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Produktinformationen "Domaine du Triptyque Bourgogne Chardonnay 2025 BIO"

Weißwein · Bourgogne AOC · Chardonnay

100 % Chardonnay Nördliches Yonne Ton-Kalk-Böden Handlese Spontangärung Bio-zertifiziert seit 2022

Bourgogne Chardonnay 2025 ist der zugänglichste Wein der Domaine du Triptyque – und der erste, der in einem frühen, heißen Jahr gewachsen ist. Nach dem Frost-Hagel-Mehltau-Jahr 2024 brachte 2025 die umgekehrte Belastungsprobe: Rekordfrüher Austrieb, zwei Hitzewellen um 40 °C, Lesebeginn im Chablisien bereits ab dem 18. August. Tommy Chevallier arbeitet hier mit denselben Mitteln wie bei seinen Chablis: Handlese, weinbergseigene Hefen, kaum Eingriffe.


Chardonnay im nördlichen Yonne

Die regionale Appellation Bourgogne ist im Yonne kein Restposten, sondern die historische Basis: Vor der Reblaus lieferte das Departement zwei Drittel aller burgundischen Weine, verschifft über Yonne und Seine nach Paris. Erst im 20. Jahrhundert schrumpfte die Fläche auf einen Bruchteil. Venoy, wo die Domaine du Triptyque ihren Sitz im Weiler Montallery hat, bekam das Recht auf die AOC Bourgogne 1988 zurück – der Ort liegt im Auxerrois, westlich der abgegrenzten Chablis-Parzellen, auf 120 bis knapp 290 Metern Höhe.

Geologisch ist es dieselbe Welt wie in Chablis: Sedimente des Oberjura, Mergel und Kalk, entstanden in einem flachen warmen Meer. Wo der tonreiche Kimmeridge ansteht, bleibt Wasser länger verfügbar; wo der härtere Portland-Kalk die Plateaus deckelt, sind die Böden flach und steinig. Beides hält die Wurzelzone kühl – der entscheidende Faktor auf knapp 48 Grad nördlicher Breite, wo Chardonnay spät reift und Säure behält.

Chevallier bewirtschaftet rund acht Hektar; zehn sind seine selbstgesetzte Obergrenze. Geschnitten wird nach Guyot Poussard, um die Saftbahnen zu schonen, ausgebrochen bewusst spät als Schutz gegen Spätfrost. Der Boden wird mechanisch bearbeitet, Herbizide kommen nicht zum Einsatz, der Pflanzenschutz beschränkt sich auf Schwefel und Kupfer, der Kompost stammt aus dem eigenen Betrieb. Entlaubt wird zurückhaltend, damit die Laubwand in Hitzephasen Schatten wirft – 2025 war genau das entscheidend. Gelesen wird von Hand, während im Chablisien rund neun von zehn Hektar maschinell geerntet werden.

Jahrgang 2025 – Chablisien und Auxerrois

Anders als es die Erzählung vom „schon wieder kleinen Jahrgang" nahelegt, gab es 2025 im nördlichen Burgund keinen nennenswerten Frühjahrsfrost. Der Austrieb setzte in den wärmsten Lagen schon Anfang April ein, ein kühlerer Mai bremste kurz, die Blüte lief dann um den 26. Mai in wenigen Tagen durch.

Der Ertragsverlust entstand danach. Ende Juni traf eine erste Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in die Blütephase: Verrieselung und Millerandage, ungleichmäßiger Beerenansatz, lockere Trauben, teils winzige Beeren ohne Reifepotenzial. Die zweite Hitzewelle folgte vom 8. bis 18. August, ebenfalls um 40 °C. Die Beeren blieben klein, die Schalen dick, der Reifeverlauf beschleunigte sich stark. Véraison war bereits in der ersten Juliwoche zu sehen, die Lese begann ab dem 18. August – eine Frühreife, die im Chablisien kaum jemand aus der eigenen Laufbahn kannte. Hagelzellen Ende Juli trafen Teile des Grand Auxerrois; das Chablisien blieb weitgehend verschont.

Der letzte Einschnitt kam zum Monatswechsel: 120 bis 130 Millimeter Regen in 36 Stunden auf bereits reife Beeren. Schalen platzten, auf exponierten Parzellen setzte sich Botrytis fest. Wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material herein; wer auf mehr Substanz wartete, zahlte dafür. Die offizielle Bilanz nennt für Chablis rund 300.000 Hektoliter und Erträge um 50 bis 55 hl/ha, einzelne Güter meldeten unter 40 hl/ha – nach 2021 und 2024 die dritte kleine Ernte in fünf Jahren.

