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Produktinformationen "Maxim Crotet Bourgogne Blanc Olivia 2025"

Weißwein · Bourgogne AOC · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne AOC 2025 Maranges und Remigny Reben Ø 45 Jahre 10 Monate gebrauchtes Eichenfass SO₂ nur bei der Füllung

Der Bourgogne Blanc Olivia 2025 von Maxime Crotet ist ein Chardonnay aus zwei Parzellen am Südende der Côte de Beaune – je zur Hälfte aus Maranges und aus Remigny, von Reben mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren. Crotet arbeitet seit 2021 als Négociant-Vinificateur in Beaune, nach acht Jahren bei Frédéric Cossard in Saint-Romain. Eigene Weinberge besitzt er nicht; er kauft Trauben von Winzern, deren Arbeitsweise er kennt, und vinifiziert selbst.


Maranges und Remigny – zwei Parzellen am Südende der Côte

Die Cuvée setzt sich je zur Hälfte aus zwei Herkünften zusammen. Der Anteil aus Maranges stammt aus der südlichsten Appellation der Côte de Beaune, dort wo der Hang nach Südwesten abknickt. Der Untergrund ist jurassisch: blauer Ton und Mergel, durchsetzt mit Kalksteinschutt, ausgeprägt fossilreich. Die Rebflächen liegen zwischen 240 und 400 Metern und sind süd- bis südostexponiert – mehr Nachmittagssonne als in den nach Osten schauenden Gemeinden weiter nördlich.

Remigny liegt wenige Kilometer östlich davon an der Dheune, mit 2,45 Quadratkilometern eine der zehn kleinsten Gemeinden der Saône-et-Loire und mit gut vierhundert Einwohnern kaum mehr als ein Dorf. Weinbaulich ist die Gemarkung bemerkenswert: Ein Teil ihres Gebiets fällt in die AOC Santenay. Das Klima ist ozeanisch geprägt mit rund 1.900 Sonnenstunden und etwa 850 Millimetern Jahresniederschlag bei einer Jahresmitteltemperatur um 10,6 °C – kühler und feuchter als die Zahlen der Côte-d'Or-Kernzone.

Beide Parzellen liegen damit in unmittelbarer Nachbarschaft von Villages-Appellationen, tragen aber das regionale Etikett Bourgogne. Das Rebenalter von durchschnittlich 45 Jahren ist für diese Klassifikationsstufe ungewöhnlich hoch: Alte Reben regulieren ihren Ertrag selbst, wurzeln tiefer und kommen mit Trockenphasen besser zurecht – ein Vorteil, der sich 2025 unmittelbar ausgezahlt hat.

Jahrgang 2025 – Côte de Beaune

2025 war im Burgund ein ausgesprochen frühes Jahr. Milder Winter, warmer Frühling, trockener und sonniger Sommer – der Vegetationszyklus lief durchgehend vor dem Kalender. Eine Hitzewelle Mitte August beschleunigte die Reife noch einmal, ohne die Säure abzubauen; das Zucker-Säure-Verhältnis blieb intakt, der Gesundheitszustand der Trauben war durchweg gut, Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle.

In der Côte de Beaune wurden die weißen Sorten ab dem 23. bis 25. August gelesen – rund 20 Tage früher als im historischen Mittel und auf dem Niveau von 2022. Die Sommertrockenheit hielt die Beeren klein, was die Erträge deutlich drückte und regional stark schwanken ließ; in einzelnen Parzellen kam nur die halbe Ernte ein. Ältere Rebanlagen zeigten dabei erkennbar mehr Widerstandskraft gegen die Hitze als junge. Für die Weißweine zeichnet sich ein Jahrgang mit reifer, aber nicht überreifer Frucht und tragender Säure ab – bei knapper Menge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay, Jahrgang 2025, als Cuvée aus zwei Parzellen in Maranges und Remigny. Maxime Crotet gründete sein Projekt 2021, nachdem er acht Jahre bei Frédéric Cossard gearbeitet hatte – zunächst im Keller, zuletzt als dessen rechte Hand. Sein Modell als Négociant-Vinificateur gibt ihm Zugriff auf Parzellen, die er als Quereinsteiger ohne Familienbesitz nie hätte erwerben können.

