Detailbeschreibung
Sekt · Pfalz · Burgunder-Cuvée · Brut Nature
Der Christmann & Kauffmann Cuvée No. 205 Brut Nature ist die fünfte Burgunder-Cuvée des Sektguts aus Gimmeldingen: Chardonnay, Weißburgunder und Spätburgunder aus Gimmeldingen, Mußbach und Ruppertsberg, geprägt von der Ernte 2022. Der Grundwein gärte spontan im Holzfass, der Sekt lag 30 Monate auf der Hefe und wurde im November 2025 ohne Dosage degorgiert.
Gimmeldingen, Mußbach, Ruppertsberg – Kalk und Buntsandstein an der Haardt
Die Trauben stammen aus Lagen in Gimmeldingen, Mußbach und Ruppertsberg an der Mittelhaardt. Die Böden sind eine Mischung aus Kalk und Buntsandstein, die Hänge nach Ostsüdost ausgerichtet. Die Morgensonne und die kühleren Nachmittage halten die Säure in den Trauben. Die Reben wurden zwischen 1987 und 2018 gepflanzt.
Die Cuvées des Hauses sind nummeriert: Die 100er-Serie steht für Riesling, die 200er-Serie für Burgundersorten. Jede neue Tirage, geprägt von einem Jahrgang, bekommt die nächste Nummer – No. 205 ist die fünfte Burgunder-Cuvée.
Das Sektgut Christmann & Kauffmann wurde 2019 in Gimmeldingen gegründet: von Steffen Christmann, seiner Tochter Sophie Christmann und Mathieu Kauffmann, der viele Jahre Chef de Cave bei Bollinger in der Champagne war. Die Flaschen reifen in einem alten, kühlen Sandsteinkeller. Die Weinberge sind Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-003.
Ernte 2022 – Pfalz
2022 brachte der Pfalz einen der heißesten Sommer der letzten Jahre. Die Blüte kam früh, die Beeren entwickelten sich gleichmäßig, bevor die Hitze ihren Höhepunkt erreichte. Juli und August waren sehr trocken, gerade junge Reben litten unter Wassermangel. Der lang ersehnte Regen kam pünktlich zur Lese, teils heftig und lokal als Starkregen.
Für Sektgrundwein wurde früh gelesen, um die Säure zu sichern: zwischen dem 25. August und 6. September 2022. Die Pfalz erntete rund 2,3 Millionen Hektoliter, etwa 4 % über dem langjährigen Mittel, mit überwiegend kerngesunden Trauben. Die Säure lag niedriger als 2021, die Weine wirken reif und klar.
Spontan im Holzfass, 30 Monate auf der Hefe
Die Cuvée besteht aus Chardonnay, Weißburgunder und Spätburgunder der Ernte 2022. Die Trauben werden schonend gepresst, der Grundwein gärt spontan im Holzfass und reift dort bis zur Füllung.
Im Mai 2023 wurde er für die klassische Flaschengärung auf die Flasche gezogen. Nach 30 Monaten auf der Hefe wurde der Sekt im November 2025 degorgiert und ohne Dosage als Brut Nature verschlossen.
Im Glas
Hellgold mit feiner Perlage. In der Nase rote Beeren wie Hagebutte und Johannisbeere, dazu weißer Pfirsich und eine feine Tee-Note – zurückhaltend und präzise. Am Gaumen cremig mit etwas Schmelz, dabei kraftvoll. Mineralik gibt Tiefe und Struktur, die Säure bleibt im Hintergrund. Mit etwas Luft wird er voller und trinkt sich leicht.
Chardonnay, Weiß- und Spätburgunder von Kalk und Buntsandstein, spontan im Holz vergoren und ohne Dosage: Pfälzer Burgunder-Sekt mit Schmelz.
Wir empfehlen, ihn bei 8–10 °C im Weißweinglas statt in der Flöte zu servieren. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2030.
Am Tisch
Als Aperitif, zu Austern, Jakobsmuscheln, gebratenem Zander, Hühnerfrikassee und Pilzrisotto. Aus der Pfalz: Flammkuchen oder Spargel mit Sauce hollandaise.