Das Ergebnis teilt sich nach Lesezeitpunkt: früh geerntete Partien mit frischer Frucht und tragender Säure, späte runder und mit exotischerem Ton. Der Gesundheitszustand des eingebrachten Leseguts wird überwiegend als gut beschrieben.

Handlese, weinbergseigene Hefen, Ausbau ohne Holzprägung

Die Trauben gehen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy, einen Holzbau mit Miscanthus-Dämmung und Photovoltaik auf dem Dach. Die alkoholische Gärung startet mit den Hefen, die von den Trauben mitkommen; Schwefel setzt Chevallier sehr sparsam ein, weitere Zusätze verwendet er nicht.

Im Keller stehen Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore nebeneinander – Beton bevorzugt er wegen der thermischen Trägheit und der langsamen Sauerstoffzufuhr, ohne dass Aroma ins Spiel kommt. Der Bourgogne blanc ist im Sortiment der Wein für den frühen Zugriff: keine erkennbare Holzprägung, kürzere Reife als bei den Chablis-Cuvées, Fokus auf Frucht und Säurestruktur.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Zitrone und weißer Pfirsich, dahinter eine knappe kreidige Note – die Frucht ist deutlicher ausgeprägt als bei den Chablis des Guts, was dem warmen Jahr entspricht.

Am Gaumen schlank gebaut, mit klarer Kontur und einer Säure, die den Wein trotz der Reife des Jahrgangs zusammenhält. Die dickeren Beerenschalen von 2025 geben dem Mundgefühl eine leichte Griffigkeit, ohne dass Phenolik hervortritt. Der Abgang bleibt trocken und salzig, mit moderater Länge.

Ein Chardonnay aus einem heißen Jahr, dem die frühe Lese die Säure gerettet hat – nicht breit, sondern gerade.

Am Tisch

Der Wein für den Alltag, nicht für den Anlass: Gougères, Quiche, Flammkuchen, Räucherforelle, Geflügelsalat. Zu Fisch passt alles Gebratene mit Zitrone, weniger die schweren Sahnesaucen. Auch Spargel mit Butter funktioniert, weil die Säure gegen die Süße der Stangen arbeitet.

Beim Käse Richtung Ziegenkäse aus dem Yonne oder junger Comté. Serviert bei 10 bis 12 °C, geöffnet ohne Dekanter – der Wein zeigt sich sofort.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy

Rebsorte 100 % Chardonnay

Lage Chardonnay-Parzellen im nördlichen Yonne, Ton-Kalk-Böden des Oberjura

Klassifikation AOC Bourgogne

Jahrgang 2025

Vinifikation Handlese, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben

Ausbau ohne prägenden Holzeinsatz, frühe Füllung

Flaschengröße 0,75 l

Trinkreife 2026 bis 2029

Zertifizierung biologischer Anbau, zertifiziert seit 2022, FR-BIO-10

Alkoholgehalt: 12,0
Art: Weiß
Ausbau: trocken
Brennwert / 100 ml: 277 kj, 67 kcal
Eiweiß / 100 ml: 0g
Fett / 100 ml: 0g
Jahr: 2025
Kohlenhydrate / 100 ml: 0g
Land: Frankreich
Rebsorten: Chardonnay
Region: Burgund
Salz / 100 ml: 0g
Zucker / 100 ml: 0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml: 0g

Domaine du Triptyque

Domaine du Triptyque – Chablis – Purismus aus Venoy

Tommy Chevallier arbeitete rund zehn Jahre als Ingenieur, bevor er 2015 den Kurs wechselte und den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm. Seit 2018 bewirtschaftet er die Reben, 2023 füllte er den ersten eigenen Jahrgang ab. Sein Chablis steht für einen schlanken, puristischen Stil: frisch, mineralisch, unheimlich sauber und klar in Struktur und Länge.


Vom Ingenieur zum Vigneron

Tommy Chevallier stammt aus dem Yonne, aus einer Familie von Landwirten und Winzern. Nach dem Ingenieurstudium an der Centrale Marseille arbeitete er rund zehn Jahre im Bausektor im Großraum Paris. 2015 entschied er sich für die berufliche Neuorientierung und die Übernahme des elterlichen Betriebs in Venoy – eines Mischbetriebs, in dem Vater und Onkel vor allem Getreide anbauten und der Onkel bereits Wein erzeugte.