Vergoren wird spontan mit den Hefen der Traube, ohne Reinzuchthefe und ohne Enzyme. Der Ausbau erfolgt über zehn Monate in großen gebrauchten Eichenfässern – gebraucht und großvolumig, damit das Holz Sauerstoff reguliert, statt Aroma beizusteuern. Schwefel wird ausschließlich bei der Abfüllung zugegeben, in minimaler Menge, damit der Wein transportfähig bleibt. Während des gesamten Ausbaus bleibt er ungeschwefelt.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Zitrone, weißer Pfirsich und grüner Apfel, dazu ein feuersteiniger Ton und ein Anklang von Haselnuss aus dem Hefekontakt – kein Vanille- oder Röstaroma, weil kein neues Holz beteiligt ist. Am Gaumen geradlinig und salzig-mineralisch, mit klarer Säurelinie und mittlerem Körper. Der Abgang bleibt trocken und zitrusbetont statt cremig.

Ein Teil der Gemarkung Remigny liegt in der AOC Santenay – die Parzellen dieser Cuvée grenzen an Villages-Lagen, tragen aber das regionale Etikett.

Servieren bei 11 bis 13 °C, nicht kälter – zu kalt verschließt sich die Mineralität. Der Wein ist jung zugänglich und entwickelt über die nächsten Jahre mehr Breite. Bei minimaler Schwefelung empfiehlt sich konstant kühle Lagerung; angebrochen hält er sich gut verschlossen zwei bis drei Tage im Kühlschrank.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch, Jakobsmuscheln und Austern, zu Geflügel in heller Sauce, zu Ziegenkäse und jungem Comté. Auch zu Spargel und zu Gemüsegerichten mit Zitrone und Kräutern. Ein Bourgogne Blanc, der eher als Essensbegleiter funktioniert als solo – die Säure verlangt nach einem Gegenüber auf dem Teller.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Chardonnay
Herkunft Je zur Hälfte Maranges und Remigny, südliche Côte de Beaune
Klassifikation Bourgogne AOC
Jahrgang 2025
Rebenalter Durchschnittlich 45 Jahre
Vinifikation Spontangärung mit Wildhefen · keine Reinzuchthefe · keine Enzyme
Ausbau 10 Monate in großen gebrauchten Eichenfässern · kein neues Holz
Schwefelung Ausschließlich bei der Abfüllung, minimal
Trinkempfehlung 2026–2032
Boden Blauer Ton und Mergel mit Kalksteinschutt
Alkoholgehalt: 12,5
Art: Weiß
Ausbau: trocken
Brennwert / 100 ml: 328 kj, 78 kcal
Eiweiß / 100 ml: 0g
Fett / 100 ml: 0g
Jahr: 2025
Kohlenhydrate / 100 ml: 0,7 g
Land: Frankreich
Rebsorten: Chardonnay
Region: Burgund
Salz / 100 ml: 0g
Zucker / 100 ml: 0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml: 0g

Maxime Crotet

Négociant-Vinificateur · Beaune · Burgund

Gegründet 2021 Kein eigener Rebbesitz Spontangärung Ganztraubengärung Ungeschönt, unfiltriert

Domaine Maxime Crotet ist kein Weingut im klassischen Sinn: Crotet besitzt keine Reben, sondern kauft Trauben bei Winzern, die er über das Jahr im Weinberg begleitet. Vinifiziert wird alles im eigenen Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune – mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zusätze während Gärung und Ausbau, in kleinen Mengen.


Vom Restaurant zur Cuverie: Maxime Crotet

Maxime Crotet, Jahrgang 1994, stammt aus Beaune und wuchs in einer Gastronomen- und Weinfamilie auf. Sein Großvater Jean Crotet führte die Hostellerie de Levernois bei Beaune, ein Restaurant mit Michelin-Auszeichnung. Seine Ausbildung als Winzer machte Crotet nicht im Hörsaal, sondern im Keller: Acht Jahre lang arbeitete er bei Frédéric Cossard, einem der Wegbereiter des Naturweins im Burgund, auf der Domaine de Chassorney in Saint-Romain – vom Kellergehilfen bis zum verantwortlichen Vinifikateur. Am 11. Mai 2021 meldete er sein eigenes Weingut in Beaune an. Der erste Jahrgang 2021 war schnell ausverkauft.

