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Produktinformationen "Maxime Crotet Vin de France Pinot Noir 2025"

Rotwein · Vin de France · Pinot Noir

100 % Pinot Noir deklassiertes Lesegut aus dem Burgund Vin de France 2025 Ganztraubengärung gebrauchte Fässer SO₂ minimal bei der Füllung

Der Maxime Crotet Vin de France Pinot Noir 2025 ist ein reinsortiger Pinot Noir aus burgundischem Lesegut, das bewusst als Vin de France gefüllt wird. Mit ganzen Trauben spontan vergoren, im gebrauchten Holzfass ausgebaut, nur zur Füllung minimal geschwefelt: leicht, frisch und lang, mit zarter Himbeerfrucht und einer Säure, die den Wein in Bewegung hält. Maxime Crotet arbeitet seit 2021 unter eigenem Namen in Beaune, nach acht Jahren bei Frédéric Cossard in Saint-Romain.


Burgundisches Lesegut, bewusst deklassiert

Die Trauben für diesen Wein stammen aus dem Burgund und dürften als Bourgogne AOC gefüllt werden. Crotet verzichtet darauf und deklariert den Wein als Vin de France – die Kategorie ohne geografische Herkunftsangabe unterhalb von AOP und IGP. Eine solche Deklassierung ist in Burgund kein Qualitätsurteil, sondern eine Entscheidung für Freiheit: Wer als Vin de France füllt, ist an kein Lastenheft gebunden – weder bei der Zusammenstellung der Parzellen noch bei der Vinifikation noch bei der Verkostungsprüfung, die eine Appellation verlangt. Gerade Weine, die bewusst leicht, hell und ungeschminkt gemacht sind, fallen bei solchen Prüfungen gelegentlich durch das Raster.

Maxime Crotet besitzt bislang keine eigenen Weinberge. Er kauft Trauben – keine Moste, keine Fassweine – bei Winzern, deren Arbeit und Vorstellung vom Reifezeitpunkt er teilt, und begleitet sie über das Jahr im Weinberg. Parzellen sieht er selbst an, die Arbeiten spricht er ab, den Lesetermin entscheidet er mit. Das Lesegut ist damit nicht zugekauft im üblichen Sinn, sondern von der Vegetationsperiode an mitgestaltet.

Seit 2022 liegt der Schwerpunkt seiner Einkäufe im Burgund, über feste Verträge unter anderem in Maranges, in den Côte de Nuits-Villages und im Mâconnais; vinifiziert wird zentral in seinem Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune. Eine neue Kellerei außerhalb der Stadt ist im Bau, der Kauf erster eigener Rebflächen in Planung.

Jahrgang 2025 – Burgund

Der Jahrgang 2025 war im Burgund ein frühes Jahr. Nach einem milden Winter setzte der Austrieb zeitig ein, und die Vegetation blieb den ganzen Sommer über dem Kalender voraus. Ende Juni traf eine erste Hitzewelle in die Blüte und sorgte für ungleichmäßigen Beerenansatz; Mitte August folgte eine zweite, die die Reife noch einmal beschleunigte. Lokal richteten Hagelzellen im Frühjahr Schäden an.

Die Lese begann zwei bis drei Wochen früher als gewohnt. Der Trockenstress hielt die Beeren klein, das Verhältnis von Schale zu Saft lag entsprechend hoch – beim Pinot Noir heißt das mehr Farbe und mehr Gerbstoff als in kühleren Jahren. Regen um den Monatswechsel August/September machte die späteren Lesetage schwierig; wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material mit erhaltener Säure ein. Die Mengen fielen deutlich größer aus als im sehr kleinen Jahrgang 2024, schwankten aber stark von Parzelle zu Parzelle. Dass dieser Wein trotz des warmen Jahres leicht und frisch ausfällt, ist das Ergebnis von früher Lese und zurückhaltender Kellerarbeit.

