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Produktinformationen "Maxime Crotet Bourgogne Aligoté Vielles Vignes 2025"

Weißwein · Bourgogne Aligoté AOC · Vieilles Vignes

Aligoté Bourgogne Aligoté AOC 2025 Pernand-Vergelesses Reben von Ende der 1980er Bâtonnage während der Gärung 10 Monate französische Eiche

Der Bourgogne Aligoté 2025 von Maxime Crotet stammt aus Pernand-Vergelesses, von Reben, die Ende der 1980er Jahre auf Kalkboden gepflanzt wurden. Aligoté gilt als zweite weiße Rebsorte Burgunds und wird meist als Kir-Grundlage abgetan – Crotet behandelt sie wie einen Lagenwein: Spontangärung im Holz, zehn Monate Ausbau, kein Schwefel bis zur Füllung.


Aligoté in Pernand-Vergelesses – Kalk statt Kompromiss

Bourgogne Aligoté ist die einzige regionale Appellation Burgunds, die nach einer Rebsorte benannt ist statt nach einem Ort. Das erklärt zugleich ihren Ruf: Aligoté wurde historisch dort gepflanzt, wo Chardonnay nicht den besten Platz bekam – auf den oberen Hangpartien, in den Nebentälern, auf den kühleren Parzellen. Der Wein galt als Karaffenwein, gut genug für den Kir, zu wenig für die Flasche.

Dabei unterscheiden sich die Herkünfte deutlich. Aligoté aus den Hautes-Côtes fällt frischer und schlanker aus, während die Weine aus Pernand-Vergelesses als die geschmeidigeren und fruchtigeren gelten – die Gemeinde am Fuß des Corton-Hügels ist unter Kennern die Referenzherkunft für Aligoté außerhalb von Bouzeron, das für diese Sorte eine eigene Village-Appellation besitzt. Die Reben dieser Cuvée stehen auf kalkreichen Böden und wurden Ende der 1980er Jahre gepflanzt.

Rund vier Jahrzehnte Rebenalter sind bei Aligoté die Ausnahme, weil die Sorte in Zeiten geringer Wertschätzung reihenweise gerodet und durch Chardonnay ersetzt wurde. Was überlebt hat, steht meist an Standorten, die man nicht umbestocken wollte. Alte Aligoté-Anlagen regulieren ihren Ertrag selbst und liefern die Konzentration, die der Sorte in jungen Anlagen fehlt – hier liegt der Unterschied zwischen einem Karaffenwein und einem Wein mit Struktur.

Jahrgang 2025 – Côte de Beaune

Milder Winter, warmer Frühling, trockener und sonniger Sommer – 2025 lief der Vegetationszyklus im Burgund durchgehend vor dem Kalender. Eine Hitzewelle Mitte August beschleunigte die Reife zusätzlich, ohne die Säure abzubauen; der Gesundheitszustand der Trauben war durchweg gut, Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle. Für eine von Natur aus säurebetonte Sorte wie Aligoté ist ein warmes Jahr kein Nachteil, sondern die Chance auf physiologische Reife bei erhaltener Frische.

In der Côte de Beaune wurden die weißen Sorten ab dem 23. bis 25. August gelesen, rund 20 Tage früher als im historischen Mittel und auf dem Niveau von 2022. Die Sommertrockenheit hielt die Beeren klein und ließ die Erträge von Parzelle zu Parzelle stark schwanken, in Einzelfällen bis zur halben Ernte. Ältere Rebanlagen kamen mit der Hitze erkennbar besser zurecht als junge – ein Umstand, der einer Anlage aus den 1980er Jahren in diesem Jahrgang unmittelbar zugutekommt.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Aligoté, Jahrgang 2025. Die Trauben werden direkt gepresst, der Most setzt sich anschließend rund zwölf Stunden im temperaturkontrollierten Tank ab. Vergoren wird spontan mit den traubeneigenen Hefen im Holzfass – ohne Reinzuchthefe, ohne Enzyme.

