Detailbeschreibung
Sekt · Pfalz · Burgunder-Cuvée · Brut Nature
Der Christmann & Kauffmann Cuvée No. 204 Brut Nature ist die vierte Burgunder-Cuvée des Sektguts aus Gimmeldingen: 50 % Spätburgunder, 25 % Chardonnay und 25 % Weißburgunder der Ernte 2021 aus Gimmeldingen, Königsbach und Mußbach. Der Sekt lag 31 Monate auf der Hefe und wurde im November 2024 ohne Dosage degorgiert. Der kühle Jahrgang gibt ihm hohe, präsente Säure.
Gimmeldingen, Königsbach, Mußbach – Kalk und Buntsandstein an der Haardt
Die Trauben stammen aus Lagen in Gimmeldingen, Königsbach und Mußbach an der Mittelhaardt, nördlich von Neustadt an der Weinstraße. Die Böden sind steinig, eine Mischung aus Kalk und Buntsandstein. Ein Teil der Reben ist über 30 Jahre alt.
Die Cuvées des Hauses sind nummeriert: Die 100er-Serie steht für Riesling, die 200er-Serie für Burgundersorten. Jede neue Tirage, geprägt von einem Jahrgang, bekommt die nächste Nummer – No. 204 ist die vierte Burgunder-Cuvée.
Das Sektgut Christmann & Kauffmann wurde 2019 in Gimmeldingen gegründet: von Steffen Christmann, seiner Tochter Sophie Christmann und Mathieu Kauffmann, der viele Jahre Chef de Cave bei Bollinger in der Champagne war. Die Flaschen reifen in einem alten, kühlen Sandsteinkeller. Die Weinberge sind Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-003.
Ernte 2021 – Pfalz
2021 begann nach einem kühlen Frühjahr mit einem späten Austrieb und einer späten Blüte. Frühjahr und Sommer blieben feucht und eher kühl, der Druck durch Peronospora war hoch, vielerorts waren die Böden so aufgeweicht, dass Traktoren kaum fahren konnten. Die Erträge lagen 20 bis 30 % unter dem langjährigen Mittel.
Ab Mitte September blieb es weitgehend trocken bei kühlen Temperaturen. Gelesen wurde für die No. 204 vom 13. bis 22. September 2021. Die lange Vegetationszeit brachte viel Aroma und eine hohe, präsente Säure – für Stillweine eine Herausforderung, für Sektgrundwein ideal.
Drei Burgundersorten, 31 Monate auf der Hefe
Die Cuvée besteht zu 50 % aus Spätburgunder, zu 25 % aus Chardonnay und zu 25 % aus Weißburgunder. Spätburgunder gibt Struktur und rote Frucht, Chardonnay Spannung, Weißburgunder Schmelz. Die Trauben werden schonend gepresst; die Grundweine gären spontan im Holzfass.
Im Mai 2022 wurde die Cuvée für die klassische Flaschengärung auf die Flasche gezogen. Nach 31 Monaten auf der Hefe wurde der Sekt im November 2024 degorgiert und ohne Dosage als Brut Nature verschlossen.
Im Glas
Hellgold mit feiner Perlage. In der Nase reife Quitte, Apfelschale und Brioche, dazu eine kräuterige Note. Am Gaumen mit feinem Mousseux, die Säure des kühlen Jahrgangs gibt Zug, der Spätburgunder Tiefe. Der Abgang ist salzig und klar.
Spätburgunder, Chardonnay und Weißburgunder von Kalk und Buntsandstein, 31 Monate auf der Hefe und ohne Dosage: Pfälzer Burgunder-Sekt aus dem säurereichen Jahr 2021.
Wir empfehlen, ihn bei 8–10 °C im Weißweinglas statt in der Flöte zu servieren. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2030.
Am Tisch
Als Aperitif, zu Austern, Jakobsmuscheln, gebratenem Zander, Hühnerfrikassee und Pilzrisotto. Aus der Pfalz: Flammkuchen oder Spargel mit Sauce hollandaise.