Detailbeschreibung
Schaumwein · Méthode Rurale · Gelber Muskateller
Der Tement Ancestral Gelber Muskateller Méthode Rurale Brut Nature 2022 ist ein Schaumwein nach der ältesten Methode überhaupt: Der Most gärt einmal, und zwar zu Ende in der Flasche – ohne zweite Gärung, ohne Zucker- oder Hefezugabe. Familie Tement aus Ehrenhausen setzt dafür auf Gelben Muskateller aus den Steillagen der Südsteiermark. Das Ergebnis: duftig in der Nase, knochentrocken am Gaumen.
Steillagen um Ehrenhausen – Muskateller auf Kalk
Die Trauben stammen aus Steillagen der Südsteiermark rund um Ehrenhausen, dem Stammsitz der Familie Tement an der Grenze zu Slowenien. Die Böden sind kalkhaltig, im Untergrund liegt hier vielerorts Korallenkalk aus dem einstigen Urmeer des Steirischen Beckens.
Gelber Muskateller ist eine der ältesten Rebsorten Europas und in der Steiermark seit Jahrhunderten heimisch. Auf Kalk und in den kühlen Nächten der Hügellagen behält er seine Säure; sein Duft nach Holunder und Muskat bleibt dabei klar statt schwer. Für einen Schaumwein ist das die ideale Kombination: Aroma ohne Süße.
Das Familienweingut Tement wird von Armin und Stefan Tement geführt und hat die Südsteiermark mit seinen Lagen auf der Zieregg international bekannt gemacht. Die Weinberge sind Bio-zertifiziert, AT-BIO-402.
Jahrgang 2022 – Steiermark
2022 begann wie ein Trockenjahr. Vereinzelte Regenfälle linderten die Lage, kamen aber nicht immer zur richtigen Zeit. Der Sommer war heiß und trocken; kurz vor der Hauptlese brachte Regen den Reben einen letzten Reifeschub, verlangte aber schnelles Arbeiten im Weinberg.
Österreichweit wurden rund 2,5 Millionen Hektoliter geerntet, leicht über dem langjährigen Mittel von 2,4 Millionen. Die Steiermark brachte harmonische Weißweine mit feiner Frucht; die Säure lag etwas niedriger als in den beiden Vorjahren. Für einen Schaumwein ohne Dosage bedeutet das: reife Frucht, weich eingebundene Säure.
Méthode Rurale – eine Gärung, in der Flasche vollendet
Der Ancestral ist ein reinsortiger Gelber Muskateller aus dem Jahrgang 2022. Der Most gärt spontan mit den eigenen Hefen. Noch bevor die Gärung abgeschlossen ist, wird er auf Flaschen gefüllt. Dort vergärt der restliche Traubenzucker, die entstehende Kohlensäure bleibt im Wein gebunden.
Anders als bei Champagner oder Sekt gibt es keine zweite Gärung und keine Fülldosage aus Zucker und Hefe. Nach langer Lagerung auf der Hefe in der Flasche wird der Wein degorgiert und als Brut Nature ohne Dosage verschlossen. Gefüllt wird er unfiltriert.
Im Glas
Hellgelb, leicht trüb, mit feiner Perlage. In der Nase Holunderblüte, Muskatnuss, Zitronenschale und grüne Traube, dazu ein Hauch Hefe und Brotteig. Am Gaumen schlank und knochentrocken – das Aroma lässt Süße erwarten, die nicht kommt. Die Kohlensäure ist sanfter als bei klassischem Sekt, der Abgang frisch und würzig.
Gelber Muskateller aus der Südsteiermark, spontan vergoren und in der Flasche fertig gegoren, ohne Dosage: Duft wie Muskateller, Trockenheit wie Brut Nature.
Wir empfehlen, ihn gut gekühlt bei 6–8 °C zu servieren. Ein leichter Hefesatz ist normal. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2027.
Am Tisch
Als Aperitif, zu steirischer Brettljause, Kernöl-Eierspeise, Spargel, Frühlingsrollen und Sommerrollen mit Kräutern. Auch zu leicht scharfer asiatischer Küche oder einem frischen Ziegenkäse.