Detailbeschreibung
Trockener Rotwein · Pfalz, Duttweiler · Pinot Noir
Bergdolt-Reif & Nett Heimlichkeiten Pinot Noir trocken ist der Spätburgunder aus der kreativen Linie des Duttweiler Familienweinguts – reinsortig, trocken, mit Sauerkirsche als Leitmotiv. Er steht zwischen dem leichten Concept-Pinot und den Lagenweinen der Avantgarde-Serie: mehr Fülle als ein Alltagsrotwein, aber zugänglich ohne lange Lagerung. Der Jahrgang 2020 wurde bei Meiningers Rotweinpreis 2023 ausgezeichnet.
Spätburgunder von Hausselektionen – Löss und Kalk am Haardtrand
Pinot Noir gehört bei Bergdolt-Reif & Nett zum Kern des Sortiments. Das Weingut arbeitet mit eigenen, alten Selektionen der Burgundersorten, die über Generationen aus den besten Stöcken des Betriebs nachgezogen wurden. Solche Hausklone sind meist kleinbeeriger und lockerbeeriger als moderne Ertragsklone; die Trauben bleiben gesünder und bringen mehr Farbe und Aroma pro Liter Saft.
Die Weinberge rund um Duttweiler liegen auf 120 bis 140 Metern im Regenschatten des Pfälzerwalds. Der Boden besteht aus einer über zehn Meter mächtigen Löss-Lehm-Auflage mit eingelagerten Kalkadern. Kalk ist der Boden, auf dem Spätburgunder seit jeher seine Feinheit zeigt; der Löss sorgt dafür, dass die dünnschalige Sorte auch in heißen Pfälzer Sommern nicht unter Wassermangel leidet und ihre Säure behält.
Pfälzer Pinot Noir zwischen Frucht und Struktur
Die Pfalz hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer der wichtigsten Regionen für deutschen Spätburgunder entwickelt. Das warme Klima der Mittelhaardt bringt reifere, dunklere Frucht hervor als in kühleren Gebieten, was Pinot Noir hier eine eigene Handschrift gibt: Schattenmorelle statt Erdbeere, mehr Körper, weichere Tannine.
Bei Bergdolt-Reif & Nett deckt der Spätburgunder mehrere Stufen ab, vom fruchtbetonten Skiing über den Heimlichkeiten bis zum Avantgarde-Lagenwein. Der Heimlichkeiten sitzt bewusst in der Mitte: ernsthaft genug für das Abendessen, aber ohne die Holzprägung und Lagerzeit, die ein Lagenwein verlangt.
Maischegärung und Ausbau im Stahltank
Nach dem Entrappen gärt der Pinot Noir auf der Maische. Während dieser Phase gehen Farbstoffe, Gerbstoffe und Aromen aus den Beerenhäuten in den Most über; bei einer dünnschaligen Sorte wie Spätburgunder entscheidet die Dauer des Schalenkontakts über Farbtiefe und Struktur.
Ausgebaut wird der Wein im Edelstahltank. Der Verzicht auf neues Holz hält die Frucht im Mittelpunkt; Struktur und würzige Noten stammen aus der Maischestandzeit und dem reifen Lesegut. Gefüllt wird mit Schraubverschluss.
Im Glas – Schattenmorelle, Johannisbeere und Veilchen
Helles, leuchtendes Rubinrot mit violettem Rand. Im Duft Schattenmorelle und Sauerkirsche, dazu rote Johannisbeere, Himbeere und eine florale Note von Veilchen; im Hintergrund ein Hauch Gewürz. Am Gaumen mittelkräftig und saftig, mit feinkörnigem Tannin und gut eingebundener Säure, die den Wein frisch hält. Der Abgang ist kirschfruchtig und mittellang.
Hausselektionen auf Löss und Kalk: Pfälzer Spätburgunder mit Kirschfrucht und Frische.
Trinkreif ab Erscheinen, mit Potenzial für drei bis fünf Jahre. Bei 15–17 °C im Burgunderglas servieren; eine halbe Stunde Luft öffnet die Frucht.
Am Tisch – Spätburgunder zu Ente, Perlhuhn und Wild
Dunkles Geflügel passt am besten: Entenbrust mit Kirschjus, Perlhuhn mit Pilzen, Wachtel. Ebenso zu Kalbsrücken, Rehmedaillons oder Wildschweinragout mit Preiselbeeren. Vegetarisch zu Pilzrisotto, Linsen- oder Bohneneintopf und Rote-Bete-Gerichten. Beim Käse zu Brie, Camembert oder mildem Bergkäse.