Ganze Trauben, spontane Gärung, gebrauchtes Holz

Reinsortiger Pinot Noir, Jahrgang 2025. Die Rotweine von Crotet vergären mit ganzen Trauben, je nach Lesegut mit karbonischem Einfluss: Ein Teil der Beeren bleibt intakt, die Gärung beginnt in der geschlossenen Beere. Das betont Frucht, Duft und Saftigkeit statt Extraktion. Vergoren wird spontan mit den weinbergseigenen Hefen; während Gärung und Ausbau kommen weder Reinzuchthefen noch Enzyme hinzu.

Ausgebaut wird im gebrauchten Holzfass, das kein Aroma mehr abgibt, sondern nur einen langsamen Sauerstoffkontakt liefert. Schwefel setzt Crotet in minimalen Mengen ein, um den Wein stabil zu halten – in der Regel erst zur Füllung. Geschönt und filtriert wird in der Regel nicht. In einem warmen, dichten Jahr wie 2025 ist diese zurückhaltende Machart die richtige: Sie hält den Pinot hell und beweglich, statt die Konzentration des Jahrgangs noch zu verstärken.

Im Glas

Helles, klares Rubinrot. In der Nase zarte Himbeerfrucht, dazu ein floraler Ton und eine leicht würzige Note von den Stielen. Am Gaumen leicht und frisch gebaut, mit einer Säure, die nicht an einer Stelle sitzt, sondern durch den ganzen Mund zirkuliert und den Wein packend macht, ohne ihn spitz werden zu lassen. Feinkörniges Tannin, kein Fassaroma. Der Abgang ist lang und bleibt lange am Zäpfchen stehen.

Leicht im Körper, lang im Abgang: Die Säure hält diesen Pinot in Bewegung, die Himbeere bleibt zart.

Bei 14–16 °C servieren, kühler als Zimmertemperatur – zu warm verliert der Wein seine Leichtigkeit. Eine halbe Stunde offen genügt, dekantieren ist nicht nötig. Trinkreif ab sofort und über die nächsten Jahre; bei minimaler Schwefelung empfiehlt sich konstant kühle Lagerung.

Am Tisch

Zu Charcuterie und Terrinen, gebratenem Geflügel, Kalb und Pilzgerichten. Die Leichtigkeit und die Säure tragen auch Fisch: Lachs vom Grill, Thunfisch, Forelle mit Rote Bete. Ebenso zu Linsen mit Wurst und jungem Weichkäse. Ein Wein für den Alltagstisch, der leicht gekühlt auch im Sommer funktioniert.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte 100 % Pinot Noir
Lage Burgund · deklassiertes Lesegut von Partnerwinzern, die Crotet über das Jahr im Weinberg begleitet
Klassifikation Vin de France · trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation Ganztraubengärung mit karbonischem Einfluss · Spontangärung · ohne Reinzuchthefen und Enzyme
Ausbau gebrauchte Holzfässer · Schwefel minimal zur Füllung · in der Regel ungeschönt und unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2030
Alkoholgehalt: 11,0
Art: Rot
Ausbau: trocken
Brennwert / 100 ml: 260 kj, 63 kcal
Eiweiß / 100 ml: 0g
Fett / 100 ml: 0g
Jahr: 2025
Kohlenhydrate / 100 ml: 0,7 g
Land: Frankreich
Rebsorten: Pinot Noir
Region: Burgund
Salz / 100 ml: 0g
Zucker / 100 ml: 0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml: 0g

Maxime Crotet

Négociant-Vinificateur · Beaune · Burgund

Gegründet 2021 Kein eigener Rebbesitz Spontangärung Ganztraubengärung Ungeschönt, unfiltriert

Domaine Maxime Crotet ist kein Weingut im klassischen Sinn: Crotet besitzt keine Reben, sondern kauft Trauben bei Winzern, die er über das Jahr im Weinberg begleitet. Vinifiziert wird alles im eigenen Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune – mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zusätze während Gärung und Ausbau, in kleinen Mengen.


