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Domaine Armand Rousseau

Domaine Armand Rousseau – Gevrey-Chambertin, Burgund – Grand Crus aus Pinot Noir

Armand Rousseau erbte 1902, mit 18 Jahren, die ersten Rebparzellen in Gevrey-Chambertin. Durch seine Heirat 1909 kamen weitere Weinberge hinzu, dazu Keller und Cuverie im ältesten Teil des Dorfes, am Fuß der Kirche aus dem 13. Jahrhundert – bis heute der Sitz der Domaine. Zunächst verkaufte er offenen Wein an Händler der Region, kaufte dann Parzellen in Charmes-Chambertin, Clos de la Roche und Chambertin und füllte seine besten Crus, unterstützt von Raymond Baudoin, dem Gründer der Revue du Vin de France, selbst ab. Nach dem Ende der Prohibition lieferte er bereits in die USA. Sein Sohn Charles übernahm 1959 sechs Hektar und baute vor allem den Grand-Cru-Besitz aus; heute führen Enkel Eric Rousseau (seit 1982 im Betrieb) und Urenkelin Cyrielle (seit 2014) die Domaine in dritter und vierter Generation.

Liebe Weinfreunde, die Weine der Domaine Armand Rousseau sind rar und werden nur in Kleinstmengen zugeteilt – daher bieten wir sie im Online-Shop nur auf Anfrage und ohne Preisangabe an. Bei Interesse senden Sie uns bitte eine Mail an info@weine-feinkost.de; bei Verfügbarkeit machen wir Ihnen sehr gerne ein Angebot.


Stil & Ausbau

Die Domaine bewirtschaftet 15,33 Hektar in Gevrey-Chambertin und Morey-Saint-Denis: 3 Hektar Village, 3,77 Hektar Premier Cru und 8,51 Hektar Grand Cru – mehr als die Hälfte der Fläche liegt also in Grand-Cru-Lagen. Angebaut wird ausschließlich Pinot Noir, im Schnitt 40 bis 45 Jahre alt, mit 11.000 Stöcken je Hektar im einfachen Guyot-Schnitt. Eric Rousseau führte Grünlese, Entblätterung und mechanische Bodenbearbeitung ohne Insektizide ein; die Erträge liegen bei 30 bis 40 Hektolitern je Hektar. Im Keller hat sich seit den ersten Jahrgängen wenig verändert: Gärung in offenen Edelstahltanks über 18 bis 20 Tage, junge und alte Reben in einer Cuvée, dann 18 Monate Fassreife mit zwei Abstichen und Füllung meist im April. Der einzige Unterschied zwischen den Weinen ist der Anteil neuen Holzes – im Mittel 100 Prozent für Chambertin und Clos de Bèze, 70 bis 80 Prozent für den Clos Saint-Jacques, 30 Prozent für den Clos des Ruchottes, alle übrigen Weine reifen in bereits einmal belegten Fässern. Rund 63.000 Flaschen in elf Weinen entstehen im Jahr, etwa drei Viertel gehen in rund 30 Länder.

Die Weine

  • Chambertin Grand Cru – 2,55 Hektar in drei Parzellen mit Ostexposition und der Parzelle Larrey am Waldrand, teils mit dem Pferd bearbeitet; Ausbau im neuen Holz.
  • Chambertin-Clos de Bèze Grand Cru – 1,42 Hektar, unter Charles Rousseau erworben; wie der Chambertin im Mittel zu 100 Prozent in neuen Fässern ausgebaut.
  • Ruchottes-Chambertin Clos des Ruchottes Grand Cru – 1,06 Hektar im Alleinbesitz (Monopol) der Domaine, ebenfalls eine Erwerbung von Charles Rousseau.
  • Clos de la Roche Grand Cru – 1,48 Hektar in Morey-Saint-Denis, die einzige Lage außerhalb von Gevrey; Parzellen von 1920/21 und 1975.
  • Charmes-Chambertin und Mazy-Chambertin Grand Cru – 1,47 Hektar Charmes (einschließlich Mazoyères, als Charmes-Chambertin abgefüllt) und 0,53 Hektar in Mazy-Bas.
  • Gevrey-Chambertin 1er Cru Clos Saint-Jacques – 2,21 Hektar, auf den Namen von Charles Rousseau erworben; Ausbau zu 70 bis 80 Prozent in neuen Fässern.
  • Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaut Saint-Jacques und Les Cazetiers – 0,76 Hektar in zwei Parzellen am Eingang der Combe Lavaux sowie 0,60 Hektar Cazetiers.
  • Gevrey-Chambertin Clos du Château und Village – Der Clos du Château (1,36 Hektar, Monopol) gehört seit 2012 zur Domaine; der Village-Wein stammt aus mehreren Lieux-dits, ergänzt um deklassierte Premier-Cru-Trauben.

Häufige Fragen zu Domaine Armand Rousseau

Wo liegt die Domaine?

Im ältesten Teil von Gevrey-Chambertin an der Côte de Nuits, am Fuß der Dorfkirche. Die Weinberge liegen in Gevrey-Chambertin und im Nachbardorf Morey-Saint-Denis.