2022 gründete er gemeinsam mit Arthur Raillard die Mikrodestillerie Les Fruits Maudits, direkt gegenüber seiner Cuverie. Das Prinzip ist der Tausch: Obst, das in burgundischen Privatgärten ungeerntet bleibt, wird eingesammelt und zu Likören und Bränden verarbeitet; die Gartenbesitzer erhalten dafür einige Flaschen.

Trauben, Herkunft und Arbeit im Weinberg

Crotet ist Négociant-Vinificateur ohne eigenen Rebbesitz. Er kauft Trauben – keine Moste, keine Fassweine – von Winzern, deren Arbeitsweise und Vorstellung vom Reifezeitpunkt er teilt. Die Zusammenarbeit endet nicht beim Kaufvertrag: Crotet begleitet seine Lieferanten über das Jahr im Weinberg, sieht sich die Parzellen an, spricht die Arbeiten ab und entscheidet den Lesetermin mit. Das Lesegut wird also nicht zugekauft, sondern von der Vegetationsperiode an mitgestaltet.

Der Startjahrgang 2021 fiel im Burgund den Aprilfrösten zum Opfer, deshalb kaufte er in dieser Saison im Beaujolais (Régnié), im Elsass, im Jura und im Vaucluse zu. Seit 2022 liegt der Schwerpunkt wieder im Burgund, über feste Verträge unter anderem in Maranges, in den Côte de Nuits-Villages und im Mâconnais. Aus dem Jura kommen weiterhin Poulsard, Trousseau, Savagnin und Chardonnay, aus dem Süden Grenache und Carignan.

Philosophie und Vinifikation

Terroir vor Technik – das ist bei Crotet keine Formel, sondern eine Verfahrensanweisung. Vergoren wird ausschließlich mit weinbergseigenen Hefen. Während Gärung und Ausbau kommen weder Hefen noch Enzyme hinzu. Schwefel setzt Crotet in minimalen Mengen ein, um die Weine stabil zu halten – in der Regel erst zur Abfüllung.

Die Rotweine vergären mit ganzen Trauben, je nach Lesegut mit karbonischem Einfluss, danach folgt der Ausbau im gebrauchten Holzfass zur Mikrooxidation. Die weißen Trauben werden früh gelesen, damit Säure und Kontur erhalten bleiben; ein Teil davon wird auf der Maische vergoren. Filtration und Schönung unterbleiben in der Regel. Die Mengen sind klein, viele Cuvées liegen im Bereich weniger hundert bis wenige tausend Flaschen.

Kein eigener Weinberg, aber der Lesetermin in eigener Hand – Crotet verschiebt die Entscheidungen dorthin, wo sie den Wein bestimmen.

Die Weine von Maxime Crotet

  • Bourgogne blanc „Matilda" – Chardonnay, benannt nach einer der beiden Töchter Crotets.
  • Bourgogne blanc „Olivia" – das Gegenstück, benannt nach der zweiten Tochter.
  • Bourgogne Aligoté Vieilles Vignes – Aligoté von alten Reben, im Stahltank ausgebaut. Zitrus, Kräuter, salziger Abgang, schlanker Körper.
  • Mâcon „Péronne" – Chardonnay aus dem Mâconnais, ohne Neuholz. Apfel, Zitronenschale, klare Säurestruktur.
  • Bourgogne Rouge – Pinot Noir aus dem Burgund, Ganztraubengärung. Rote Beeren, feines Tannin, keine Holzdominanz.
  • Côte de Nuits-Villages – Pinot Noir aus dem nördlichen Teil der Côte d'Or. Dunklere Frucht, straffe Säure, Ausbau im gebrauchten Fass.
  • Maranges – Pinot Noir vom Südende der Côte de Beaune. Kirsche, würzige Erde, zugängliches Trinkfenster.
  • Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune Vieilles Vignes – Pinot Noir aus den höher gelegenen Lagen hinter der Côte.
  • Bourgogne Passe-Tout-Grains und Coteaux Bourguignons Gamay – die burgundischen Alltagsweine des Sortiments.
  • Plouplou – Poulsard aus dem Jura, hell in der Farbe, transparent im Ausdruck: Preiselbeere, Blutorange, kaum Tannin.
  • Roussteau – Trousseau aus dem Jura als Vin de France. Waldbeeren, Pfeffer, feinkörnige Struktur.
  • Grenache und Carignan aus dem Vaucluse – südliche Rebsorten, kühl und ohne Extraktion vinifiziert. Kräuter, Steinobst, schlanker Bau.

