Detailbeschreibung
Weißwein · Auxey-Duresses · Chardonnay
Der Pierre Vincent Auxey-Duresses Les Hautés 2023 stammt aus einer hochgelegenen Lage direkt an der Grenze zu Meursault – kühl und kalkreich. Ein schlanker, klarer Chardonnay mit salzig-kalkigem Unterton, erzeugt von einem Winzer, der zuvor die Domaine de la Vougeraie und die Domaine Leflaive geleitet hat. Die Auflage liegt bei 828 Flaschen.
Les Hautés – kühle Höhenlage an der Grenze zu Meursault
Auxey-Duresses liegt in der Côte de Beaune in einem Seitental, das von Meursault aus nach Westen in die Hügel Richtung Saint-Romain führt. Der Ort steht im Schatten seines berühmten Nachbarn, teilt mit ihm aber die Geologie: Kalkstein und Mergel des mittleren Jura. Weil die Lagen etwas höher und kühler liegen als in Meursault, reifen die Trauben langsamer – die Weine sind schlanker und straffer, dafür oft von großer Präzision.
Les Hautés zeigt das besonders deutlich. Die Lage liegt hoch am Hang, direkt an der Gemeindegrenze zu Meursault, auf flachgründigem, kalkreichem Boden. Höhe und Kühle halten die Säure hoch und verzögern die Reife; der Kalk gibt dem Chardonnay die salzig-kreidige Note, die man im Glas wiederfindet. In warmen Jahren sind solche Lagen das, was die großen Namen der Hangmitte nicht mehr liefern können: Frische.
Pierre Vincent leitete lange die Domaine de la Vougeraie und danach die Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. Seit dem Jahrgang 2023 füllt er Weine unter eigenem Namen, in kleinen Mengen und mit zurückhaltender Kellerarbeit.
Jahrgang 2023 – Côte de Beaune
2023 war für die weißen Burgunder ein großzügiges Jahr. Nach einem milden Winter und einem kühlen, feuchten Frühjahr verlief die Blüte Anfang Juni fast ohne Verluste; die Reben setzten sehr viele Trauben an. Wer den Ertrag nicht begrenzte, bekam verdünnte Weine – die Qualität hing an der Arbeit im Weinberg.
Ende August trieb eine Hitzewelle die Reife voran, Regen Mitte September brachte kurz vor der Lese Entspannung. Das Lesegut war gesund und aromatisch. Hohe, kühle Lagen wie Les Hautés profitierten am meisten: Die Wärme des Jahres brachte reife Frucht, die Höhe hielt die Säure – daher der schlanke, klare Charakter trotz des warmen Jahres.
Zurückhaltender Ausbau
Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Ausgebaut wird handwerklich und zurückhaltend, mit geringem Anteil neuen Holzes. Bei einer so kühlen, straffen Lage ist das die konsequente Wahl: Viel neues Holz würde Vanille und Röstaromen über eine Frucht legen, die von ihrer Klarheit lebt. Gebrauchte Fässer geben stattdessen nur einen langsamen Sauerstoffkontakt, der die Säure rundet.
Die Auflage ist mit 828 Flaschen sehr klein.
Im Glas
Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Birne, grüne Melone, Zitrus und weiße Blüten. Am Gaumen schlank und seidig, mit straffer, klarer Säure und einem deutlich salzig-kalkigen Unterton. Eher leicht als füllig – ein Chardonnay, der über Transparenz wirkt statt über Kraft.
Eine kühle Lage in einem warmen Jahr: Les Hautés liefert die Frische, die weiter unten am Hang fehlt.
Bei 11–13 °C servieren. Jung zugänglich, mit Reserve für einige Jahre.
Am Tisch
Zu gebratenem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Kalb in heller Sauce oder mittelreifem Hartkäse. Die salzige Frische passt besonders zu Austern, Jakobsmuscheln und Forelle mit Mandelbutter.