Vom Restaurant zur Cuverie: Maxime Crotet

Maxime Crotet, Jahrgang 1994, stammt aus Beaune und wuchs in einer Gastronomen- und Weinfamilie auf. Sein Großvater Jean Crotet führte die Hostellerie de Levernois bei Beaune, ein Restaurant mit Michelin-Auszeichnung. Seine Ausbildung als Winzer machte Crotet nicht im Hörsaal, sondern im Keller: Acht Jahre lang arbeitete er bei Frédéric Cossard, einem der Wegbereiter des Naturweins im Burgund, auf der Domaine de Chassorney in Saint-Romain – vom Kellergehilfen bis zum verantwortlichen Vinifikateur. Am 11. Mai 2021 meldete er sein eigenes Weingut in Beaune an. Der erste Jahrgang 2021 war schnell ausverkauft.

2022 gründete er gemeinsam mit Arthur Raillard die Mikrodestillerie Les Fruits Maudits, direkt gegenüber seiner Cuverie. Das Prinzip ist der Tausch: Obst, das in burgundischen Privatgärten ungeerntet bleibt, wird eingesammelt und zu Likören und Bränden verarbeitet; die Gartenbesitzer erhalten dafür einige Flaschen.

Trauben, Herkunft und Arbeit im Weinberg

Crotet ist Négociant-Vinificateur ohne eigenen Rebbesitz. Er kauft Trauben – keine Moste, keine Fassweine – von Winzern, deren Arbeitsweise und Vorstellung vom Reifezeitpunkt er teilt. Die Zusammenarbeit endet nicht beim Kaufvertrag: Crotet begleitet seine Lieferanten über das Jahr im Weinberg, sieht sich die Parzellen an, spricht die Arbeiten ab und entscheidet den Lesetermin mit. Das Lesegut wird also nicht zugekauft, sondern von der Vegetationsperiode an mitgestaltet.

Der Startjahrgang 2021 fiel im Burgund den Aprilfrösten zum Opfer, deshalb kaufte er in dieser Saison im Beaujolais (Régnié), im Elsass, im Jura und im Vaucluse zu. Seit 2022 liegt der Schwerpunkt wieder im Burgund, über feste Verträge unter anderem in Maranges, in den Côte de Nuits-Villages und im Mâconnais. Aus dem Jura kommen weiterhin Poulsard, Trousseau, Savagnin und Chardonnay, aus dem Süden Grenache und Carignan.

Philosophie und Vinifikation

Terroir vor Technik – das ist bei Crotet keine Formel, sondern eine Verfahrensanweisung. Vergoren wird ausschließlich mit weinbergseigenen Hefen. Während Gärung und Ausbau kommen weder Hefen noch Enzyme hinzu. Schwefel setzt Crotet in minimalen Mengen ein, um die Weine stabil zu halten – in der Regel erst zur Abfüllung.

Die Rotweine vergären mit ganzen Trauben, je nach Lesegut mit karbonischem Einfluss, danach folgt der Ausbau im gebrauchten Holzfass zur Mikrooxidation. Die weißen Trauben werden früh gelesen, damit Säure und Kontur erhalten bleiben; ein Teil davon wird auf der Maische vergoren. Filtration und Schönung unterbleiben in der Regel. Die Mengen sind klein, viele Cuvées liegen im Bereich weniger hundert bis wenige tausend Flaschen.

Kein eigener Weinberg, aber der Lesetermin in eigener Hand – Crotet verschiebt die Entscheidungen dorthin, wo sie den Wein bestimmen.

Die Weine von Maxime Crotet

  • Bourgogne blanc „Matilda" – Chardonnay, benannt nach einer der beiden Töchter Crotets.
  • Bourgogne blanc „Olivia" – das Gegenstück, benannt nach der zweiten Tochter.
  • Bourgogne Aligoté Vieilles Vignes – Aligoté von alten Reben, im Stahltank ausgebaut. Zitrus, Kräuter, salziger Abgang, schlanker Körper.
  • Mâcon „Péronne" – Chardonnay aus dem Mâconnais, ohne Neuholz. Apfel, Zitronenschale, klare Säurestruktur.
  • Bourgogne Rouge – Pinot Noir aus dem Burgund, Ganztraubengärung. Rote Beeren, feines Tannin, keine Holzdominanz.
  • Côte de Nuits-Villages – Pinot Noir aus dem nördlichen Teil der Côte d'Or. Dunklere Frucht, straffe Säure, Ausbau im gebrauchten Fass.
  • Maranges – Pinot Noir vom Südende der Côte de Beaune. Kirsche, würzige Erde, zugängliches Trinkfenster.
  • Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune Vieilles Vignes – Pinot Noir aus den höher gelegenen Lagen hinter der Côte.
  • Bourgogne Passe-Tout-Grains und Coteaux Bourguignons Gamay – die burgundischen Alltagsweine des Sortiments.
  • Plouplou – Poulsard aus dem Jura, hell in der Farbe, transparent im Ausdruck: Preiselbeere, Blutorange, kaum Tannin.
  • Roussteau – Trousseau aus dem Jura als Vin de France. Waldbeeren, Pfeffer, feinkörnige Struktur.
  • Grenache und Carignan aus dem Vaucluse – südliche Rebsorten, kühl und ohne Extraktion vinifiziert. Kräuter, Steinobst, schlanker Bau.