Neue Kellerei, erste eigene Reben

Außerhalb von Beaune entsteht derzeit eine neue Kellerei. Parallel bereitet Crotet den Kauf erster eigener Rebflächen vor – der Schritt vom Négociant-Vinificateur zum Winzer mit eigenem Besitz ist damit eingeleitet, ohne dass das Zukaufsmodell aufgegeben wird.

Häufige Fragen zu Maxime Crotet

Wer ist Maxime Crotet?

Maxime Crotet, geboren 1994, ist Négociant-Vinificateur in Beaune im Burgund. Er arbeitete acht Jahre bei Frédéric Cossard auf der Domaine de Chassorney und gründete 2021 sein eigenes Projekt. Sein Großvater Jean Crotet führte die Hostellerie de Levernois.

Hat Maxime Crotet eigene Weinberge?

Bislang nicht. Er kauft Trauben von Partnerwinzern zu, begleitet diese aber über das Jahr im Weinberg und entscheidet den Lesetermin mit. Der Erwerb eigener Rebflächen ist in Planung, eine neue Kellerei außerhalb Beaunes im Bau.

Wie werden die Weine von Maxime Crotet gemacht?

Die Gärung läuft mit weinbergseigenen Hefen, während Gärung und Ausbau werden weder Hefen noch Enzyme zugesetzt. Schwefel kommt in minimaler Dosis zur Stabilisierung hinzu, meist erst bei der Abfüllung. Geschönt und filtriert wird in der Regel nicht. Crotet wird damit der Naturweinszene zugerechnet, in der er bei Frédéric Cossard gelernt hat.

Woher stammen die Trauben von Maxime Crotet?

Der Schwerpunkt liegt seit 2022 im Burgund, unter anderem Maranges, Côte de Nuits-Villages und Mâconnais. Im Frostjahr 2021 kaufte er zusätzlich im Beaujolais, im Elsass, im Jura und im Vaucluse zu. Jura-Rebsorten wie Poulsard und Trousseau gehören weiterhin zum Sortiment.

Woher kommen die Namen Matilda und Olivia?

Von Crotets beiden Töchtern. Die zwei Bourgogne blancs des Guts tragen ihre Namen.


Erzeuger Maxime Crotet, Beaune, Burgund

Betriebsform Négociant-Vinificateur, kein eigener Rebbesitz

Gegründet 11. Mai 2021

Herkunft der Trauben Burgund (Maranges, Côte de Nuits-Villages, Mâconnais), Jura, Vaucluse

Vinifikation Spontangärung, Ganztraubengärung bei Rot, teils Maischegärung bei Weiß

Ausbau gebrauchtes Holzfass, Stahltank; ungeschönt und unfiltriert

Zweitprojekt Les Fruits Maudits, Mikrodestillerie in Beaune

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers Maxime Crotet, 27 Boulevard Clemenceau, 21200 Beaune, Frankreich


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Detailbeschreibung

Weißwein · Bourgogne AOC · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne AOC 2025 Maranges und Remigny Reben Ø 45 Jahre 10 Monate gebrauchtes Eichenfass SO₂ nur bei der Füllung

Der Bourgogne Blanc Olivia 2025 von Maxime Crotet ist ein Chardonnay aus zwei Parzellen am Südende der Côte de Beaune – je zur Hälfte aus Maranges und aus Remigny, von Reben mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren. Crotet arbeitet seit 2021 als Négociant-Vinificateur in Beaune, nach acht Jahren bei Frédéric Cossard in Saint-Romain. Eigene Weinberge besitzt er nicht; er kauft Trauben von Winzern, deren Arbeitsweise er kennt, und vinifiziert selbst.


