahrgang. Der Verzicht auf die malolaktische Gärung bewahrt dem Meunier trotzdem die frische Apfelsäure.
Barrique aus dem eigenen Wald und Amphore
Reinsortig aus 100 % Meunier von den ältesten Meunier-Reben des Guts, aus der Ernte 2020. Die Hälfte des Grundweins reift in gebrauchten Barriques, gefertigt aus Holz des eigenen Waldes, die andere Hälfte in Amphoren – jeweils elf Monate. Das Holz gibt Textur, die Amphore lässt den Wein atmen, ohne Holzaromen einzubringen.
Die Lointiers verzichten auf malolaktische Gärung, Schönung und Filtration und schwefeln so wenig wie möglich. Nach der Flaschengärung liegt der Champagner mindestens 22 Monate auf der Hefe und wird minimal als Extra Brut dosiert.
Im Glas
Blasses Kupfergold mit feiner, beständiger Perlage. In der Nase reifer Apfel, ein Hauch Zitrus und florale Töne, dazu Gebäck und weißer Pfirsich, unterlegt von einer rauchig-würzigen Note aus Fass und Amphore. Am Gaumen cremig und zugleich straff: Die nicht abgebaute Säure zieht den Wein, feine rote Beeren geben Saft. Der Abgang ist lang und griffig.
Alter Meunier aus dem westlichen Marnetal, halb Fass aus dem eigenen Wald, halb Amphore, ohne Malo: Frucht und Würze mit straffer Linie.
Bei 8–10 °C in einem Weißweinglas servieren.
Am Tisch
Als charaktervoller Aperitif oder zu Austern und Meeresfrüchten, Fisch, Geflügel und feinem Fingerfood. Die rote Frucht trägt auch zu Charcuterie und Pilzgerichten.