2018 stieg er mit 5,5 Hektar Reben ein und begann sofort mit der Umstellung auf biologischen Anbau; die Bio-Zertifizierung erhielt er 2022. Da ihm anfangs jede eigene Technik fehlte, arbeitete er mit einem Partnerbetrieb zusammen, dem Domaine d’Henri in Chablis: Chevallier übernahm die Arbeit im Weinberg und verkaufte die Trauben an die Familie Laroche. Im Gegenzug begleitete ihn das Domaine d’Henri fachlich in den ersten Jahren.

2023 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit: Gründung der Domaine du Triptyque, erster eigener Jahrgang mit rund 5.000 Flaschen, vinifiziert noch in einer fremden Kellerei. Der Jahrgang 2024 war der erste, der im eigenen Keller entstand – rund 12.000 Flaschen.

Der Name verweist auf das dreiteilige Kunstwerk und auf die drei Leitlinien des Betriebs: Natur, Wein und Kunst. Die Etiketten gestalten Künstlerinnen und Künstler im Auftrag des Weinguts.

Weinberge und Arbeit im Weinberg

Heute bewirtschaftet Chevallier rund acht Hektar eigene Rebfläche in Venoy und im Chablisien, auf den ton- und kalkhaltigen Böden der Region. Neun bis zehn Hektar wären möglich, zehn Hektar hat er sich als Obergrenze gesetzt – mehr will er nicht selbst bearbeiten. Dazu kommen die Getreideflächen des Familienbetriebs.

  • Handlese
  • Mechanische Bodenbearbeitung, kein Herbizideinsatz
  • Schnitt nach Guyot Poussard zum Schutz der Saftbahnen und für eine längere Lebensdauer der Rebstöcke
  • Spätes Ausbrechen als Schutz vor Spätfrost
  • Pflanzenschutz ausschließlich mit Schwefel und Kupfer
  • Zurückhaltendes Entlauben, damit die Laubwand bei Trockenheit Schatten gibt
  • Eigene Komposte

Direkt am Weingut steht eine Anlage mit pilzwiderstandsfähigen Neuzüchtungen, mit der Chevallier Feldversuche betreibt. Gepflanzt sind Voltis und Floréal, zwei vom französischen Forschungsinstitut INRAE über vier Jahrzehnte aus Kreuzungen selektierte Sorten. Beide sind gegen Falschen und Echten Mehltau widerstandsfähig und benötigen nach Angaben des Instituts über 90 Prozent weniger Behandlungen.

Keller und Ausbau

Der 2023 fertiggestellte Keller in Venoy ist ein Holzbau, gedämmt mit Miscanthus-Stroh, das Dach trägt eine Photovoltaikanlage für den Eigenstrom.

Im Keller hält Chevallier die Eingriffe gering: alkoholische Gärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben, langer Ausbau über zwölf bis achtzehn Monate in unterschiedlichen Gebinden – Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore. Der Jahrgang 2024 reifte größtenteils im Betontank, ein Zehntel in fünfjährigen Barriques, danach vier Monate im Edelstahltank bis zur Füllung im November.

Das Ergebnis sind Weine mit sehr klarer Struktur und Länge, wie man Chablis in dieser Finesse und Geradlinigkeit selten antrifft.

Die Weine

AOC Petit Chablis

Chardonnay von den höher gelegenen Parzellen, geradlinig und zugig.

AOC Chablis

Der Kernwein des Guts: Zitrus, feuchter Stein, straffe Säure, salzig-mineraliger Abgang.

AOC Chablis, Cuvée Rosette

Parzellenselektion mit längerem Ausbau und mehr Tiefe.

AOC Bourgogne blanc

Chardonnay aus dem Chablisien, früh zugänglich.

In Vorbereitung

Chablis 1er Cru Montmains, Bourgogne rouge aus Pinot Noir sowie ein weißer Vin de France aus Voltis und Floréal.

Häufige Fragen zu Domaine du Triptyque

Wer steht hinter der Domaine du Triptyque?

Tommy Chevallier, gelernter Ingenieur und Quereinsteiger, der 2018 den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm und seit 2023 unter eigenem Namen abfüllt.

Welches ist der erste Jahrgang?

Der Jahrgang 2023 mit rund 5.000 Flaschen, noch in fremder Kellerei erzeugt. 2024 war der erste Jahrgang aus dem eigenen Keller, mit rund 12.000 Flaschen.

Ist das Weingut bio-zertifiziert?

Ja. Die Umstellung begann 2018 mit der Betriebsübernahme, die Bio-Zertifizierung liegt seit 2022 vor.

Wie groß ist das Weingut?

Rund acht Hektar eigene Rebfläche. Chevallier will höchstens zehn Hektar bewirtschaften.

Was sind Voltis und Floréal?