Welche Weine erzeugt Rousseau?

Elf Weine, alle aus Pinot Noir: sechs Grand Crus von Chambertin bis Clos de la Roche, drei Premiers Crus sowie zwei Gevrey-Chambertin-Village-Weine.

Warum sind die Weine so selten?

Die Domaine erzeugt im Schnitt nur rund 63.000 Flaschen im Jahr, etwa drei Viertel davon gehen in den Export. Der Handel erhält die Weine nur in kleinen Zuteilungen.

Wer führt die Domaine heute?

Eric Rousseau, Enkel des Gründers, gemeinsam mit seiner Tochter Cyrielle, die nach Stationen in Oregon, Australien und Neuseeland 2014 zurückkehrte.

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers:
Domaine Armand Rousseau
1, Rue de l'Aumônerie
21220 Gevrey-Chambertin
Frankreich


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Detailbeschreibung

Rotwein · Grand Cru · Morey-Saint-Denis · Côte de Nuits

100 % Pinot Noir Clos de la Roche Grand Cru 2023 1,48 ha in zwei Parzellen Kalk des Mittleren Jura 18 Monate · gebrauchte Fässer

Der Domaine Armand Rousseau Clos de la Roche Grand Cru 2023 ist der einzige Wein der Domaine, der nicht aus Gevrey-Chambertin stammt. Der Clos de la Roche liegt im Nachbardorf Morey-Saint-Denis und gehört zu den ältesten Besitzungen der Familie: Armand Rousseau erwarb die erste Parzelle schon 1920/21. Steinig, straff und kraftvoll ist dieser Grand Cru – im Jahrgang 2023 mit dunkler Frucht und viel Spannung unter der Oberfläche.


Clos de la Roche – der Fels von Morey-Saint-Denis

Der Clos de la Roche ist der größte Grand Cru von Morey-Saint-Denis und liegt am Nordrand des Dorfes, unweit der Grands Crus von Gevrey-Chambertin. Die Domaine gibt die Fläche mit 16,84 Hektar an, andere Quellen nennen rund 16,9 Hektar. Als Grand Cru anerkannt wurde die Lage 1936. Ihren Namen verdankt sie dem Gestein: Unter kaum 30 Zentimetern Erde liegen große Felsblöcke.

Rousseau besitzt 1,48 Hektar in zwei Parzellen, nach Osten ausgerichtet. Die erste kam 1920/21 in den Besitz der Familie, die zweite 1975 unter Charles Rousseau. Die Reben stehen auf Kalk- und Ton-Kalk-Böden des Mittleren Jura; die dünne Auflage zwingt die Wurzeln früh in den zerklüfteten Fels. Die Domaine beschreibt den Wein als mineralisch und kraftvoll, lang am Gaumen, mit großer Dichte und einer gewissen Festigkeit.

Im Sortiment steht der Clos de la Roche zwischen den beiden Polen des Hauses: weniger opulent als Chambertin und Clos de Bèze, aber dunkler und fester als Charmes- oder Mazy-Chambertin. Gerade in warmen Jahren bringt der felsige Untergrund eine kühle, straffe Struktur in den Wein.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Burgund erlebte 2023 eines seiner wärmsten Jahre, noch etwas wärmer als 2022. Ein regenreicher März füllte die Wasserspeicher, der April blieb kühl und lichtarm. Am 11. Mai ging über einzelnen Parzellen in Morey-Saint-Denis und Chambolle-Musigny Hagel nieder, ohne größere Schäden. Ende Mai blühten die ersten Reben an der Côte d'Or, die Blüte verlief schnell. Auf den zweitwärmsten Juni in Frankreich seit 1900 folgten Gewitter, eine kühle erste Augustwoche und vom 18. bis 24. August Hitze von 35 bis 36 °C. Der August lag insgesamt rund 20 Prozent über dem Temperaturmittel.

Ein sehr großer Fruchtansatz verlangte konsequentes Ausdünnen: Rousseau nahm im Sommer etwa die Hälfte der Trauben heraus. Die Lese begann auf der Domaine am 7. September, wegen der Hitze wurde in der Côte de Nuits vielfach nur morgens geerntet. Die Weine erreichten 13 bis 14 % Alkohol, der Säureabbau war vor Weihnachten abgeschlossen. Cyrielle Rousseau sagte über 2023, glücklicher mit einem Jahrgang könne man kaum sein.

Vinifikation und Ausbau

Die Vinifikation entspricht der aller Rousseau-Weine: weitgehend entrappte Trauben, offene Edelstahltanks, 18 bis 20 Tage Maischestandzeit, regelmäßiges Überpumpen und Unterstoßen, Höchsttemperatur 31 bis 34 °C. Nach schonendem Pressen fließt der Wein per Schwerkraft in den Keller, der biologische Säureabbau erfolgt spontan im Fass.

Im Unterschied zu den beiden Chambertins reift der Clos de la Roche nicht in neuem Holz, sondern in Fässern aus Allier-Eiche, die bereits einen Jahrgang beherbergt haben. Das lässt dem steinigen Charakter der Lage Raum. Nach 18 Monaten und zwei Abstichen wird der Wein in der Regel im April abgefüllt – leicht filtriert, per Schwerkraft direkt aus dem Fass.