Während der alkoholischen Gärung wird regelmäßig bâtonniert, um die Feinhefe in Schwebe zu halten; das baut Textur auf, ohne dass Säure verloren geht. Der Ausbau dauert zehn Monate in französischer Eiche, die Fässer werden wöchentlich aufgefüllt, um Oxidation zu begrenzen – eine Notwendigkeit, wenn während des gesamten Ausbaus kein Schwefel zugegeben wird. Geschwefelt wird ausschließlich bei der Abfüllung, in minimaler Menge.

Im Glas

Blasses Strohgelb mit grünem Reflex. In der Nase Akazienblüte und Weißdorn – die florale Signatur der Sorte –, dazu grüner Apfel, Zitronenschale und ein Hefeton aus dem Bâtonnage. Am Gaumen straff und salzig, mit der klaren Säurekante, die Aligoté von Chardonnay unterscheidet, aber breiter aufgebaut als ein Karaffen-Aligoté aus dem Stahltank. Der Abgang bleibt trocken und zitrisch, mit kreidigem Nachklang vom Kalk.

Bourgogne Aligoté ist die einzige Regionalappellation Burgunds, die nach einer Rebsorte benannt ist – nicht nach einem Ort.

Servieren bei 10 bis 12 °C. Einfacher Aligoté ist nach ein bis drei Jahren am Ende; diese Version hält durch Rebenalter, Holzausbau und Feinhefelager deutlich länger und gewinnt in den ersten Jahren noch an Breite. Bei minimaler Schwefelung gehört sie konstant kühl gelagert.

Am Tisch

Zu Schnecken in Kräuterbutter – der Klassiker der Region –, zu Austern und Meeresfrüchten, zu gebratenem Fisch und zu Ziegenkäse. Auch zu Frittiertem und zu hellem Fleisch in heller Sauce, wo die Säure das Fett auffängt. Für den Kir ist dieser Wein zu schade; wenn Kir, dann mit einem einfacheren Aligoté.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Aligoté
Herkunft Pernand-Vergelesses, Côte de Beaune
Klassifikation Bourgogne Aligoté AOC
Jahrgang 2025
Rebenalter Gepflanzt Ende der 1980er Jahre
Vinifikation Direktpressung · 12 Stunden Vorklärung · Spontangärung im Holz · Bâtonnage während der Gärung
Ausbau 10 Monate französische Eiche · wöchentliches Auffüllen · kein SO₂ im Ausbau
Schwefelung Minimal bei der Abfüllung
Trinkempfehlung 2026–2031
Boden Kalkreich
Alkoholgehalt: 11,5
Art: Weiß
Ausbau: trocken
Brennwert / 100 ml: 260 kj, 63 kcal
Eiweiß / 100 ml: 0g
Fett / 100 ml: 0g
Jahr: 2025
Kohlenhydrate / 100 ml: 0,7 g
Land: Frankreich
Rebsorten: Aligote
Region: Burgund
Salz / 100 ml: 0g
Zucker / 100 ml: 0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml: 0g

Maxime Crotet

Négociant-Vinificateur · Beaune · Burgund

Gegründet 2021 Kein eigener Rebbesitz Spontangärung Ganztraubengärung Ungeschönt, unfiltriert

Domaine Maxime Crotet ist kein Weingut im klassischen Sinn: Crotet besitzt keine Reben, sondern kauft Trauben bei Winzern, die er über das Jahr im Weinberg begleitet. Vinifiziert wird alles im eigenen Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune – mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zusätze während Gärung und Ausbau, in kleinen Mengen.


Vom Restaurant zur Cuverie: Maxime Crotet

Maxime Crotet, Jahrgang 1994, stammt aus Beaune und wuchs in einer Gastronomen- und Weinfamilie auf. Sein Großvater Jean Crotet führte die Hostellerie de Levernois bei Beaune, ein Restaurant mit Michelin-Auszeichnung. Seine Ausbildung als Winzer machte Crotet nicht im Hörsaal, sondern im Keller: Acht Jahre lang arbeitete er bei Frédéric Cossard, einem der Wegbereiter des Naturweins im Burgund, auf der Domaine de Chassorney in Saint-Romain – vom Kellergehilfen bis zum verantwortlichen Vinifikateur. Am 11. Mai 2021 meldete er sein eigenes Weingut in Beaune an. Der erste Jahrgang 2021 war schnell ausverkauft.