Neue Kellerei, erste eigene Reben

Außerhalb von Beaune entsteht derzeit eine neue Kellerei. Parallel bereitet Crotet den Kauf erster eigener Rebflächen vor – der Schritt vom Négociant-Vinificateur zum Winzer mit eigenem Besitz ist damit eingeleitet, ohne dass das Zukaufsmodell aufgegeben wird.

Häufige Fragen zu Maxime Crotet

Wer ist Maxime Crotet?

Maxime Crotet, geboren 1994, ist Négociant-Vinificateur in Beaune im Burgund. Er arbeitete acht Jahre bei Frédéric Cossard auf der Domaine de Chassorney und gründete 2021 sein eigenes Projekt. Sein Großvater Jean Crotet führte die Hostellerie de Levernois.

Hat Maxime Crotet eigene Weinberge?

Bislang nicht. Er kauft Trauben von Partnerwinzern zu, begleitet diese aber über das Jahr im Weinberg und entscheidet den Lesetermin mit. Der Erwerb eigener Rebflächen ist in Planung, eine neue Kellerei außerhalb Beaunes im Bau.

Wie werden die Weine von Maxime Crotet gemacht?

Die Gärung läuft mit weinbergseigenen Hefen, während Gärung und Ausbau werden weder Hefen noch Enzyme zugesetzt. Schwefel kommt in minimaler Dosis zur Stabilisierung hinzu, meist erst bei der Abfüllung. Geschönt und filtriert wird in der Regel nicht. Crotet wird damit der Naturweinszene zugerechnet, in der er bei Frédéric Cossard gelernt hat.

Woher stammen die Trauben von Maxime Crotet?

Der Schwerpunkt liegt seit 2022 im Burgund, unter anderem Maranges, Côte de Nuits-Villages und Mâconnais. Im Frostjahr 2021 kaufte er zusätzlich im Beaujolais, im Elsass, im Jura und im Vaucluse zu. Jura-Rebsorten wie Poulsard und Trousseau gehören weiterhin zum Sortiment.

Woher kommen die Namen Matilda und Olivia?

Von Crotets beiden Töchtern. Die zwei Bourgogne blancs des Guts tragen ihre Namen.


Erzeuger Maxime Crotet, Beaune, Burgund

Betriebsform Négociant-Vinificateur, kein eigener Rebbesitz

Gegründet 11. Mai 2021

Herkunft der Trauben Burgund (Maranges, Côte de Nuits-Villages, Mâconnais), Jura, Vaucluse

Vinifikation Spontangärung, Ganztraubengärung bei Rot, teils Maischegärung bei Weiß

Ausbau gebrauchtes Holzfass, Stahltank; ungeschönt und unfiltriert

Zweitprojekt Les Fruits Maudits, Mikrodestillerie in Beaune

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers Maxime Crotet, 27 Boulevard Clemenceau, 21200 Beaune, Frankreich


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Detailbeschreibung

Rotwein · Vin de France · Pinot Noir

100 % Pinot Noir deklassiertes Lesegut aus dem Burgund Vin de France 2025 Ganztraubengärung gebrauchte Fässer SO₂ minimal bei der Füllung

Der Maxime Crotet Vin de France Pinot Noir 2025 ist ein reinsortiger Pinot Noir aus burgundischem Lesegut, das bewusst als Vin de France gefüllt wird. Mit ganzen Trauben spontan vergoren, im gebrauchten Holzfass ausgebaut, nur zur Füllung minimal geschwefelt: leicht, frisch und lang, mit zarter Himbeerfrucht und einer Säure, die den Wein in Bewegung hält. Maxime Crotet arbeitet seit 2021 unter eigenem Namen in Beaune, nach acht Jahren bei Frédéric Cossard in Saint-Romain.