Im Glas

In der Nase zunächst verhalten, dann Sauerkirsche, Himbeere und Rosenblätter, darunter Pflaume, Orangenzeste und ein dunkler Schokoladenton. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig und lebhaft: Schwarzkirsche, Heidelbeere, Cassis und Maulbeere um einen süßen Fruchtkern, Veilchen im Hintergrund. Die Tannine sind fest und eng gewoben, öffnen sich aber mit Luft. Der Wein wirkt gespannt, steinig und zurückhaltend elegant; das Finale ist seidig, lang und mineralisch.

Clos de la Roche zeigt sich jung selten offen – 2023 ist er dicht gewickelt, mit dunkler Frucht unter steiniger Hülle.

Bei 16 bis 17 °C servieren und mindestens zwei Stunden dekantieren. Die Domaine nennt für den Clos de la Roche in Jahrgängen wie 2023 ein Lagerpotenzial von 20 bis 30 Jahren. Der Wein dürfte ab Anfang der 2030er-Jahre zugänglicher werden und sich dann über viele Jahre auf hohem Niveau halten.

Am Tisch

Zu Rinderschmorgerichten wie Bœuf bourguignon, zu Lammkeule mit Rosmarin, zu Wildschwein oder Taube mit dunkler Sauce. Die feste Struktur trägt auch kräftige Gewürze und Pilze. Beim Käse ein Époisses mit einigen Wochen Reife oder ein alter Comté.


Produzent Domaine Armand Rousseau, Gevrey-Chambertin
Rebsorte Pinot Noir
Lage Clos de la Roche, Morey-Saint-Denis · 1,48 ha von 16,84 ha · zwei Parzellen (erworben 1920/21 und 1975) · Ostexposition
Klassifikation AOC Clos de la Roche Grand Cru
Jahrgang 2023 · Grünlese der halben Ernte · Lesebeginn 7. September
Vinifikation Weitgehend entrappt · offene Edelstahltanks · 18–20 Tage · Säureabbau im Fass
Ausbau 18 Monate in einmal belegten Fässern aus Allier-Eiche · kein neues Holz · zwei Abstiche
Trinkempfehlung 2031–2050
Boden Kalk und Ton-Kalk (Mittlerer Jura) · kaum 30 cm Erde über Felsblöcken
Rebenalter Domaine-Durchschnitt 40–45 Jahre

ZumWinzer

Domaine Armand Rousseau

Domaine Armand Rousseau – Gevrey-Chambertin, Burgund – Grand Crus aus Pinot Noir

Armand Rousseau erbte 1902, mit 18 Jahren, die ersten Rebparzellen in Gevrey-Chambertin. Durch seine Heirat 1909 kamen weitere Weinberge hinzu, dazu Keller und Cuverie im ältesten Teil des Dorfes, am Fuß der Kirche aus dem 13. Jahrhundert – bis heute der Sitz der Domaine. Zunächst verkaufte er offenen Wein an Händler der Region, kaufte dann Parzellen in Charmes-Chambertin, Clos de la Roche und Chambertin und füllte seine besten Crus, unterstützt von Raymond Baudoin, dem Gründer der Revue du Vin de France, selbst ab. Nach dem Ende der Prohibition lieferte er bereits in die USA. Sein Sohn Charles übernahm 1959 sechs Hektar und baute vor allem den Grand-Cru-Besitz aus; heute führen Enkel Eric Rousseau (seit 1982 im Betrieb) und Urenkelin Cyrielle (seit 2014) die Domaine in dritter und vierter Generation.

Liebe Weinfreunde, die Weine der Domaine Armand Rousseau sind rar und werden nur in Kleinstmengen zugeteilt – daher bieten wir sie im Online-Shop nur auf Anfrage und ohne Preisangabe an. Bei Interesse senden Sie uns bitte eine Mail an info@weine-feinkost.de; bei Verfügbarkeit machen wir Ihnen sehr gerne ein Angebot.

Steckbrief

Artikelnr.
SW12590
Jahr
2023
Land
Frankreich
Region
Burgund
Art
Rot
Ausbau
trocken
Rebsorten
Pinot Noir
Alkoholgehalt
13,5% vol
Inhaltsangaben

enthält Sulfite

ZurRebsorte

Pinot Noir

Pinot Noir Wein kaufen heißt vor allem, Burgund zu kaufen. An der Côte d’Or, zwischen Dijon und Santenay, bringt die Sorte auf einem schmalen Hang aus Kalk und Mergel einige der gesuchtesten Rotweine der Welt hervor. Pinot Noir ist eine der ältesten Kultursorten, dünnschalig und anspruchsvoll, und zeigt Unterschiede im Boden deshalb besonders deutlich. Typisch sind Kirsche, Himbeere, Waldboden und Gewürze bei feinem Tannin. Außerhalb Burgunds wächst er in der Champagne, in Oregon, Neuseeland und Kalifornien.

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Rebsorte
Domaine Armand Rousseau Clos de la Roche Grand Cru 2023

1.500,00 €

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