Detailbeschreibung
Winzersekt · Pfalz · Blanc et Noir
Der Weingut Andres 1215 Blanc et Noir brut ist ein Pfälzer Winzersekt aus Weißburgunder und Spätburgunder. Der Name „1215" steht für den Dezember 2015 – den Einstieg von Michael und Thomas Andres ins elterliche Weingut und damit den Start einer neuen Zeitrechnung. Der Grundwein vergärt spontan im großen Holzfass, versektet wird nach traditioneller Flaschengärung.
Deidesheim an der Mittelhaardt
Das Weingut Andres liegt in Deidesheim, mitten in der Mittelhaardt – jenem Abschnitt der Pfalz zwischen Kallstadt und Ruppertsberg, der die bekanntesten Lagen des Anbaugebiets stellt. Die Brüder Michael und Thomas Andres übernahmen den Familienbetrieb Ende 2015 in dritter Generation und bewirtschaften rund 15 Hektar rund um den Ort, mit viel Handarbeit im Weinberg.
Geologisch prägen Löss und Buntsandsteinverwitterung die Lagen. Der Löss speichert Wasser und gibt den Weinen Fülle, der verwitterte Buntsandstein ist warm, leicht und durchlässig – auf ihm reifen die Burgundersorten früh und behalten dennoch Säure. Klimatisch ist die Mittelhaardt eine der wärmsten Weinbauzonen Deutschlands: Das Haardtgebirge schirmt nach Westen ab, der Rheingraben liefert Wärme.
Für Sekt ist genau das eine Herausforderung. Grundweine brauchen Säure und moderate Reife, nicht Fülle – deshalb werden die Trauben deutlich früher gelesen als für Stillwein. Weißburgunder liefert dabei die geradlinige Zitrusachse, Spätburgunder, weiß gekeltert, Körper und eine feine rotbeerige Note. Diese Kombination ist in der Pfalz für Sekt naheliegender als Riesling, weil die Burgunder bei früher Lese weniger kantig ausfallen.
Spontangärung im Holzfass und traditionelle Flaschengärung
Sekt (brut) aus einer Cuvée von Weißburgunder und Spätburgunder – daher der Name „Blanc et Noir". Die erste Gärung erfolgt spontan mit den weinbergseigenen Hefen, und zwar im großen Holzfass: Das Fass gibt bei dieser Größe kaum Aroma ab, sorgt aber für einen minimalen Sauerstoffzutritt, der dem Grundwein Textur gibt, bevor er überhaupt zur zweiten Gärung kommt.
Versektet wird nach der traditionellen Flaschengärung: Die zweite Gärung läuft in derselben Flasche, die später verkauft wird, anschließend reift der Sekt auf der Hefe. Diese Zeit liefert die feine, cremige Perlage und die Brioche-Note – der entscheidende Unterschied zum tankvergorenen Schaumwein. Die Geschmacksrichtung ist brut, also trocken dosiert.
Im Glas
Glänzendes Goldgelb mit fein aufsteigender, eleganter Perlage. In der Nase helle Frucht nach Apfel und Birne, dazu zarte Zitrus- und Brioche-Anklänge aus der Hefereife und ein feiner Hauch roter Beeren vom Spätburgunder. Am Gaumen frisch und strukturiert, mit cremiger Perlage, klarer Frucht und trockenem, zupackendem Finish.
Spontan im großen Holzfass vergoren, danach traditionelle Flaschengärung: zwei Entscheidungen, die man im Schmelz schmeckt.
Bei 8–10 °C servieren, in großen Gläsern statt in der Sektflöte. Nach einigen Minuten im Glas treten Hefe- und Briochenoten deutlicher hervor. Jung zu trinken oder über die nächsten Jahre hinweg.
Am Tisch
Als Aperitif, zu Vorspeisen und Fingerfood, zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch sowie zu mildem Käse. Der Spätburgunder-Anteil und der Holzfassausbau tragen auch Herzhaftes: Flammkuchen, Saumagen vom Blech, gebratene Pilze.