Detailbeschreibung
Rotwein · DO Toro · Roble
Galón Roble ist der jüngere Toro aus dem Galón-Sortiment: 100 % Tinta de Toro von über 20 Jahre alten Reben, malolaktische Gärung im Fass und nur vier Monate in französischer Eiche. Fruchtbetont und würzig, mit dunkler Frucht und einer dezenten Holznote – ein Toro für den Alltag, jung zugänglich.
Roble – der kurze Weg durchs Holz
Spanische Rotweine werden oft nach ihrer Reifezeit eingeteilt. Ein Crianza muss in Toro mindestens zwei Jahre reifen, davon mindestens sechs Monate im Fass. Roble – wörtlich „Eiche" – ist die Bezeichnung für Weine, die kürzer mit Holz in Berührung kamen, meist wenige Monate. Das Ziel ist ein anderes: nicht Tiefe durch lange Reife, sondern Frucht mit etwas Struktur. Der Galón Roble steht damit neben dem Galón Crianza desselben Hauses – dieselbe Rebsorte, dieselbe Herkunft, aber ein jüngerer, offenerer Stil.
Die DO Toro liegt am Duero in der Provinz Zamora, auf einer Hochebene um 700 Meter. Das Klima ist kontinental, mit atlantischem Einfluss aus dem Westen: heiße Tage, kühle Nächte, wenig Regen. Die Böden sind steinig, sandig und nährstoffarm. Sie halten die Erträge gering, und die großen Temperaturunterschiede lassen die Trauben reifen, ohne dass sie ihre Säure verlieren.
Die Rebsorte ist Tinta de Toro, der lokale Klon des Tempranillo – mit kleineren, dickschaligeren Beeren als in der Rioja und entsprechend mehr Farbe und Gerbstoff. Die Reben für den Roble sind über 20 Jahre alt; jünger als beim Crianza, was eine offenere, fruchtigere Art unterstützt.
Handlese, Malo im Fass, vier Monate Holz
Der Wein besteht zu 100 % aus Tinta de Toro. Gelesen wird von Hand im Oktober, in kleinen 15-kg-Kisten, damit die Trauben unversehrt in den Keller kommen.
Die malolaktische Gärung läuft bei konstant 26 °C im Fass. Dabei wird die kantige Apfelsäure in weichere Milchsäure umgewandelt, und Wein und Holz verbinden sich früh – das gibt dem Roble trotz kurzer Fasszeit eine runde Struktur. Anschließend reift er vier Monate in französischer Eiche, gerade genug, um die kräftigen Gerbstoffe der Tinta de Toro abzurunden, ohne die Frucht zu überdecken. Vor der Füllung wird nur leicht filtriert.
Im Glas
Kräftiges Purpurrot. In der Nase dunkle Frucht, Brombeere und Kirsche, dazu eine dezente Holznote, die die Frucht einbindet statt sie zu überlagern. Am Gaumen würzig und ungezähmt, mit authentischer, dunkler Frucht und festen, aber runden Gerbstoffen. Der Abgang ist lang.
Vier Monate Holz statt zwei Jahre Reife: Toro, bei dem die Frucht vorn steht.
Bei 16–17 °C servieren, eine kurze Belüftung im Glas genügt. Jung trinken.
Am Tisch
Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, Tapas, Schmorgerichte und mittelkräftiger Käse. Ebenso zu Burgern, Chorizo, Albóndigas und Pizza – ein unkomplizierter Begleiter für kräftige Alltagsküche.