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Produktinformationen "Matsu La Jefa blanco 2022"

Weißwein · D.O. Toro · Malvasía castellana

D.O. Toro Malvasía castellana Reben 50–150 Jahre Handlese Spontangärung 14 Monate 600-l-Fass

Matsu La Jefa 2022 ist der einzige Weißwein von Bodega Matsu, dem Toro-Projekt der Vintae-Gruppe. Er stammt von weißen Einzelstöcken, die verstreut zwischen alten Tinta-de-Toro-Reben stehen. Die ältesten sind bis zu 150 Jahre alt und wurzeln in Sand. Der Most gärt mit eigenen Hefen im neuen 600-Liter-Fass und bleibt dort 14 Monate auf der Feinhefe.


Weiße Altreben im Rotweinland Toro

Toro am Duero, zwischen Zamora und Valladolid, gilt als Rotweingebiet. Die Tinta de Toro dominiert mit großem Abstand. Bei der Lese 2023 kamen über 20 Millionen Kilo Tinta de Toro in die Keller, von der Malvasía castellana nur rund 699.000 Kilo. Reine Weißweinparzellen gibt es kaum. Deshalb sammelt Matsu für La Jefa einzelne weiße Stöcke, die in alten Rotweinweinbergen mitgepflanzt wurden. Das Alter dieser Reben liegt zwischen 50 und 150 Jahren. Ein Teil davon ist wurzelecht und stammt aus der Zeit vor der Reblaus.

Dass es solche Stöcke noch gibt, liegt am Boden. Die Weinberge liegen auf 600 bis 750 Metern Höhe auf kargen, sandigen Böden mit hohem Anteil an Granitgeröll. Im lockeren Sand kann sich die Reblaus schlecht ausbreiten. Die Reben stehen traditionell als freistehende Buschreben (en vaso) ohne Drahtrahmen. Das Klima ist streng kontinental. Es fallen nur 350 bis 400 mm Regen im Jahr, die Winter sind frostig, die Sommer heiß, und die Nächte kühlen stark ab. Pilzdruck ist in dieser Trockenheit gering. Behandlungen im Weinberg bleiben deshalb die Ausnahme, gearbeitet wird von Hand nach toresanischer Tradition.

Die Malvasía castellana ist mit der Malvasía aus dem Mittelmeerraum nicht verwandt. Ampelographisch entspricht sie der nordwestspanischen Doña Blanca. Die Sorte bringt wenig Primäraroma, aber Körper und Extrakt mit. Ihre Stärke zeigt sie im Holzausbau und bei langem Hefekontakt.

Jahrgang 2022 – Toro

2022 war in Spanien ein Extremjahr mit sechs Hitzewellen und anhaltender Dürre. In Toro unterbrachen die Reben im Hochsommer kurz ihr Wachstum. Der Kontrollrat rechnete zunächst mit einem Mengenverlust von rund 20 Prozent. Im September kam die Wende: Regen und fallende Temperaturen ließen die Trauben gleichmäßig ausreifen. Das Lesegut war völlig gesund.

Matsu las die Trauben für La Jefa vom 12. bis 14. September 2022 von Hand. Die D.O. Toro schloss den Jahrgang mit 24.648.572 Kilo Trauben ab. Das ist ein Rekord, 5,35 Prozent über 2021 und deutlich über dem Mittel der Vorjahre von 19,1 Millionen Kilo. Bei der offiziellen Jahrgangsbewertung auf der Feria del Vino de Toro 2023 stuften mehr als 50 Verkoster 2022 als „Excelente" ein.

Maischestandzeit, Spontangärung, Bocoy

Die ganzen Trauben liegen vier Stunden mit den Schalen im Most. So gehen Phenole und Gerbstoffe über, die dem Wein später Griff geben. Danach wird schonend gepresst. Der Most klärt ohne Schönungsmittel über statisches Absetzen. Die Gärung startet spontan mit den Hefen aus Weinberg und Keller. Sie läuft in neuen, leicht getoasteten Fässern aus französischer Eiche mit 600 Litern Inhalt, in Spanien „Bocoy" genannt.