2022 gründete er gemeinsam mit Arthur Raillard die Mikrodestillerie Les Fruits Maudits, direkt gegenüber seiner Cuverie. Das Prinzip ist der Tausch: Obst, das in burgundischen Privatgärten ungeerntet bleibt, wird eingesammelt und zu Likören und Bränden verarbeitet; die Gartenbesitzer erhalten dafür einige Flaschen.

Trauben, Herkunft und Arbeit im Weinberg

Crotet ist Négociant-Vinificateur ohne eigenen Rebbesitz. Er kauft Trauben – keine Moste, keine Fassweine – von Winzern, deren Arbeitsweise und Vorstellung vom Reifezeitpunkt er teilt. Die Zusammenarbeit endet nicht beim Kaufvertrag: Crotet begleitet seine Lieferanten über das Jahr im Weinberg, sieht sich die Parzellen an, spricht die Arbeiten ab und entscheidet den Lesetermin mit. Das Lesegut wird also nicht zugekauft, sondern von der Vegetationsperiode an mitgestaltet.

Der Startjahrgang 2021 fiel im Burgund den Aprilfrösten zum Opfer, deshalb kaufte er in dieser Saison im Beaujolais (Régnié), im Elsass, im Jura und im Vaucluse zu. Seit 2022 liegt der Schwerpunkt wieder im Burgund, über feste Verträge unter anderem in Maranges, in den Côte de Nuits-Villages und im Mâconnais. Aus dem Jura kommen weiterhin Poulsard, Trousseau, Savagnin und Chardonnay, aus dem Süden Grenache und Carignan.

Philosophie und Vinifikation

Terroir vor Technik – das ist bei Crotet keine Formel, sondern eine Verfahrensanweisung. Vergoren wird ausschließlich mit weinbergseigenen Hefen. Während Gärung und Ausbau kommen weder Hefen noch Enzyme hinzu. Schwefel setzt Crotet in minimalen Mengen ein, um die Weine stabil zu halten – in der Regel erst zur Abfüllung.

Die Rotweine vergären mit ganzen Trauben, je nach Lesegut mit karbonischem Einfluss, danach folgt der Ausbau im gebrauchten Holzfass zur Mikrooxidation. Die weißen Trauben werden früh gelesen, damit Säure und Kontur erhalten bleiben; ein Teil davon wird auf der Maische vergoren. Filtration und Schönung unterbleiben in der Regel. Die Mengen sind klein, viele Cuvées liegen im Bereich weniger hundert bis wenige tausend Flaschen.

Kein eigener Weinberg, aber der Lesetermin in eigener Hand – Crotet verschiebt die Entscheidungen dorthin, wo sie den Wein bestimmen.

Die Weine von Maxime Crotet

  • Bourgogne blanc „Matilda" – Chardonnay, benannt nach einer der beiden Töchter Crotets.
  • Bourgogne blanc „Olivia" – das Gegenstück, benannt nach der zweiten Tochter.
  • Bourgogne Aligoté Vieilles Vignes – Aligoté von alten Reben, im Stahltank ausgebaut. Zitrus, Kräuter, salziger Abgang, schlanker Körper.
  • Mâcon „Péronne" – Chardonnay aus dem Mâconnais, ohne Neuholz. Apfel, Zitronenschale, klare Säurestruktur.
  • Bourgogne Rouge – Pinot Noir aus dem Burgund, Ganztraubengärung. Rote Beeren, feines Tannin, keine Holzdominanz.
  • Côte de Nuits-Villages – Pinot Noir aus dem nördlichen Teil der Côte d'Or. Dunklere Frucht, straffe Säure, Ausbau im gebrauchten Fass.
  • Maranges – Pinot Noir vom Südende der Côte de Beaune. Kirsche, würzige Erde, zugängliches Trinkfenster.
  • Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune Vieilles Vignes – Pinot Noir aus den höher gelegenen Lagen hinter der Côte.
  • Bourgogne Passe-Tout-Grains und Coteaux Bourguignons Gamay – die burgundischen Alltagsweine des Sortiments.
  • Plouplou – Poulsard aus dem Jura, hell in der Farbe, transparent im Ausdruck: Preiselbeere, Blutorange, kaum Tannin.
  • Roussteau – Trousseau aus dem Jura als Vin de France. Waldbeeren, Pfeffer, feinkörnige Struktur.
  • Grenache und Carignan aus dem Vaucluse – südliche Rebsorten, kühl und ohne Extraktion vinifiziert. Kräuter, Steinobst, schlanker Bau.