Burgundisches Lesegut, bewusst deklassiert

Die Trauben für diesen Wein stammen aus dem Burgund und dürften als Bourgogne AOC gefüllt werden. Crotet verzichtet darauf und deklariert den Wein als Vin de France – die Kategorie ohne geografische Herkunftsangabe unterhalb von AOP und IGP. Eine solche Deklassierung ist in Burgund kein Qualitätsurteil, sondern eine Entscheidung für Freiheit: Wer als Vin de France füllt, ist an kein Lastenheft gebunden – weder bei der Zusammenstellung der Parzellen noch bei der Vinifikation noch bei der Verkostungsprüfung, die eine Appellation verlangt. Gerade Weine, die bewusst leicht, hell und ungeschminkt gemacht sind, fallen bei solchen Prüfungen gelegentlich durch das Raster.

Maxime Crotet besitzt bislang keine eigenen Weinberge. Er kauft Trauben – keine Moste, keine Fassweine – bei Winzern, deren Arbeit und Vorstellung vom Reifezeitpunkt er teilt, und begleitet sie über das Jahr im Weinberg. Parzellen sieht er selbst an, die Arbeiten spricht er ab, den Lesetermin entscheidet er mit. Das Lesegut ist damit nicht zugekauft im üblichen Sinn, sondern von der Vegetationsperiode an mitgestaltet.

Seit 2022 liegt der Schwerpunkt seiner Einkäufe im Burgund, über feste Verträge unter anderem in Maranges, in den Côte de Nuits-Villages und im Mâconnais; vinifiziert wird zentral in seinem Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune. Eine neue Kellerei außerhalb der Stadt ist im Bau, der Kauf erster eigener Rebflächen in Planung.

Jahrgang 2025 – Burgund

Der Jahrgang 2025 war im Burgund ein frühes Jahr. Nach einem milden Winter setzte der Austrieb zeitig ein, und die Vegetation blieb den ganzen Sommer über dem Kalender voraus. Ende Juni traf eine erste Hitzewelle in die Blüte und sorgte für ungleichmäßigen Beerenansatz; Mitte August folgte eine zweite, die die Reife noch einmal beschleunigte. Lokal richteten Hagelzellen im Frühjahr Schäden an.

Die Lese begann zwei bis drei Wochen früher als gewohnt. Der Trockenstress hielt die Beeren klein, das Verhältnis von Schale zu Saft lag entsprechend hoch – beim Pinot Noir heißt das mehr Farbe und mehr Gerbstoff als in kühleren Jahren. Regen um den Monatswechsel August/September machte die späteren Lesetage schwierig; wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material mit erhaltener Säure ein. Die Mengen fielen deutlich größer aus als im sehr kleinen Jahrgang 2024, schwankten aber stark von Parzelle zu Parzelle. Dass dieser Wein trotz des warmen Jahres leicht und frisch ausfällt, ist das Ergebnis von früher Lese und zurückhaltender Kellerarbeit.

Ganze Trauben, spontane Gärung, gebrauchtes Holz

Reinsortiger Pinot Noir, Jahrgang 2025. Die Rotweine von Crotet vergären mit ganzen Trauben, je nach Lesegut mit karbonischem Einfluss: Ein Teil der Beeren bleibt intakt, die Gärung beginnt in der geschlossenen Beere. Das betont Frucht, Duft und Saftigkeit statt Extraktion. Vergoren wird spontan mit den weinbergseigenen Hefen; während Gärung und Ausbau kommen weder Reinzuchthefen noch Enzyme hinzu.