Maranges und Remigny – zwei Parzellen am Südende der Côte

Die Cuvée setzt sich je zur Hälfte aus zwei Herkünften zusammen. Der Anteil aus Maranges stammt aus der südlichsten Appellation der Côte de Beaune, dort wo der Hang nach Südwesten abknickt. Der Untergrund ist jurassisch: blauer Ton und Mergel, durchsetzt mit Kalksteinschutt, ausgeprägt fossilreich. Die Rebflächen liegen zwischen 240 und 400 Metern und sind süd- bis südostexponiert – mehr Nachmittagssonne als in den nach Osten schauenden Gemeinden weiter nördlich.

Remigny liegt wenige Kilometer östlich davon an der Dheune, mit 2,45 Quadratkilometern eine der zehn kleinsten Gemeinden der Saône-et-Loire und mit gut vierhundert Einwohnern kaum mehr als ein Dorf. Weinbaulich ist die Gemarkung bemerkenswert: Ein Teil ihres Gebiets fällt in die AOC Santenay. Das Klima ist ozeanisch geprägt mit rund 1.900 Sonnenstunden und etwa 850 Millimetern Jahresniederschlag bei einer Jahresmitteltemperatur um 10,6 °C – kühler und feuchter als die Zahlen der Côte-d'Or-Kernzone.

Beide Parzellen liegen damit in unmittelbarer Nachbarschaft von Villages-Appellationen, tragen aber das regionale Etikett Bourgogne. Das Rebenalter von durchschnittlich 45 Jahren ist für diese Klassifikationsstufe ungewöhnlich hoch: Alte Reben regulieren ihren Ertrag selbst, wurzeln tiefer und kommen mit Trockenphasen besser zurecht – ein Vorteil, der sich 2025 unmittelbar ausgezahlt hat.

Jahrgang 2025 – Côte de Beaune

2025 war im Burgund ein ausgesprochen frühes Jahr. Milder Winter, warmer Frühling, trockener und sonniger Sommer – der Vegetationszyklus lief durchgehend vor dem Kalender. Eine Hitzewelle Mitte August beschleunigte die Reife noch einmal, ohne die Säure abzubauen; das Zucker-Säure-Verhältnis blieb intakt, der Gesundheitszustand der Trauben war durchweg gut, Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle.

In der Côte de Beaune wurden die weißen Sorten ab dem 23. bis 25. August gelesen – rund 20 Tage früher als im historischen Mittel und auf dem Niveau von 2022. Die Sommertrockenheit hielt die Beeren klein, was die Erträge deutlich drückte und regional stark schwanken ließ; in einzelnen Parzellen kam nur die halbe Ernte ein. Ältere Rebanlagen zeigten dabei erkennbar mehr Widerstandskraft gegen die Hitze als junge. Für die Weißweine zeichnet sich ein Jahrgang mit reifer, aber nicht überreifer Frucht und tragender Säure ab – bei knapper Menge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay, Jahrgang 2025, als Cuvée aus zwei Parzellen in Maranges und Remigny. Maxime Crotet gründete sein Projekt 2021, nachdem er acht Jahre bei Frédéric Cossard gearbeitet hatte – zunächst im Keller, zuletzt als dessen rechte Hand. Sein Modell als Négociant-Vinificateur gibt ihm Zugriff auf Parzellen, die er als Quereinsteiger ohne Familienbesitz nie hätte erwerben können.