Im Verhältnis zum Volumen hat ein 600-Liter-Fass deutlich weniger Holzfläche als eine Barrique mit 225 Litern. Der Wein nimmt dadurch Textur und Würze auf, ohne dass die Eiche den Charakter übernimmt. Im selben Fass reift La Jefa 14 Monate auf der Feinhefe. Der Name der Bodega kommt aus dem Japanischen: Matsu heißt „warten". Vintae gründete das Projekt 2005 mit den Rotweinen El Pícaro, El Recio und El Viejo, die für Jugend, Reife und Alter stehen. La Jefa kam mit dem Jahrgang 2018 hinzu. Der Wein ist den Frauen gewidmet, die in Toro seit Generationen die Weinberge bewirtschaften. Das Etikettenfoto stammt von der Modefotografin Bèla Adler.

Im Glas

Die Bodega beschreibt La Jefa als strohgelb mit grauem Schimmer. In der Nase zeigen sich reifes Kernobst, Vanille aus dem Fass, cremige Noten und ein Hauch Anis. Am Gaumen ist der Wein dicht und glyzerinreich, die Säure hält ihn im Gleichgewicht. (Verkostungsnotiz: Bodega Matsu.)

Sandboden und Altreben geben Dichte, die kühlen Septembernächte 2022 die Frische, 14 Monate Feinhefe den Schmelz.

Die vier Stunden Schalenkontakt bringen einen feinen Gerbstoffzug, der den breiten Körper strafft. Das Granitgeröll zeigt sich als leicht herbe, steinige Note im Abgang. Der späte Septemberregen hat die Säure bewahrt, die in Hitzejahren oft verloren geht. So ist La Jefa üppig, aber nicht schwer.

Am Tisch

La Jefa braucht Speisen mit Fett und Röstaromen. In Toro passt gereifter Queso Zamorano aus Schafmilch. Außerdem gut: Kalbsbries in brauner Butter, Stubenküken aus dem Ofen, Seeteufel mit Beurre blanc oder ein Pilzrisotto mit Parmesan. Auch zu Bacalao al pil-pil hält er mit. Am besten bei 10 bis 12 °C in einem großen Burgunderglas servieren. Eine halbe Stunde Luft vorab öffnet Frucht und Holz.


Erzeuger: Bodega Matsu (Vintae), Toro, Zamora
Lage: Einzelstöcke weißer Sorten in alten Rotweinweinbergen der D.O. Toro, 50–150 Jahre, teils wurzelecht
Jahrgang: 2022, Handlese 12.–14. September
Vinifikation: 4 Stunden Maischestandzeit, schonende Pressung, statische Vorklärung, Spontangärung mit eigenen Hefen im neuen 600-l-Fass
Ausbau: 14 Monate auf der Feinhefe in neuen 600-l-Bocoyes aus französischer Eiche, leicht getoastet; Handarbeit im Weinberg, minimale Intervention
Boden: Karger Sand mit hohem Anteil an Granitgeröll
Alkoholgehalt: 12,50
Art: Weiß
Ausbau: trocken
Jahr: 2022
Land: Spanien
Rebsorten: andere Rebsorten, Malvasia
Region: Toro

Matsu

Bodega Matsu – Toro, Spanien – Handwerklicher Toro von uralten Reben

Die Bodega Matsu ist ein herausragendes Beispiel für die neuen, ambitionierten Weinprojekte der geschichtsträchtigen D.O. Toro. Mit Respekt vor Natur und Tradition bewirtschaftet Matsu alte Weinberge, deren Rebstöcke 90 bis über 100 Jahre alt sind. Aus diesen alten Reben der Sorte Tinta de Toro – einem Klon der Tempranillo – entstehen kraftvolle, ausdrucksstarke Weine von wilder, tintiger und authentischer Natur.


Philosophie & Stil

Der Name Matsu bedeutet im Japanischen „hoffen" und „warten" – das spiegelt sich in der sorgfältigen Weinbergspflege, der minimalen Einmischung im Keller und der handwerklichen Ausrichtung wider. Diese Arbeit von Hand im Einklang mit den zyklischen Rhythmen der Erde bringt Weine hervor, die ihr Terroir widerspiegeln und eine außergewöhnliche Lager- und Entwicklungsfähigkeit besitzen. Hinter Matsu steht die riojanische Familie Arambarri, die in Toro neue Qualitätsmaßstäbe setzen will.