Ausgebaut wird im gebrauchten Holzfass, das kein Aroma mehr abgibt, sondern nur einen langsamen Sauerstoffkontakt liefert. Schwefel setzt Crotet in minimalen Mengen ein, um den Wein stabil zu halten – in der Regel erst zur Füllung. Geschönt und filtriert wird in der Regel nicht. In einem warmen, dichten Jahr wie 2025 ist diese zurückhaltende Machart die richtige: Sie hält den Pinot hell und beweglich, statt die Konzentration des Jahrgangs noch zu verstärken.

Im Glas

Helles, klares Rubinrot. In der Nase zarte Himbeerfrucht, dazu ein floraler Ton und eine leicht würzige Note von den Stielen. Am Gaumen leicht und frisch gebaut, mit einer Säure, die nicht an einer Stelle sitzt, sondern durch den ganzen Mund zirkuliert und den Wein packend macht, ohne ihn spitz werden zu lassen. Feinkörniges Tannin, kein Fassaroma. Der Abgang ist lang und bleibt lange am Zäpfchen stehen.

Leicht im Körper, lang im Abgang: Die Säure hält diesen Pinot in Bewegung, die Himbeere bleibt zart.

Bei 14–16 °C servieren, kühler als Zimmertemperatur – zu warm verliert der Wein seine Leichtigkeit. Eine halbe Stunde offen genügt, dekantieren ist nicht nötig. Trinkreif ab sofort und über die nächsten Jahre; bei minimaler Schwefelung empfiehlt sich konstant kühle Lagerung.

Am Tisch

Zu Charcuterie und Terrinen, gebratenem Geflügel, Kalb und Pilzgerichten. Die Leichtigkeit und die Säure tragen auch Fisch: Lachs vom Grill, Thunfisch, Forelle mit Rote Bete. Ebenso zu Linsen mit Wurst und jungem Weichkäse. Ein Wein für den Alltagstisch, der leicht gekühlt auch im Sommer funktioniert.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte 100 % Pinot Noir
Lage Burgund · deklassiertes Lesegut von Partnerwinzern, die Crotet über das Jahr im Weinberg begleitet
Klassifikation Vin de France · trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation Ganztraubengärung mit karbonischem Einfluss · Spontangärung · ohne Reinzuchthefen und Enzyme
Ausbau gebrauchte Holzfässer · Schwefel minimal zur Füllung · in der Regel ungeschönt und unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2030

ZumWinzer

Maxime Crotet

Maxime Crotet

Négociant-Vinificateur · Beaune · Burgund

Gegründet 2021 Kein eigener Rebbesitz Spontangärung Ganztraubengärung Ungeschönt, unfiltriert

Domaine Maxime Crotet ist kein Weingut im klassischen Sinn: Crotet besitzt keine Reben, sondern kauft Trauben bei Winzern, die er über das Jahr im Weinberg begleitet. Vinifiziert wird alles im eigenen Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune – mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zusätze während Gärung und Ausbau, in kleinen Mengen.

Steckbrief

Artikelnr.
SW12833
Jahr
2025
Land
Frankreich
Region
Burgund
Art
Rot
Ausbau
trocken
Rebsorten
Pinot Noir
Alkoholgehalt
11,0% vol
Brennwert / 100 ml
260 kj, 63 kcal
Eiweiß / 100 ml
0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml
0g
Kohlenhydrate / 100 ml
0,7 g
Fett / 100 ml
0g
Zucker / 100 ml
0g
Salz / 100 ml
0g
Inhaltsangaben

Zutaten: Trauben, Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel (Sulfite); Allergene

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Pinot Noir

Pinot Noir Wein kaufen heißt vor allem, Burgund zu kaufen. An der Côte d’Or, zwischen Dijon und Santenay, bringt die Sorte auf einem schmalen Hang aus Kalk und Mergel einige der gesuchtesten Rotweine der Welt hervor. Pinot Noir ist eine der ältesten Kultursorten, dünnschalig und anspruchsvoll, und zeigt Unterschiede im Boden deshalb besonders deutlich. Typisch sind Kirsche, Himbeere, Waldboden und Gewürze bei feinem Tannin. Außerhalb Burgunds wächst er in der Champagne, in Oregon, Neuseeland und Kalifornien.

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Rebsorte
Maxime Crotet Vin de France Pinot Noir 2025

24,95 €

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