Detailbeschreibung
Sekt · Pfalz · Riesling Brut Nature
Christmann & Kauffmann Gimmeldinger Biengarten Riesling Brut Nature 2020 ist ein Lagen-Winzersekt aus der Reihe „Les Grands Terroirs": Riesling aus der Ersten Lage Biengarten auf Kalkmergel, spontan im Holz vergoren, 46 Monate auf der Hefe gereift und ohne Dosage degorgiert. Gereift, tief und salzig – ein Sekt, der an den Tisch gehört.
Gimmeldinger Biengarten – Riesling auf Kalkmergel
Die Mittelhaardt ist das Herz der Pfalz: ein schmaler Streifen am Fuß des Pfälzerwalds, geschützt vor Westwind und Regen, mit einem der wärmsten und trockensten Klimata Deutschlands. Gimmeldingen liegt an ihrem Südende, oberhalb von Neustadt. Der Biengarten ist eine geschützte, etwas wärmere Terrassenlage zwischen Gimmeldingen und Königsbach und als Erste Lage eingestuft.
Der Boden ist ungewöhnlich für die Pfalz, wo sonst Buntsandstein dominiert: Die Reben wurzeln auf tertiärem Kalkmergel, an manchen Stellen bricht der Kalkstein bis an die Oberfläche durch. Kalk gibt Riesling eine andere Statur als Sandstein – mehr Spannung, mehr Salz, eine festere Säurestruktur. Für einen Sekt, der ganz ohne Dosage auskommen soll, ist genau diese Säure die Voraussetzung.
Das Sektgut Christmann & Kauffmann ist eine Zusammenarbeit zweier Namen: Steffen Christmann, der das Weingut A. Christmann in Gimmeldingen führt, und Mathieu Kauffmann, der zuvor lange als Kellermeister in der Champagne gearbeitet hat. Die Reihe „Les Grands Terroirs" bringt Einzellagen-Sekte aus den Lagen des Weinguts.
Jahrgang 2020 – Pfalz
Das Jahr 2020 war in der Pfalz warm und trocken. Nach einem milden Winter setzte der Austrieb früh ein, der Sommer brachte lange Trockenphasen und hohe Temperaturen. Die Reben auf wasserhaltenden Kalkböden kamen besser durch als auf leichten, sandigen Standorten.
Für Sektgrundweine wird in einem solchen Jahr früh gelesen, um Säure und niedrige Mostgewichte zu sichern – lange vor der Lese für Stillweine. Das Lesegut war gesund. Die Wärme des Jahres zeigt sich im Sekt als reife, vielschichtige Frucht; die frühe Lese und der Kalk halten die Frische.
Holzausbau, 46 Monate Hefe, keine Dosage
Reinsortig aus Riesling. Der Grundwein wurde spontan vergoren und bis Juni 2021 im Holz ausgebaut. Das Fass gibt dem Grundwein Textur und einen leichten Sauerstoffkontakt, der Riesling runder und weiniger macht, bevor er in die Flasche kommt.
Nach der Flaschengärung reifte der Sekt 46 Monate auf der Hefe – fast viermal so lange wie für einen Jahrgangs-Champagner vorgeschrieben. Die Autolyse der Hefe liefert Brioche-, Nuss- und Karamellnoten und eine cremige Perlage. Degorgiert wurde im April 2025, ohne Dosage: Als Brut Nature steht nichts zwischen der Säure des Rieslings und dem Kalk der Lage.
Im Glas
Kräftiges Gold mit feiner Perlage. In der Nase Zitrus, Apfelkompott, Brioche und Haselnuss, dazu Kreide, Salz und ein Hauch Salzkaramell. Am Gaumen druckvoll und zugleich fein, mit saftiger Frische und einem sehr langen, vielschichtigen Finale.
Riesling auf Kalk, fast vier Jahre auf der Hefe und keine Dosage: Tiefe ohne Süße, Salz statt Zucker.
Bei 8–10 °C in großen Gläsern servieren, nicht in der Flöte. Etwas Luft öffnet die Hefearomen. Trinkreif, mit Reserve für einige Jahre.
Am Tisch
Als Aperitif ebenso wie als Speisenbegleiter. Passt zu Austern und Meeresfrüchten, edlem Fisch, Geflügel, Kalb und gereiftem Hartkäse – besonders zu Jakobsmuscheln mit brauner Butter, Pfälzer Saumagen und altem Comté.