Zwei pilzwiderstandsfähige weiße Neuzüchtungen des INRAE. Chevallier hat sie am Weingut gepflanzt und testet sie im Feldversuch; ein Wein daraus ist in Vorbereitung.

Wie schmecken die Weine?

Schlank und puristisch: frisch, mineralisch, sauber und klar in Struktur und Länge, mit moderatem Alkohol um zwölf Volumenprozent.

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers:
Domaine du Triptyque
12 Rue de Courgis
89290 Venoy
Bourgogne, Frankreich

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Detailbeschreibung

Weißwein · Bourgogne AOC · Chardonnay

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Chardonnay im nördlichen Yonne

Die regionale Appellation Bourgogne ist im Yonne kein Restposten, sondern die historische Basis: Vor der Reblaus lieferte das Departement zwei Drittel aller burgundischen Weine, verschifft über Yonne und Seine nach Paris. Erst im 20. Jahrhundert schrumpfte die Fläche auf einen Bruchteil. Venoy, wo die Domaine du Triptyque ihren Sitz im Weiler Montallery hat, bekam das Recht auf die AOC Bourgogne 1988 zurück – der Ort liegt im Auxerrois, westlich der abgegrenzten Chablis-Parzellen, auf 120 bis knapp 290 Metern Höhe.

Geologisch ist es dieselbe Welt wie in Chablis: Sedimente des Oberjura, Mergel und Kalk, entstanden in einem flachen warmen Meer. Wo der tonreiche Kimmeridge ansteht, bleibt Wasser länger verfügbar; wo der härtere Portland-Kalk die Plateaus deckelt, sind die Böden flach und steinig. Beides hält die Wurzelzone kühl – der entscheidende Faktor auf knapp 48 Grad nördlicher Breite, wo Chardonnay spät reift und Säure behält.

Chevallier bewirtschaftet rund acht Hektar; zehn sind seine selbstgesetzte Obergrenze. Geschnitten wird nach Guyot Poussard, um die Saftbahnen zu schonen, ausgebrochen bewusst spät als Schutz gegen Spätfrost. Der Boden wird mechanisch bearbeitet, Herbizide kommen nicht zum Einsatz, der Pflanzenschutz beschränkt sich auf Schwefel und Kupfer, der Kompost stammt aus dem eigenen Betrieb. Entlaubt wird zurückhaltend, damit die Laubwand in Hitzephasen Schatten wirft – 2025 war genau das entscheidend. Gelesen wird von Hand, während im Chablisien rund neun von zehn Hektar maschinell geerntet werden.

Jahrgang 2025 – Chablisien und Auxerrois

Anders als es die Erzählung vom „schon wieder kleinen Jahrgang" nahelegt, gab es 2025 im nördlichen Burgund keinen nennenswerten Frühjahrsfrost. Der Austrieb setzte in den wärmsten Lagen schon Anfang April ein, ein kühlerer Mai bremste kurz, die Blüte lief dann um den 26. Mai in wenigen Tagen durch.

Der Ertragsverlust entstand danach. Ende Juni traf eine erste Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in die Blütephase: Verrieselung und Millerandage, ungleichmäßiger Beerenansatz, lockere Trauben, teils winzige Beeren ohne Reifepotenzial. Die zweite Hitzewelle folgte vom 8. bis 18. August, ebenfalls um 40 °C. Die Beeren blieben klein, die Schalen dick, der Reifeverlauf beschleunigte sich stark. Véraison war bereits in der ersten Juliwoche zu sehen, die Lese begann ab dem 18. August – eine Frühreife, die im Chablisien kaum jemand aus der eigenen Laufbahn kannte. Hagelzellen Ende Juli trafen Teile des Grand Auxerrois; das Chablisien blieb weitgehend verschont.

Der letzte Einschnitt kam zum Monatswechsel: 120 bis 130 Millimeter Regen in 36 Stunden auf bereits reife Beeren. Schalen platzten, auf exponierten Parzellen setzte sich Botrytis fest. Wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material herein; wer auf mehr Substanz wartete, zahlte dafür. Die offizielle Bilanz nennt für Chablis rund 300.000 Hektoliter und Erträge um 50 bis 55 hl/ha, einzelne Güter meldeten unter 40 hl/ha – nach 2021 und 2024 die dritte kleine Ernte in fünf Jahren.

Das Ergebnis teilt sich nach Lesezeitpunkt: früh geerntete Partien mit frischer Frucht und tragender Säure, späte runder und mit exotischerem Ton. Der Gesundheitszustand des eingebrachten Leseguts wird überwiegend als gut beschrieben.