Die Weine

  • El Pícaro (Juventud) – Die „Jugend": frisch, fruchtbetont und saftig von jüngeren Reben.
  • El Recio (Madurez) – Die „Reife": kräftiger und strukturierter, mit Barriqueausbau.
  • El Viejo (Vejez) – Das „Alter": die konzentrierte Spitze von den ältesten Reben.
  • La Jefa – Der charaktervolle Weißwein des Hauses (Malvasía).

Häufige Fragen zu Bodega Matsu

Wo liegt das Weingut?

In der D.O. Toro in Kastilien-León (Provinz Zamora), Spanien.

Was bedeutet „Matsu"?

Im Japanischen „warten" bzw. „hoffen" – ein Sinnbild für Geduld, Hingabe und das Reifen der Weine.

Wofür stehen El Pícaro, El Recio und El Viejo?

Für Jugend, Reife und Alter – gestaffelt nach dem Alter der Reben und dem Ausbau; die Etiketten zeigen drei Generationen.

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers:
Bodegas Matsu
R.E. 5326-ZA
Toro
Spanien


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Detailbeschreibung

Weißwein · D.O. Toro · Malvasía castellana

D.O. Toro Malvasía castellana Reben 50–150 Jahre Handlese Spontangärung 14 Monate 600-l-Fass

Matsu La Jefa 2022 ist der einzige Weißwein von Bodega Matsu, dem Toro-Projekt der Vintae-Gruppe. Er stammt von weißen Einzelstöcken, die verstreut zwischen alten Tinta-de-Toro-Reben stehen. Die ältesten sind bis zu 150 Jahre alt und wurzeln in Sand. Der Most gärt mit eigenen Hefen im neuen 600-Liter-Fass und bleibt dort 14 Monate auf der Feinhefe.


Weiße Altreben im Rotweinland Toro

Toro am Duero, zwischen Zamora und Valladolid, gilt als Rotweingebiet. Die Tinta de Toro dominiert mit großem Abstand. Bei der Lese 2023 kamen über 20 Millionen Kilo Tinta de Toro in die Keller, von der Malvasía castellana nur rund 699.000 Kilo. Reine Weißweinparzellen gibt es kaum. Deshalb sammelt Matsu für La Jefa einzelne weiße Stöcke, die in alten Rotweinweinbergen mitgepflanzt wurden. Das Alter dieser Reben liegt zwischen 50 und 150 Jahren. Ein Teil davon ist wurzelecht und stammt aus der Zeit vor der Reblaus.

Dass es solche Stöcke noch gibt, liegt am Boden. Die Weinberge liegen auf 600 bis 750 Metern Höhe auf kargen, sandigen Böden mit hohem Anteil an Granitgeröll. Im lockeren Sand kann sich die Reblaus schlecht ausbreiten. Die Reben stehen traditionell als freistehende Buschreben (en vaso) ohne Drahtrahmen. Das Klima ist streng kontinental. Es fallen nur 350 bis 400 mm Regen im Jahr, die Winter sind frostig, die Sommer heiß, und die Nächte kühlen stark ab. Pilzdruck ist in dieser Trockenheit gering. Behandlungen im Weinberg bleiben deshalb die Ausnahme, gearbeitet wird von Hand nach toresanischer Tradition.

Die Malvasía castellana ist mit der Malvasía aus dem Mittelmeerraum nicht verwandt. Ampelographisch entspricht sie der nordwestspanischen Doña Blanca. Die Sorte bringt wenig Primäraroma, aber Körper und Extrakt mit. Ihre Stärke zeigt sie im Holzausbau und bei langem Hefekontakt.

Jahrgang 2022 – Toro

2022 war in Spanien ein Extremjahr mit sechs Hitzewellen und anhaltender Dürre. In Toro unterbrachen die Reben im Hochsommer kurz ihr Wachstum. Der Kontrollrat rechnete zunächst mit einem Mengenverlust von rund 20 Prozent. Im September kam die Wende: Regen und fallende Temperaturen ließen die Trauben gleichmäßig ausreifen. Das Lesegut war völlig gesund.

