Detailbeschreibung
Sekt · Pfalz · Riesling · Brut Nature
Der Christmann & Kauffmann Cuvée No. 105 Brut Nature ist die fünfte Riesling-Cuvée des Sektguts aus Gimmeldingen. Die Trauben der Ernte 2022 stammen aus Gimmeldingen und Königsbach an der Mittelhaardt, der Grundwein gärte spontan im Holzfass, der Sekt lag 35 Monate auf der Hefe und wurde im März 2026 ohne Dosage degorgiert.
Gimmeldingen und Königsbach – Kalk und Sandstein an der Haardt
Die Trauben stammen aus Gimmeldingen und Königsbach an der Mittelhaardt, nördlich von Neustadt an der Weinstraße. Die Böden bestehen aus Kalk und Sandstein, die Hänge sind nach Ostsüdost ausgerichtet. Die Ostexposition hält die Trauben kühler als reine Südlagen und bewahrt die Säure – eine Voraussetzung für Sektgrundwein. Die Riesling-Reben wurden zwischen 1995 und 2014 gepflanzt.
Die Cuvées des Hauses sind nummeriert: Die 100er-Serie steht für Riesling, die 200er-Serie für Burgundersorten. Jede neue Tirage, geprägt von einem Jahrgang, bekommt die nächste Nummer – No. 105 ist die fünfte Riesling-Cuvée.
Das Sektgut Christmann & Kauffmann wurde 2019 in Gimmeldingen gegründet: von Steffen Christmann, seiner Tochter Sophie Christmann und Mathieu Kauffmann, der viele Jahre Chef de Cave bei Bollinger in der Champagne war. Die Flaschen reifen in einem alten, kühlen Sandsteinkeller. Die Weinberge sind Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-003.
Ernte 2022 – Pfalz
2022 brachte der Pfalz einen der heißesten Sommer der letzten Jahre. Die Blüte kam früh, die Beeren entwickelten sich gleichmäßig. Starker Regen Ende Juni füllte die Wasserreserven, die Böden hielten die Feuchtigkeit gut. Juli und August waren sehr trocken; der lang ersehnte Regen kam pünktlich zur Lese, teils heftig.
Für den Sekt wurde früh gelesen, um die Säure zu sichern: zwischen dem 31. August und 9. September 2022. Die Pfalz erntete rund 2,3 Millionen Hektoliter, etwa 4 % über dem Mittel, mit überwiegend kerngesunden Trauben. Die Säure lag niedriger als 2021, die Weine wirken reif und klar.
Spontan im Holzfass, 35 Monate auf der Hefe
Reinsortig aus Riesling. Die Trauben werden schonend gepresst, der Grundwein gärt spontan im Holzfass und reift dort bis zur Füllung.
Im Mai 2023 wurde er für die klassische Flaschengärung auf die Flasche gezogen. Nach 35 Monaten auf der Hefe wurde der Sekt im März 2026 degorgiert und ohne Dosage als Brut Nature verschlossen.
Im Glas
Hellgold mit feiner Perlage. In der Nase roter Apfel, reifes Steinobst, Stachelbeere und weiße Johannisbeere, dazu Holunderblüte. Am Gaumen cremig, mit feinem Mousseux, einer leicht salzigen Note und präsenter Säure. Im Abgang geröstete Brioche.
Riesling von Kalk und Sandstein, spontan im Holz vergoren und 35 Monate auf der Hefe, ohne Dosage: Pfälzer Riesling in Sektform.
Wir empfehlen, ihn bei 8–10 °C im Weißweinglas statt in der Flöte zu servieren. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2030.
Am Tisch
Als Aperitif oder zu Austern und Meeresfrüchten, gebratenem Fisch, Sushi, Geflügel und feinem Fingerfood. Aus der Pfalz: Forelle aus dem Pfälzerwald oder Flammkuchen.