Detailbeschreibung
Sekt · Pfalz · Rosé · Lagensekt · Brut Nature
Der Christmann & Kauffmann Gimmeldinger Kapellenberg Spätburgunder Rosé 2021 ist ein Lagensekt aus Spätburgunder, gepflanzt 1990 auf Lösslehm über Kalk im Kapellenberg von Gimmeldingen. Der Grundwein gärte spontan im Holzfass, der Sekt lag 43 Monate auf der Hefe und wurde im November 2025 ohne Dosage degorgiert. Der kühle Jahrgang 2021 gibt ihm hohe Säure und eine straffe Linie.
Gimmeldinger Kapellenberg – Spätburgunder auf Löss und Kalk
Gimmeldingen liegt an der Mittelhaardt, nördlich von Neustadt an der Weinstraße, am Fuß des Pfälzerwalds. Der Kapellenberg erstreckt sich östlich des Ortes als sanft geneigter Hang nach Ostsüdost. Der Boden besteht aus Lösslehm über Kalkstein: Der Löss speichert Wasser, der Kalk hält die Säure – für Sektgrundwein eine gute Kombination.
Die Spätburgunder-Reben wurden 1990 gepflanzt. Die Ostausrichtung hält die Trauben kühler als reine Südlagen und bewahrt Frische. Gelesen wurde 2021 am 20. September.
Das Sektgut Christmann & Kauffmann wurde 2019 in Gimmeldingen gegründet: von Steffen Christmann, seiner Tochter Sophie Christmann und Mathieu Kauffmann, der viele Jahre Chef de Cave bei Bollinger in der Champagne war. Im selben Sommer erwarb die Familie Christmann rund 12 Hektar Weinberge in Gimmeldingen. Die Weinberge sind Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-003.
Jahrgang 2021 – Pfalz
2021 begann nach einem kühlen Frühjahr mit einem späten Austrieb und einer späten Blüte. Frühjahr und Sommer blieben feucht und eher kühl, der Druck durch Peronospora war hoch, vielerorts waren die Böden so aufgeweicht, dass Traktoren kaum fahren konnten. Die Erträge lagen 20 bis 30 % unter dem langjährigen Mittel.
Ab Mitte September blieb es weitgehend trocken bei kühlen Temperaturen. Die lange Vegetationszeit brachte viel Aroma und eine hohe, präsente Säure – für Stillweine eine Herausforderung, für Sektgrundwein ideal.
Spontan im Holz, 43 Monate auf der Hefe
Die Trauben wurden am 20. September 2021 von Hand gelesen und schonend gepresst. Der Grundwein gärte spontan im gebrauchten Holzfass und reifte dort bis zur Füllung.
Im Mai 2022 wurde er für die klassische Flaschengärung auf die Flasche gezogen. Nach 43 Monaten auf der Hefe wurde der Sekt im November 2025 degorgiert und ohne Dosage als Brut Nature verschlossen; der Restzucker liegt bei nur 0,3 g/l.
Im Glas
Helles Lachsrosa mit feiner Perlage. In der Nase Walderdbeere, Himbeere und Hagebutte, dazu Blutorange, Brioche und eine kreidige Note. Am Gaumen straff und knochentrocken, die Säure des kühlen Jahrgangs gibt Zug, die lange Hefelagerung eine cremige Textur. Der Abgang ist salzig, fruchtig und lang.
Spätburgunder von 1990 auf Löss über Kalk, spontan im Holz vergoren und 43 Monate auf der Hefe: Rosé-Sekt ohne Dosage aus dem säurereichen Jahr 2021.
Wir empfehlen, ihn bei rund 8 °C im Weißweinglas statt in der Flöte zu servieren. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2035.
Am Tisch
Zu Lachs, Thunfisch-Tatar, Garnelen, Entenbrust und Kalbsbries. Aus der Pfalz: Forelle aus dem Pfälzerwald oder Spargel mit Schinken. Auch zu Erdbeeren mit wenig Zucker oder einem jungen Ziegenkäse.