Matsu las die Trauben für La Jefa vom 12. bis 14. September 2022 von Hand. Die D.O. Toro schloss den Jahrgang mit 24.648.572 Kilo Trauben ab. Das ist ein Rekord, 5,35 Prozent über 2021 und deutlich über dem Mittel der Vorjahre von 19,1 Millionen Kilo. Bei der offiziellen Jahrgangsbewertung auf der Feria del Vino de Toro 2023 stuften mehr als 50 Verkoster 2022 als „Excelente" ein.

Maischestandzeit, Spontangärung, Bocoy

Die ganzen Trauben liegen vier Stunden mit den Schalen im Most. So gehen Phenole und Gerbstoffe über, die dem Wein später Griff geben. Danach wird schonend gepresst. Der Most klärt ohne Schönungsmittel über statisches Absetzen. Die Gärung startet spontan mit den Hefen aus Weinberg und Keller. Sie läuft in neuen, leicht getoasteten Fässern aus französischer Eiche mit 600 Litern Inhalt, in Spanien „Bocoy" genannt.

Im Verhältnis zum Volumen hat ein 600-Liter-Fass deutlich weniger Holzfläche als eine Barrique mit 225 Litern. Der Wein nimmt dadurch Textur und Würze auf, ohne dass die Eiche den Charakter übernimmt. Im selben Fass reift La Jefa 14 Monate auf der Feinhefe. Der Name der Bodega kommt aus dem Japanischen: Matsu heißt „warten". Vintae gründete das Projekt 2005 mit den Rotweinen El Pícaro, El Recio und El Viejo, die für Jugend, Reife und Alter stehen. La Jefa kam mit dem Jahrgang 2018 hinzu. Der Wein ist den Frauen gewidmet, die in Toro seit Generationen die Weinberge bewirtschaften. Das Etikettenfoto stammt von der Modefotografin Bèla Adler.

Im Glas

Die Bodega beschreibt La Jefa als strohgelb mit grauem Schimmer. In der Nase zeigen sich reifes Kernobst, Vanille aus dem Fass, cremige Noten und ein Hauch Anis. Am Gaumen ist der Wein dicht und glyzerinreich, die Säure hält ihn im Gleichgewicht. (Verkostungsnotiz: Bodega Matsu.)

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Die vier Stunden Schalenkontakt bringen einen feinen Gerbstoffzug, der den breiten Körper strafft. Das Granitgeröll zeigt sich als leicht herbe, steinige Note im Abgang. Der späte Septemberregen hat die Säure bewahrt, die in Hitzejahren oft verloren geht. So ist La Jefa üppig, aber nicht schwer.

Am Tisch

La Jefa braucht Speisen mit Fett und Röstaromen. In Toro passt gereifter Queso Zamorano aus Schafmilch. Außerdem gut: Kalbsbries in brauner Butter, Stubenküken aus dem Ofen, Seeteufel mit Beurre blanc oder ein Pilzrisotto mit Parmesan. Auch zu Bacalao al pil-pil hält er mit. Am besten bei 10 bis 12 °C in einem großen Burgunderglas servieren. Eine halbe Stunde Luft vorab öffnet Frucht und Holz.


Erzeuger: Bodega Matsu (Vintae), Toro, Zamora
Lage: Einzelstöcke weißer Sorten in alten Rotweinweinbergen der D.O. Toro, 50–150 Jahre, teils wurzelecht
Jahrgang: 2022, Handlese 12.–14. September
Vinifikation: 4 Stunden Maischestandzeit, schonende Pressung, statische Vorklärung, Spontangärung mit eigenen Hefen im neuen 600-l-Fass
Ausbau: 14 Monate auf der Feinhefe in neuen 600-l-Bocoyes aus französischer Eiche, leicht getoastet; Handarbeit im Weinberg, minimale Intervention
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Matsu

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Bodega Matsu – Toro, Spanien – Handwerklicher Toro von uralten Reben

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Steckbrief

Artikelnr.
SW11938
Jahr
2022
Land
Spanien
Region
Toro
Art
Weiß
Ausbau
trocken
Rebsorten
Malvasia, andere Rebsorten
Alkoholgehalt
12,50% vol
Inhaltsangaben

enthält Sulfite

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Matsu La Jefa blanco 2022

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