Vergoren wird spontan mit den Hefen der Traube, ohne Reinzuchthefe und ohne Enzyme. Der Ausbau erfolgt über zehn Monate in großen gebrauchten Eichenfässern – gebraucht und großvolumig, damit das Holz Sauerstoff reguliert, statt Aroma beizusteuern. Schwefel wird ausschließlich bei der Abfüllung zugegeben, in minimaler Menge, damit der Wein transportfähig bleibt. Während des gesamten Ausbaus bleibt er ungeschwefelt.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Zitrone, weißer Pfirsich und grüner Apfel, dazu ein feuersteiniger Ton und ein Anklang von Haselnuss aus dem Hefekontakt – kein Vanille- oder Röstaroma, weil kein neues Holz beteiligt ist. Am Gaumen geradlinig und salzig-mineralisch, mit klarer Säurelinie und mittlerem Körper. Der Abgang bleibt trocken und zitrusbetont statt cremig.

Ein Teil der Gemarkung Remigny liegt in der AOC Santenay – die Parzellen dieser Cuvée grenzen an Villages-Lagen, tragen aber das regionale Etikett.

Servieren bei 11 bis 13 °C, nicht kälter – zu kalt verschließt sich die Mineralität. Der Wein ist jung zugänglich und entwickelt über die nächsten Jahre mehr Breite. Bei minimaler Schwefelung empfiehlt sich konstant kühle Lagerung; angebrochen hält er sich gut verschlossen zwei bis drei Tage im Kühlschrank.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch, Jakobsmuscheln und Austern, zu Geflügel in heller Sauce, zu Ziegenkäse und jungem Comté. Auch zu Spargel und zu Gemüsegerichten mit Zitrone und Kräutern. Ein Bourgogne Blanc, der eher als Essensbegleiter funktioniert als solo – die Säure verlangt nach einem Gegenüber auf dem Teller.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Chardonnay
Herkunft Je zur Hälfte Maranges und Remigny, südliche Côte de Beaune
Klassifikation Bourgogne AOC
Jahrgang 2025
Rebenalter Durchschnittlich 45 Jahre
Vinifikation Spontangärung mit Wildhefen · keine Reinzuchthefe · keine Enzyme
Ausbau 10 Monate in großen gebrauchten Eichenfässern · kein neues Holz
Schwefelung Ausschließlich bei der Abfüllung, minimal
Trinkempfehlung 2026–2032
Boden Blauer Ton und Mergel mit Kalksteinschutt

ZumWinzer

Maxime Crotet

Maxime Crotet

Négociant-Vinificateur · Beaune · Burgund

Gegründet 2021 Kein eigener Rebbesitz Spontangärung Ganztraubengärung Ungeschönt, unfiltriert

Domaine Maxime Crotet ist kein Weingut im klassischen Sinn: Crotet besitzt keine Reben, sondern kauft Trauben bei Winzern, die er über das Jahr im Weinberg begleitet. Vinifiziert wird alles im eigenen Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune – mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zusätze während Gärung und Ausbau, in kleinen Mengen.

Steckbrief

Artikelnr.
SW12830
Jahr
2025
Land
Frankreich
Region
Burgund
Art
Weiß
Ausbau
trocken
Rebsorten
Chardonnay
Alkoholgehalt
12,5% vol
Brennwert / 100 ml
328 kj, 78 kcal
Eiweiß / 100 ml
0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml
0g
Kohlenhydrate / 100 ml
0,7 g
Fett / 100 ml
0g
Zucker / 100 ml
0g
Salz / 100 ml
0g
Inhaltsangaben

Zutaten: Trauben, Anreicherung/Süßung (Zucker), Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel: Sulfite; Allergene

ZurRebsorte

Chardonnay

Chardonnay Wein kaufen heißt, die vielseitigste weiße Rebsorte der Welt zu kaufen. Ihre Heimat ist Burgund, wo sie in Chablis, an der Côte de Beaune und im Mâconnais die großen Weißweine liefert; in der Champagne ist sie die Basis jedes Blanc de Blancs. Die Sorte ist geschmacklich zurückhaltend und zeigt deshalb besonders deutlich Boden, Klima und Ausbau: Der Stahltank bringt Zitrus und grünen Apfel, das Holzfass Butter, Nuss und Brioche. Weltweit steht Chardonnay nach Angaben der OIV auf rund 210.000 Hektar.

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Rebsorte
Maxim Crotet Bourgogne Blanc Olivia 2025

33,50 €

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