Handlese, weinbergseigene Hefen, Ausbau ohne Holzprägung

Die Trauben gehen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy, einen Holzbau mit Miscanthus-Dämmung und Photovoltaik auf dem Dach. Die alkoholische Gärung startet mit den Hefen, die von den Trauben mitkommen; Schwefel setzt Chevallier sehr sparsam ein, weitere Zusätze verwendet er nicht.

Im Keller stehen Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore nebeneinander – Beton bevorzugt er wegen der thermischen Trägheit und der langsamen Sauerstoffzufuhr, ohne dass Aroma ins Spiel kommt. Der Bourgogne blanc ist im Sortiment der Wein für den frühen Zugriff: keine erkennbare Holzprägung, kürzere Reife als bei den Chablis-Cuvées, Fokus auf Frucht und Säurestruktur.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Zitrone und weißer Pfirsich, dahinter eine knappe kreidige Note – die Frucht ist deutlicher ausgeprägt als bei den Chablis des Guts, was dem warmen Jahr entspricht.

Am Gaumen schlank gebaut, mit klarer Kontur und einer Säure, die den Wein trotz der Reife des Jahrgangs zusammenhält. Die dickeren Beerenschalen von 2025 geben dem Mundgefühl eine leichte Griffigkeit, ohne dass Phenolik hervortritt. Der Abgang bleibt trocken und salzig, mit moderater Länge.

Ein Chardonnay aus einem heißen Jahr, dem die frühe Lese die Säure gerettet hat – nicht breit, sondern gerade.

Am Tisch

Der Wein für den Alltag, nicht für den Anlass: Gougères, Quiche, Flammkuchen, Räucherforelle, Geflügelsalat. Zu Fisch passt alles Gebratene mit Zitrone, weniger die schweren Sahnesaucen. Auch Spargel mit Butter funktioniert, weil die Säure gegen die Süße der Stangen arbeitet.

Beim Käse Richtung Ziegenkäse aus dem Yonne oder junger Comté. Serviert bei 10 bis 12 °C, geöffnet ohne Dekanter – der Wein zeigt sich sofort.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy

Rebsorte 100 % Chardonnay

Lage Chardonnay-Parzellen im nördlichen Yonne, Ton-Kalk-Böden des Oberjura

Klassifikation AOC Bourgogne

Jahrgang 2025

Vinifikation Handlese, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben

Ausbau ohne prägenden Holzeinsatz, frühe Füllung

Flaschengröße 0,75 l

Trinkreife 2026 bis 2029

Zertifizierung biologischer Anbau, zertifiziert seit 2022, FR-BIO-10

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Domaine du Triptyque

Domaine du Triptyque – Chablis – Purismus aus Venoy

Tommy Chevallier arbeitete rund zehn Jahre als Ingenieur, bevor er 2015 den Kurs wechselte und den Familienbetrieb in Venoy bei Chablis übernahm. Seit 2018 bewirtschaftet er die Reben, 2023 füllte er den ersten eigenen Jahrgang ab. Sein Chablis steht für einen schlanken, puristischen Stil: frisch, mineralisch, unheimlich sauber und klar in Struktur und Länge.

Steckbrief

Artikelnr.
A101735618157139
Jahr
2025
Land
Frankreich
Region
Burgund
Art
Weiß
Ausbau
trocken
Rebsorten
Chardonnay
Alkoholgehalt
12,0% vol
Brennwert / 100 ml
277 kj, 67 kcal
Eiweiß / 100 ml
0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml
0g
Kohlenhydrate / 100 ml
0g
Fett / 100 ml
0g
Zucker / 100 ml
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Salz / 100 ml
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Inhaltsangaben

Zutaten: Trauben, Konservierungsstoffe und Antioxidantien: Schwefeldioxid

ZurRebsorte

Chardonnay

Die Chardonnay Traube ist zweifellos eine der bedeutendsten weißen Rebsorten weltweit. Mit einer weiten Verbreitung in verschiedenen Weinbauregionen und einer bemerkenswerten Vielfalt hat der Chardonnay eine einzigartige Präsenz in der Welt des Weins.

Chardonnay ist eine der angesehensten weißen Rebsorten weltweit, stammt ursprünlich aus dem Burgund und findet sich in praktisch allen bedeutenden Weinbauländern. Große Weißweine aus dem Burgund, wie die berühmten Montrachet und Meursault, werden aus Chardonnay-Trauben gekeltert. Selbst in der anspruchsvollen Champagne spielt er eine Schlüsselrolle.

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Domaine du Triptyque Bourgogne Chardonnay 2025 BIO

26,00 €

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