Detailbeschreibung
Rotwein · DOCa Rioja · Tempranillo
Der Macán 2021 ist der Spitzenwein der Bodegas Benjamin de Rothschild & Vega Sicilia, dem gemeinsamen Rioja-Projekt von Tempos Vega Sicilia und der Familie Rothschild. Tempranillo aus den ältesten Parzellen der Sonsierra, mit einem Prozent Graciano, spontan vergoren und in neuen Barriques, großen Foudres und Holzgärständern gereift. Ein vollmundiger Rotwein mit dunkler Frucht, Extrakt und langem Abgang aus einem kühlen, langen Rioja-Herbst.
Sonsierra – Kalk und gelber Ton am Fuß der Sierra de Cantabria
Die Bodega entstand 2004 als Partnerschaft von Tempos Vega Sicilia und der Compañía Vinícola Barón Edmond de Rothschild. Fünf Jahre lang untersuchten beide Häuser Böden und kauften Weinberge, bevor 2009 der erste Jahrgang entstand. Das Modell folgt Bordeaux: Macán ist der erste Wein, Macán Clásico der zweite. Seit 2016 arbeitet das Projekt in einer eigenen Kellerei nordöstlich von Samaniego in der Rioja Alavesa – drei getrennte Gebäude für Weinbereitung, Ausbau und Versand.
Der Großteil der rund 100 Hektar Weinberge liegt in San Vicente de la Sonsierra in der Rioja Alta, an den Südhängen der Sierra de Cantabria. Die Einwohner des Ortes werden „Macanes“ genannt – daher der Name des Weins. Die Sonsierra ist ein Gebiet mit jahrhundertealter Weinbautradition, geschützt von der Bergkette im Norden und geprägt von einem kühleren, atlantisch beeinflussten Klima als der Südosten der Rioja.
Für Macán verwendet das Team die ältesten Reben auf kalkhaltigen Böden mit gelbem Ton. Die tiefer gelegenen Parzellen fließen in den Macán Clásico. Seit dem Jahrgang 2020 hat die Bodega Macán neu ausgerichtet: mit weiteren Parzellen und, neben Tempranillo, kleinen Anteilen anderer Rioja-Sorten.
Jahrgang 2021 – Rioja
2021 brachte in der Rioja überdurchschnittliche Niederschläge und ein mildes Frühjahr. Mitte Juni traf ein Hagelschlag rund sieben Hektar der Weinberge des Guts, der übrige Bestand blieb verschont. Ende August zeigten einige Weinberge der Region leichten Wasserstress. Ein etwas regenreicherer September erhöhte das Beerengewicht, ohne die Gesundheit der Trauben zu gefährden. In der später reifenden Rioja Alta wirkte sich der Regen weniger aus als in früheren Zonen.
Der Oktober brachte ideale Reifebedingungen bei stabiler, milder Witterung. In der gesamten DOCa zog sich die Lese vom 25. August bis zum 6. November, mit dem Höhepunkt am 2. Oktober. Das lange Lesefenster erlaubte eine phenolische Reife ohne Beschleunigung und eine gezielte Selektion. Der Consejo Regulador bewertete 2021 nach über 5.000 analysierten Proben als „Muy Buena“ – ein Jahrgang, der Reife mit Frische verbindet.
Assemblage und Ausbau
Der Jahrgang 2021 besteht aus 99 % Tempranillo und 1 % Graciano. Vergoren wurde ausschließlich mit autochthonen Hefen.
Der Ausbau lief in zwei Stufen: 12 Monate zur Hälfte in neuen Barriques, zur anderen Hälfte in Foudres mit 4.000 Litern. Danach reifte der Wein weitere 6 Monate in Holzgärständern mit 20.000 Litern. Die großen Formate nehmen dem neuen Holz die Dominanz und lassen Frucht und Tannin zusammenwachsen. Abgefüllt wurde im August 2023, insgesamt 112.755 Flaschen und 3.354 Magnums.
Im Glas
Tiefes Kirschrot. In der Nase viel dunkle Beerenfrucht und Kirsche, dazu dunkle Schokolade und leichte Kokosnoten aus dem Fass. Am Gaumen sehr vollmundig und extraktreich, mit fast likörartiger Dichte, wieder viel Frucht, einem Hauch Mokka und reifen Kirschen. Das Tannin ist reichlich, der Abgang noch etwas kantig, aber präsent und sehr lang.
Alte Tempranillo-Reben der Sonsierra, Barrique und Foudre: dunkle Frucht, Schokolade und Extrakt mit einem Abgang, der noch Zeit braucht.
Jung bereits beeindruckend in der Dichte, gewinnt mit Flaschenreife an Harmonie. Eine bis zwei Stunden im Dekanter öffnen den Wein. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Lammkoteletts vom Rebholz, Chuletón vom Rind, geschmortes Wild, Iberico-Schwein und gereifter Hartkäse wie Idiazabal oder Manchego. Ein Wein für den großen Braten.