Neue Kellerei, erste eigene Reben

Außerhalb von Beaune entsteht derzeit eine neue Kellerei. Parallel bereitet Crotet den Kauf erster eigener Rebflächen vor – der Schritt vom Négociant-Vinificateur zum Winzer mit eigenem Besitz ist damit eingeleitet, ohne dass das Zukaufsmodell aufgegeben wird.

Häufige Fragen zu Maxime Crotet

Wer ist Maxime Crotet?

Maxime Crotet, geboren 1994, ist Négociant-Vinificateur in Beaune im Burgund. Er arbeitete acht Jahre bei Frédéric Cossard auf der Domaine de Chassorney und gründete 2021 sein eigenes Projekt. Sein Großvater Jean Crotet führte die Hostellerie de Levernois.

Hat Maxime Crotet eigene Weinberge?

Bislang nicht. Er kauft Trauben von Partnerwinzern zu, begleitet diese aber über das Jahr im Weinberg und entscheidet den Lesetermin mit. Der Erwerb eigener Rebflächen ist in Planung, eine neue Kellerei außerhalb Beaunes im Bau.

Wie werden die Weine von Maxime Crotet gemacht?

Die Gärung läuft mit weinbergseigenen Hefen, während Gärung und Ausbau werden weder Hefen noch Enzyme zugesetzt. Schwefel kommt in minimaler Dosis zur Stabilisierung hinzu, meist erst bei der Abfüllung. Geschönt und filtriert wird in der Regel nicht. Crotet wird damit der Naturweinszene zugerechnet, in der er bei Frédéric Cossard gelernt hat.

Woher stammen die Trauben von Maxime Crotet?

Der Schwerpunkt liegt seit 2022 im Burgund, unter anderem Maranges, Côte de Nuits-Villages und Mâconnais. Im Frostjahr 2021 kaufte er zusätzlich im Beaujolais, im Elsass, im Jura und im Vaucluse zu. Jura-Rebsorten wie Poulsard und Trousseau gehören weiterhin zum Sortiment.

Woher kommen die Namen Matilda und Olivia?

Von Crotets beiden Töchtern. Die zwei Bourgogne blancs des Guts tragen ihre Namen.


Erzeuger Maxime Crotet, Beaune, Burgund

Betriebsform Négociant-Vinificateur, kein eigener Rebbesitz

Gegründet 11. Mai 2021

Herkunft der Trauben Burgund (Maranges, Côte de Nuits-Villages, Mâconnais), Jura, Vaucluse

Vinifikation Spontangärung, Ganztraubengärung bei Rot, teils Maischegärung bei Weiß

Ausbau gebrauchtes Holzfass, Stahltank; ungeschönt und unfiltriert

Zweitprojekt Les Fruits Maudits, Mikrodestillerie in Beaune

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers Maxime Crotet, 27 Boulevard Clemenceau, 21200 Beaune, Frankreich


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Detailbeschreibung

Weißwein · Bourgogne Aligoté AOC · Vieilles Vignes

Aligoté Bourgogne Aligoté AOC 2025 Pernand-Vergelesses Reben von Ende der 1980er Bâtonnage während der Gärung 10 Monate französische Eiche

Der Bourgogne Aligoté 2025 von Maxime Crotet stammt aus Pernand-Vergelesses, von Reben, die Ende der 1980er Jahre auf Kalkboden gepflanzt wurden. Aligoté gilt als zweite weiße Rebsorte Burgunds und wird meist als Kir-Grundlage abgetan – Crotet behandelt sie wie einen Lagenwein: Spontangärung im Holz, zehn Monate Ausbau, kein Schwefel bis zur Füllung.


Aligoté in Pernand-Vergelesses – Kalk statt Kompromiss

Bourgogne Aligoté ist die einzige regionale Appellation Burgunds, die nach einer Rebsorte benannt ist statt nach einem Ort. Das erklärt zugleich ihren Ruf: Aligoté wurde historisch dort gepflanzt, wo Chardonnay nicht den besten Platz bekam – auf den oberen Hangpartien, in den Nebentälern, auf den kühleren Parzellen. Der Wein galt als Karaffenwein, gut genug für den Kir, zu wenig für die Flasche.

Dabei unterscheiden sich die Herkünfte deutlich. Aligoté aus den Hautes-Côtes fällt frischer und schlanker aus, während die Weine aus Pernand-Vergelesses als die geschmeidigeren und fruchtigeren gelten – die Gemeinde am Fuß des Corton-Hügels ist unter Kennern die Referenzherkunft für Aligoté außerhalb von Bouzeron, das für diese Sorte eine eigene Village-Appellation besitzt. Die Reben dieser Cuvée stehen auf kalkreichen Böden und wurden Ende der 1980er Jahre gepflanzt.

Rund vier Jahrzehnte Rebenalter sind bei Aligoté die Ausnahme, weil die Sorte in Zeiten geringer Wertschätzung reihenweise gerodet und durch Chardonnay ersetzt wurde. Was überlebt hat, steht meist an Standorten, die man nicht umbestocken wollte. Alte Aligoté-Anlagen regulieren ihren Ertrag selbst und liefern die Konzentration, die der Sorte in jungen Anlagen fehlt – hier liegt der Unterschied zwischen einem Karaffenwein und einem Wein mit Struktur.

Jahrgang 2025 – Côte de Beaune

Milder Winter, warmer Frühling, trockener und sonniger Sommer – 2025 lief der Vegetationszyklus im Burgund durchgehend vor dem Kalender. Eine Hitzewelle Mitte August beschleunigte die Reife zusätzlich, ohne die Säure abzubauen; der Gesundheitszustand der Trauben war durchweg gut, Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle. Für eine von Natur aus säurebetonte Sorte wie Aligoté ist ein warmes Jahr kein Nachteil, sondern die Chance auf physiologische Reife bei erhaltener Frische.

In der Côte de Beaune wurden die weißen Sorten ab dem 23. bis 25. August gelesen, rund 20 Tage früher als im historischen Mittel und auf dem Niveau von 2022. Die Sommertrockenheit hielt die Beeren klein und ließ die Erträge von Parzelle zu Parzelle stark schwanken, in Einzelfällen bis zur halben Ernte. Ältere Rebanlagen kamen mit der Hitze erkennbar besser zurecht als junge – ein Umstand, der einer Anlage aus den 1980er Jahren in diesem Jahrgang unmittelbar zugutekommt.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Aligoté, Jahrgang 2025. Die Trauben werden direkt gepresst, der Most setzt sich anschließend rund zwölf Stunden im temperaturkontrollierten Tank ab. Vergoren wird spontan mit den traubeneigenen Hefen im Holzfass – ohne Reinzuchthefe, ohne Enzyme.

Während der alkoholischen Gärung wird regelmäßig bâtonniert, um die Feinhefe in Schwebe zu halten; das baut Textur auf, ohne dass Säure verloren geht. Der Ausbau dauert zehn Monate in französischer Eiche, die Fässer werden wöchentlich aufgefüllt, um Oxidation zu begrenzen – eine Notwendigkeit, wenn während des gesamten Ausbaus kein Schwefel zugegeben wird. Geschwefelt wird ausschließlich bei der Abfüllung, in minimaler Menge.

Im Glas

Blasses Strohgelb mit grünem Reflex. In der Nase Akazienblüte und Weißdorn – die florale Signatur der Sorte –, dazu grüner Apfel, Zitronenschale und ein Hefeton aus dem Bâtonnage. Am Gaumen straff und salzig, mit der klaren Säurekante, die Aligoté von Chardonnay unterscheidet, aber breiter aufgebaut als ein Karaffen-Aligoté aus dem Stahltank. Der Abgang bleibt trocken und zitrisch, mit kreidigem Nachklang vom Kalk.

Bourgogne Aligoté ist die einzige Regionalappellation Burgunds, die nach einer Rebsorte benannt ist – nicht nach einem Ort.

Servieren bei 10 bis 12 °C. Einfacher Aligoté ist nach ein bis drei Jahren am Ende; diese Version hält durch Rebenalter, Holzausbau und Feinhefelager deutlich länger und gewinnt in den ersten Jahren noch an Breite. Bei minimaler Schwefelung gehört sie konstant kühl gelagert.

Am Tisch

Zu Schnecken in Kräuterbutter – der Klassiker der Region –, zu Austern und Meeresfrüchten, zu gebratenem Fisch und zu Ziegenkäse. Auch zu Frittiertem und zu hellem Fleisch in heller Sauce, wo die Säure das Fett auffängt. Für den Kir ist dieser Wein zu schade; wenn Kir, dann mit einem einfacheren Aligoté.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Aligoté
Herkunft Pernand-Vergelesses, Côte de Beaune
Klassifikation Bourgogne Aligoté AOC
Jahrgang 2025
Rebenalter Gepflanzt Ende der 1980er Jahre
Vinifikation Direktpressung · 12 Stunden Vorklärung · Spontangärung im Holz · Bâtonnage während der Gärung
Ausbau 10 Monate französische Eiche · wöchentliches Auffüllen · kein SO₂ im Ausbau
Schwefelung Minimal bei der Abfüllung
Trinkempfehlung 2026–2031
Boden Kalkreich

ZumWinzer

Maxime Crotet

Maxime Crotet

Négociant-Vinificateur · Beaune · Burgund

Gegründet 2021 Kein eigener Rebbesitz Spontangärung Ganztraubengärung Ungeschönt, unfiltriert

Domaine Maxime Crotet ist kein Weingut im klassischen Sinn: Crotet besitzt keine Reben, sondern kauft Trauben bei Winzern, die er über das Jahr im Weinberg begleitet. Vinifiziert wird alles im eigenen Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune – mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zusätze während Gärung und Ausbau, in kleinen Mengen.

Steckbrief

Artikelnr.
SW12811
Jahr
2025
Land
Frankreich
Region
Burgund
Art
Weiß
Ausbau
trocken
Rebsorten
Aligote
Alkoholgehalt
11,5% vol
Brennwert / 100 ml
260 kj, 63 kcal
Eiweiß / 100 ml
0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml
0g
Kohlenhydrate / 100 ml
0,7 g
Fett / 100 ml
0g
Zucker / 100 ml
0g
Salz / 100 ml
0g
Inhaltsangaben

Zutaten: Trauben, Anreicherung/Süßung (Zucker), Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel: Sulfite; Allergene

ZurRebsorte

Rebsorte

Aligoté

Aligoté Wein kaufen heißt, die zweite weiße Rebsorte Burgunds zu entdecken. Neben dem Chardonnay spielte sie lange die Nebenrolle, als Grundwein für den Kir, gemischt mit Crème de Cassis. Seit Ende der 1990er Jahre hat das Dorf Bouzeron an der Côte Chalonnaise als einzige Gemeinde eine eigene Appellation für Aligoté; alle anderen Weine tragen die Bezeichnung Bourgogne Aligoté. Die Sorte reift früh, behält viel Säure und zeigt Zitrus, grünen Apfel und Kräuter. Alte Reben und niedrige Erträge machen aus ihr einen ernsthaften Weißwein.

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Maxime Crotet Bourgogne Aligoté Vielles Vignes 2025

29,95 €

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